Warn­mel­dung vor Anru­fen durch ver­meint­li­che Poli­zei­be­am­te

(ots) – In den letz­ten Wochen regi­strier­te die Poli­zei in Mit­tel­fran­ken zahl­rei­che Anru­fe durch fal­sche Poli­zei­be­am­te, die mit einer ver­meint­li­chen Amts­num­mer anrie­fen. Die­se Ereig­nis­se sind Anlass, ent­spre­chen­de Vor­beu­gungs­hin­wei­se zu geben.

Ein Fall aus dem Land­kreis Fürth soll das per­fi­de Vor­ge­hen der Täter erläu­tern:

Gestern Vor­mit­tag (15.03.2018) klin­gel­te bei einem Seni­or das Tele­fon. Die ange­zeig­te Tele­fon­num­mer war die 110 – also der Poli­zei­not­ruf. Am Appa­rat mel­de­te sich ein Mann, der sich als Kri­mi­nal­be­am­ter aus­gab und dem älte­ren Herrn eine Geschich­te auf­tisch­te, die abso­lut glaub­wür­dig und nach­voll­zieh­bar vor­ge­tra­gen wur­de.

Dem­nach bat der Unbe­kann­te sein vor­ge­se­he­nes Opfer um Mit­hil­fe bei der Auf­klä­rung eines Betru­ges. Im wei­te­ren Ver­lauf des Gesprächs wur­den Details genannt, um den Vor­gang noch glaub­wür­di­ger erschei­nen zu las­sen. Letzt­lich aber bat man den gut­gläu­bi­gen Mann, einen Über­wei­sungs­trä­ger mit einem hohen Betrag aus­zu­fül­len und die­sen bei der Bank ein­zu­rei­chen. Letzt­lich schei­ter­te die­se Über­wei­sung an der Auf­merk­sam­keit und dem Arg­wohn eines Bank­an­ge­stell­ten.

Das Fach­kom­mis­sa­ri­at für Trick­be­trug bei der Kri­mi­nal­po­li­zei Nürn­berg hat die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men und warnt in die­sem Zusam­men­hang vor Straf­tä­tern, die das vor­han­de­ne Ver­trau­en der Bür­ger in die Poli­zei dazu aus­nut­zen, um an Daten oder Geld von vor­nehm­lich älte­ren Per­so­nen und deren wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen zu gelan­gen. Die Täter nut­zen die erhal­te­nen Infor­ma­tio­nen in der Regel dazu, Trick­dieb­stäh­le und Ein­brü­che vor­zu­be­rei­ten oder Bar­geld abzu­ho­len.

Die Poli­zei gibt in die­sem Zusam­men­hang fol­gen­de Ver­hal­tens­tipps:

  • Las­sen Sie sich bei Anru­fen von ver­meint­li­chen Poli­zei­be­am­ten stets den Namen und die Dienst­stel­le nen­nen. Notie­ren Sie sich die Num­mer des Anru­fers.
  • Die Poli­zei mel­det sich bei Ihnen nie­mals über die Not­ruf­num­mer “110”! Sei­en Sie miss­trau­isch, wenn der­ar­ti­ge Phan­ta­sie­num­mern im Dis­play erschei­nen.
  • Beach­ten Sie auch, dass es den Tätern mitt­ler­wei­le mög­lich ist, die ech­ten Ruf­num­mern von Poli­zei­dienst­stel­len im Tele­fon­dis­play anzei­gen zu las­sen!
  • Soll­ten Sie dar­an zwei­feln, von einem ech­ten Poli­zei­be­am­ten ange­ru­fen zu wer­den, rufen Sie bei der genann­ten Dienst­stel­le zurück. Suchen Sie die Ruf­num­mer hier­für jedoch stets selbst her­aus.
  • Geben Sie am Tele­fon grund­sätz­lich kei­ne ver­trau­li­chen Infor­ma­tio­nen wei­ter. Dies betrifft vor allem Anga­ben zu Ihren Ver­mö­gens­ver­hält­nis­sen oder den Auf­be­wah­rungs­ort von Schmuck und Bar­geld.
  • Zie­hen Sie gege­be­nen­falls eine Per­son Ihres Ver­trau­ens hin­zu.
  • Mel­den Sie ver­däch­ti­ge Anru­fe umge­hend der Poli­zei.

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