Vor­trag von Pfar­rer P. Heinz Wei­er­straß beim Män­ner­kreis Don Bos­co Forch­heim

The­ma „Die Zukunft der Katho­li­schen Pfarr­ge­mein­den in Forch­heim“

Männerkreis Don Bosco Forchheim

Män­ner­kreis Don Bos­co Forch­heim

Auf Ein­la­dung des Män­ner­krei­ses Don Bos­co Forch­heim refe­rier­te Pfar­rer P.Heinz Wei­er­straß über die bis­he­ri­gen Über­le­gun­gen, wie sich die Katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­den im Stadt­ge­biet Forch­heim künf­tig neu ord­nen kön­nen. Aus­gangs­la­ge aller Über­le­gun­gen sei, so P.Weierstraß, der zuneh­men­de Nach­wuchs­man­gel in allen pasto­ra­len Berufs­grup­pen, der sowohl bei Prie­stern, Pasto­ral- und Gemein­de­re­fe­ren­ten fest­stell­bar ist und kurz­fri­stig kaum besei­tigt wer­den kann. Aus die­ser Situa­ti­on wur­de im Erz­bis­tum beschlos­sen, aus den bis­he­ri­gen 94 Seel­sor­ge­ver­bun­den 45 neue zu schaf­fen. In jedem neu­en Seel­sor­ge­ver­bund wird es ein Team aus min­de­stens 5 pasto­ra­len Mit­ar­bei­ten­den, bestehend aus 2 Prie­ster und 3 Pasto­ral – bzw. Gemein­de­re­fe­ren­ten geben. Die­ser Grund­satz­be­schluss zwingt natür­lich auch zur Neu­struk­tu­rie­rung der Kir­chen­ge­mein­den in Forch­heim. So waren die Seel­sor­ge­be­rei­che ein­ge­la­den, an der künf­ti­gen Struk­tur mit­zu­ar­bei­ten und ent­spre­chen­de Voten abzu­ge­ben. Der Pfarr­ver­bund Forch­heim-Ost ( die Pfar­rei­en Don Bos­co, St. Anna und St. Johan­nes der T. Reuth ) votiert dabei für eine Stadt­kir­che Forch­heim mit den Pfarr­ver­bün­den Forch­heim-Mit­te ( St. Otti­lie Ker­s­bach, St. Mar­tin und Ver­klä­rung Chri­sti ) und Forch­heim West ( St. Josef Bucken­ho­fen und Hl. Drei­kö­ni­ge Burk ). Die­se Über­le­gun­gen wur­den in den Pfarr­ge­mein­de­rä­ten in Gesprä­chen mit Frau Hel­ga Deinhardt, Refe­ren­tin von Regio­nal­de­kan Mar­tin Emge, bespro­chen. P. Wei­er­straß beton­te, dass dabei jeder Ver­bund sei­ne Schwer­punk­te in die künf­ti­ge Stadt­kir­che ein­brin­gen kann. Forch­heim-Ost wird hier auf Musik­an­ge­bo­te, die Mini­stran­ten­ar­beit, die sonn­täg­li­che Kin­der- und Fami­li­en­kir­che, auf akti­ve Fami­li­en­krei­se sowie auf eine zen­tra­le Ver­wal­tung set­zen.

Männerkreis Don Bosco Forchheim

Män­ner­kreis Don Bos­co Forch­heim

In Forch­heim selbst wür­den in Zukunft nach den vor­lie­gen­den Plä­nen die bis­he­ri­gen 8 Pfarr­kir­chen, die um das Klo­ster, die Mari­en­ka­pel­le und Spi­tal­kir­che sowie die Orts­ka­pel­le in Serl­bach zu ergän­zen sind, von drei Prie­stern betreut wer­den. Da jeder Prie­ster, so Pfar­rer Wei­er­straß, am Wochen­en­de maxi­mal drei Got­tes­dien­ste fei­ern darf, kann es somit maxi­mal 9 Got­tes­dien­stan­ge­bo­te geben. Des­halb wer­den die bereits jetzt ange­wand­ten Wort-Got­tes-Fei­ern, die von aus­ge­bil­de­ten Lai­en gehal­ten wer­den und die Anzahl der Mess­fei­ern ergän­zen, aus­ge­wei­tet wer­den müs­sen. Wie der Refe­rent mit­teil­te, wer­den nun die Voten im Deka­nat gesam­melt und an die Bis­tums­lei­tung gemel­det. Im Herbst die­ses Jah­res wird Bam­berg die neu­en Seel­sor­ge­be­rei­che fest­le­gen, die dann wei­te­re Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen zu bera­ten haben. Eben­falls im Herbst, im Novem­ber, fin­den die Neu­wah­len der Kir­chen­ver­wal­tun­gen statt. Der bis­her ein­ge­lei­te­te Pro­zess der Ver­än­de­run­gen wird am Ozzo-Tag 2019 durch den Erz­bi­schof abge­schlos­sen.

