„Kraut und Rüben“-OpenAir in Bayreuth

OpenAir in Bayreuth
OpenAir in Bayreuth

Am 10. Mai – Chri­sti Him­mel­fahrt – wird die Wil­hel­mi­nen­aue in Bay­reuth wie­der Spiel­stät­te für das bekann­te Open­Air-Festi­val “Kraut und Rüben” sein. Dies­mal hat sich das Ver­an­stal­ter-Kol­lek­tiv “Saal­mit­te” mit dem Stadt­ju­gend­ring zusam­men geschlos­sen, daher fei­ert der sein Fami­li­en­fest eben­falls auf dem Gelän­de. Mit der Devi­se “Umsonst und drau­ßen, wer­be­frei und unab­hän­gig” wur­de ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm geschaf­fen, dass nicht nur die Fans des Elek­tro-Festi­vals anspricht, son­dern ein brei­tes Publi­kum jeden Alters. Spiel­zeit ist 14 bis 21 Uhr, das Fami­li­en­fest beginnt bereits um 12 Uhr.

Um 14 Uhr beginnt das Open­Air mit einem Pro­jekt des Iwa­le­wa­hau­ses: In der “Music Archi­ve Listening Ses­si­on” wer­den Schät­ze aus dem Musik­ar­chiv vor­ge­stellt – pas­send zum Festi­val natür­lich Tanzmusik.

Dann fol­gen im Line-Up DJs der Bay­reu­ther Elek­tro-Sze­ne. Niklas Giet­mann hat Dis­co, Hou­se und afri­ka­ni­sche Musik zu einem eige­nen Sound ver­schmol­zen. Das Duo “Green Kit­chen” ist seit Jah­ren in der regio­na­len Elek­tro-Sze­ne aktiv, spielt Tech­no und Hou­se und betreibt auch das Kas­set­ten-Label “Sil­hou­et­te Tapes”.

Head­li­ner ist “La Frai­cheur” aus Paris, Resi­dent-DJa­ne des bekann­ten Ber­li­ner Clubs “Wil­de Rena­te”. Ihre inter­na­tio­na­len Auf­trit­te führ­ten sie u. a. schon zum Bur­ning Man Festi­val (USA), ihr Stil bewegt sich im Bereich Deep Hou­se und Techno.

Wäh­rend­des­sen laden auf dem Gelän­de vie­le Mit­mach-Ange­bo­te zum Ver­gnü­gen ein, u. a. eine Hüpf­burg, ein Sin­nes­par­cours, Kin­der­schmin­ken, ein Tram­po­lin­tur­nier und ein Tanzworkshop.

Dazu gibt es auch eine Open­Air-Aus­stel­lung: Die Gale­rie Dun­kel­bach prä­sen­tiert Foto­gra­fien des bekann­ten deut­schen Foto­gra­fen Harald Haus­wald, auf denen sel­te­ne Ein­blicke in den All­tag der DDR zu sehen sind – fern von Geschichts­kli­schees, ohne Sozialromantik.

Für die kuli­na­ri­sche Ver­pfle­gung sor­gen Foodtrucks, u. a. Swag­man aus Bay­reuth und Veg­be­rei­tung (vega­ne Bur­ger) aus Bamberg.

Bereits im Mai 2017 hat das unab­hän­gi­ge Open­Air die Wil­hel­mi­nen­aue als Ver­an­stal­tungs­ort eta­bliert, fand noch­mals im Juli statt und ist die­ses Jahr gewach­sen. Dies geschieht ganz im Sin­ne der ursprüng­li­chen Idee: Denn “Kraut und Rüben” bezeich­net kei­ne will­kür­li­che Zusammenstellung.

Video vom letz­ten Jahr:

Jen­seits des Wag­ner-Kul­tes und des Barocken Erbes der Stadt gibt es in Bay­reuth eigent­lich viel zu ent­decken; es ist nur erst­mal nicht so sicht­bar. Dabei haben sich erstaun­li­che musi­ka­li­sche und künst­le­ri­sche Bio­to­pe ent­wickelt, in Eigen­ar­beit, mit Freu­de am Schaf­fen und nach eige­nen Regeln.
Viel zu oft bleibt man damit in den eige­nen Krei­sen. Des­halb ver­steht das Orga-Kol­lek­tiv “Saal­mit­te” das Kraut und Rüben Open­Air als einen Acker der Krea­ti­vi­tät, auf dem sich das unab­hän­gi­ge Kul­tur­ge­mü­se ver­sam­melt, gedeiht und gemein­sam ein neu­es, sicht­ba­res Öko­sy­stem bil­det. Die DJs, die Ver­an­stal­ter, das Bei­pro­gramm – alle haben sich eigen­stän­dig ent­wickelt und ver­fol­gen ihren indi­vi­du­el­len Stil. So pas­sen sie mit ihren Eigen­hei­ten doch irgend­wie zusam­men, tau­schen sich aus und bie­ten dem Publi­kum damit auch noch viel Unterhaltung.