Fäl­len von Bäu­men: Was ist in Bay­reuth erlaubt?

Zum Beginn der Gar­ten­sai­son: Bay­reu­ther Umwelt­amt macht auf die Regeln der Baum­schutz­ver­ord­nung auf­merk­sam

Der Früh­ling steht vor der Tür und mit ihm der Beginn der dies­jäh­ri­gen Gar­ten­sai­son. Vor die­sem Hin­ter­grund macht das städ­ti­sche Amt für Umwelt­schutz auf die Rege­lun­gen der städ­ti­schen Baum­schutz­ver­ord­nung auf­merk­sam. Mit ihr soll der Bestand an gro­ßen Laub­bäu­men im Stadt­ge­biet geschützt wer­den. Es gibt aber auch Aus­nah­men.

Nicht geschützt sind ein­stäm­mi­ge Bäu­me mit einem Stamm­um­fang unter 80 Zen­ti­me­ter und mehr­stäm­mig aus­ge­bil­de­te Bäu­me, wenn kei­ner der Stäm­me mehr als 50 Zen­ti­me­ter Umfang auf­weist – jeweils gemes­sen einen Meter über dem Erd­bo­den. Sie dür­fen eben­so ohne Geneh­mi­gung gefällt wer­den, wie Nadel­bäu­me (mit Aus­nah­me von Eiben und Ging­kos), Pap­peln (mit Aus­nah­me der Sil­ber­pap­pel) und Obst­bäu­me (mit Aus­nah­me von Wild­obst- und Wal­nuss­bäu­men).

Unab­hän­gig hier­von ist das Fäl­len von Bäu­men, die außer­halb des Wal­des oder gärt­ne­risch genutz­ter Grund­flä­chen ste­hen, und von Hecken, leben­den Zäu­nen oder Gebüsch auch im Gar­ten nach dem Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz in der Zeit vom 1. März bis 30. Sep­tem­ber grund­sätz­lich ver­bo­ten. Glei­ches gilt für einen Rück­schnitt bis auf boden­na­he Höhe (soge­nann­tes „Auf den Stock set­zen“). Nur in begrün­de­ten Ein­zel­fäl­len kön­nen hier Befrei­un­gen erteilt wer­den.

Wer einen geschütz­ten Baum fäl­len oder wesent­lich ver­än­dern will, braucht hier­für grund­sätz­lich eine Befrei­ung der Stadt Bay­reuth. Sie muss schrift­lich bean­tragt wer­den. Den voll­stän­di­gen Text der Baum­schutz­ver­ord­nung und die Antrags­for­mu­la­re sind beim Amt für Umwelt­schutz im Neu­en Rat­haus, Luit­pold­latz 13, erhält­lich. Sie ste­hen außer­dem auf der städ­ti­schen Home­page zum Down­load zur Ver­fü­gung.

Das Umwelt­amt weist fer­ner dar­auf hin, dass die Ent­schei­dung über einen Fäll­an­trag auf­grund der ein­zu­ho­len­den fach­li­chen Stel­lung­nah­men gerau­me Zeit in Anspruch nimmt. Anträ­ge soll­ten daher recht­zei­tig von der beab­sich­tig­ten Fäl­lung gestellt wer­den.

Für wei­te­re Aus­künf­te und Erläu­te­run­gen ste­hen die Mit­ar­bei­ter des Amtes für Umwelt­schutz im Neu­en Rat­haus, Luit­pold­platz 13, Zim­mer 410 oder 413, Tele­fon 0921 251368 oder 251388, zur Ver­fü­gung.

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