Landratsamt Bamberg: Zertifikatsübergabe zum Abschluss der Laiendolmetscher – Ausbildung

Der Landkreis Bamberg hat eine kostenfreie Schulung zum Laiendolmetscher durchgeführt. Elterngespräche an Schulen und in Kindertageseinrichtungen, aber auch wichtige Arztgespräche und der Gang zum Amt scheitern oft an den unzureichenden Sprachkenntnissen der Betroffenen. Viele Asylbewerber und Flüchtlinge, aber auch EU-Migranten benötigen hier die Unterstützung, um wichtige Inhalte auszudrücken und verstehen zu können. Professionelle Übersetzer sind für viele Sprachen jedoch leider nicht nur schwer zu finden, sondern auch mit erheblichen Kosten verbunden. Die notwendige Unterstützung bei wichtigen Terminen erfolgt oft durch Bekannte aus den Herkunftsländern. Diese ehrenamtlichen Dolmetscher haben jedoch in der Regel kein fachliches Wissen.

Auf Initiative der Bildungskoordinatorin Cornelia Blumenschein und der Integrationslotsin Friederike Straub hatten 12 Personen aus den Hauptherkunftsländern die Möglichkeit an der Laiendolmetscher – Ausbildung teilzunehmen. Diese wurden unter einer Gruppe von Interessierten ausgewählt. Neben sehr guten Deutschkenntnissen sollten sie auch Fachwissen ihrer Ursprungsberufe mitbringen (z.B. medizinische oder pädagogische Vorkenntnisse), um für den jeweiligen Einsatz gut gerüstet zu sein. Die Schulung fand im April und Mai 2018 unter der Leitung einer professionellen Dolmetscherin sowie DaZ (Deutsch als Zweitsprache)Trainerin statt. Inhaltlich wurden die Teilnehmer in den Bereichen Fachwortschatz, Schweigepflicht, Umgang mit Konflikten und Techniken geschult. Der theoretische Inhalt wurde durch zahlreiche Praxisübungen sowie eine Supervision von Praxiseinsätzen durch die Referentin ergänzt.

Am 18. Mai 2018 wird Landrat Johann Kalb den Schulungsteilnehmern im Rahmen einer Abschlussfeier nach erfolgreicher Prüfung die Zertifikate überreichen und sie offiziell in ihr Arbeitsleben entlassen. Ab sofort sind die Laiendolmetscher dann für den Landkreis Bamberg bei Elterngesprächen, Arztbesuchen und Amtsgängen im Einsatz, um ihre Landsleute zu unterstützen. Die Ausbildung der Laiendolmetscher wird über Fördermittel des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales finanziert. Die Koordinierung der ehrenamtlichen Einsätze übernimmt der Landkreis.

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