Grün­don­ners­tag als Zei­chen gegen Ego­is­mus und Individualismus

Symbolbild Religion

Erz­bi­schof Schick wür­digt bei Fuß­wa­schung in der Mes­se vom Letz­ten Abend­mahl die Arbeit der Krip­pen­bau­er und unter­streicht die Bedeu­tung der Volksfrömmigkeit

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Lud­wig Schick sieht die Sen­dungs­wor­te „Gehet hin in Frie­den“ zum Abschluss der Eucha­ris­tie­fei­er als Auf­trag, gegen Ego­is­mus, Indi­vi­dua­lis­mus und Kon­su­mis­mus Gemein­schaft und Tei­len zu set­zen. Jede hei­li­ge Mes­se habe mit dem All­tag zu tun und zie­le dar­auf hin, das Leben zu gestal­ten und zu ver­än­dern, so der Erz­bi­schof im Bam­ber­ger Dom. „Jede Eucha­ris­tie­fei­er for­dert zum Die­nen anein­an­der und zur Soli­da­ri­tät mit­ein­an­der auf sowie zum Auf­bau einer Kul­tur der Nächstenliebe.“

Das „Gehet hin in Frie­den“ bedeu­te den Auf­trag, den Frie­den, die Lie­be und Güte aus der Eucha­ris­tie­fei­er in die All­tags­welt mit­zu­neh­men und sie aus­zu­brei­ten. Beson­ders von den Ehren­amt­li­chen in der Kir­che wer­de das „Gehet hin in Frie­den“ wahr gemacht, was besa­ge: „Seid Zeu­gen mei­nes Lebens und mei­ner Botschaft.“

In Erin­ne­rung dar­an, dass Jesus beim Abend­mahl den Apos­teln die Füße gewa­schen hat, wäscht der Erz­bi­schof jedes Jahr in der Grün­don­ners­tags­mes­se einer Grup­pe von Ehren­amt­li­chen die Füße. Die Fuß­wa­schung an den Ehren­amt­li­chen mache deut­lich, „dass sie den Auf­trag der Eucha­ris­tie erkannt haben und vollziehen.“

In die­sem Jahr wur­den die Krip­pen­bau­er in der Erz­diö­ze­se geehrt. Sie wür­den mit ihren Dar­stel­lun­gen die Bot­schaft Jesu leben­dig hal­ten und dazu bei­tra­gen, „dass die Wer­te und Tugen­den, die Jesus gelebt hat, erhal­ten blei­ben und wei­ter­ge­tra­gen wer­den“. Durch die Weih­nachts- und Pas­si­on­s­krip­pen blei­be Jesus mit sei­nem Leben und Lei­den in der Gesell­schaft prä­sent, nicht nur in der „Krip­pen­stadt Bam­berg“ mit ihrer Krip­pen­bau­schu­le und dem 50 Sta­tio­nen umfas­sen­den Krip­pen­weg, son­dern an vie­len Orten unse­rer Welt. Die Weih­nachts- und Pas­si­on­s­krip­pen sei­en Aus­druck der Volks­fröm­mig­keit, die das christ­li­che Leben im Volk aus­drü­cke und erhalte.

Mit dem Grün­don­ners­tag begin­nen die drei hei­li­gen Tage (Tri­du­um). Am Kar­frei­tag wird des Lei­dens und Ster­bens Jesu gedacht und in der Oster­nacht sei­ne Auf­er­ste­hung gefeiert.