Zur Zukunft des bis­he­ri­gen Jugend­wohn­hei­mes, das bis heu­te von den Sale­sia­nern betrie­ben wird, führ­te P. Wei­er­straß aus, dass die Jugend­her­ber­ge und das Jugend­wohn­heim zum 31.07.2019 geschlos­sen wer­den. Mit dem Schul­jah­res­be­ginn 2019/20 wer­den die aus­wär­ti­gen Spren­gel-Berufs­schü­ler in das neue Hotel in der Bay­reu­ther­stra­ße umzie­hen. Ob die Sale­sia­ner auch dort die päd­ago­gi­sche Betreu­ung der Schü­ler über­neh­men, ste­he noch nicht fest. Hier­zu sei erst das Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren des Land­rats­am­tes und die Ent­schei­dung des Ordens erfor­der­lich. Nach Been­di­gung der bis­he­ri­gen Nut­zun­gen wer­de das Heim­ge­bäu­de an die Kir­chen­stif­tung Don Bos­co zurück­fal­len, die sich mit der künf­ti­gen Ver­wen­dung die­ser abge­nutz­ten Immo­bi­lie zu beschäf­ti­gen hat, so P. Wei­er­straß..

Natür­lich lösten die Nach­rich­ten des lei­ten­den Pfar­rers des Seel­sor­ge­be­rei­ches Heinz Wei­er­straß zunächst gro­ße Nach­denk­lich­keit aus. Jedoch wur­de den zahl­rei­chen Teil­neh­mern des Abends rasch klar, dass die Zukunfts­plä­ne alter­na­tiv­los sind. Man war sich einig, dass jede Pfar­rei abzu­klä­ren hat, was ist uns künf­tig wich­tig, was ist uns mög­lich und was ist prä­gend und daher erhal­tens­wert­für unse­ren Stand­ort. Dar­aus wer­den in den ein­zel­nen Pfar­rei­en Ange­bo­te ent­ste­hen, wenn Grup­pie­run­gen der Gemein­den die­se wün­schen, sie mit­tra­gen und sich dafür stark machen.

Auf die Fra­ge des Vor­sit­zen­den Edu­ard Nöth, ob nicht die Abschaf­fung des Zöli­bats, die Wei­he „Erprob­ter (auch ver­hei­ra­te­ter) Män­ner“ zu Prie­stern sowie die Zulas­sung von Frau­en zum Dia­ko­nat in die­ser Situa­ti­on hel­fen könn­ten, ant­wor­te­te P. Wei­er­straß, dass er nichts davon hal­te, die­se Dis­kus­si­on allein unter dem Argu­ment des Per­so­nal­man­gels zu füh­ren. Viel­mehr läge ihm dar­an, die­se Fra­gen unter dem Argu­ment bibli­scher Zeug­nis­se zu prü­fen. Schließ­lich sei es so, dass z.B. das Zöli­bat allein eine 1000-Jah­re alte Rechts­ver­ord­nung der Kir­che sei. Edu­ard Nöth erin­ner­te dar­an, dass v.a. jün­ge­re Bischö­fe, aber auch der Papst selbst durch­aus an einer offe­nen und ziel­füh­ren­den Debat­te in die­sen Fra­gen inter­es­siert sei­en. Alfons Tasch­ner beklag­te in einem Bei­trag nicht nur den Man­gel an kirch­li­chem Per­so­nal, son­dern auch den fort­schrei­ten­den Glau­bens­man­gel in unse­rer Gesell­schaft und in unse­ren Gemein­den, der schließ­lich zu die­ser Situa­ti­on geführt habe. Aus dem Kreis der bis­her schon täti­gen Wort-Got­tes­dienst-Beauf­trag­ten wur­de vor­ge­bracht, dass sie beob­ach­ten, dass die­se von Lai­en gestal­te­ten Got­tes­dienst-For­men in ihrer Bedeu­tung und Not­wen­dig­keit noch nicht so gese­hen wer­den, was sie z.B. aus den Besu­cher­zah­len der von ihnen gestal­te­ten Got­tes­dien­ste schlie­ßen. Es bleibt zu hof­fen, dass der Ein­satz die­ser Per­so­nen, die sich aus frei­en Stücken fort­ge­bil­det haben und die­sen Dienst ehren­amt­lich aus­üben, künf­tig auch zur per­sön­li­chen Moti­va­ti­on an Zustim­mung gewinnt.

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