Erzbischof Ludwig Schick erinnert am Kunigundentag an die Bedeutung der Bistumspatronin

„Protagonistin der Human- und Lebenskultur“

Erzbischof Ludwig Schick hat dazu aufgerufen, den Frauen in Gesellschaft und Kirche mehr Wertschätzung und Anerkennung entgegenzubringen. „Frauen müssen mehr Gleichberechtigung in Familie und Arbeitswelt sowie bei Entscheidungen in Gesellschaft und Kirche erhalten. Auch bei Anerkennung und Gehalt müsse Gleichberechtigung vorankommen, sagte Schick am Samstag beim Kunigundentag, dem Diözesanfrauenfest, in Bamberg.

Frauen seien seit jeher und bis heute entscheidende Initiatorinnen, Moderatorinnen und Trägerinnen der Humankultur und einer menschenfreundlichen Zivilisation. Humankultur umfasse das Familienleben, die Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen, die Pflege der Kranken und Sterbenden, ebenso das friedvolle und wohlwollende Zusammenleben in der Gesellschaft, so Erzbischof Schick.

Eine der Ursprungs- und Vorbildgestalten der Humankultur sei die heilige Kunigunde. „Sie hat einen großen Beitrag zu unserer Zivilisation geleistet. Deswegen wurde sie auch immer angerufen, wenn Katastrophen oder Krankheiten drohten oder wenn es galt, gegen Krieg und Rache Frieden und Barmherzigkeit zu verbreiten.“

Gerade in der heutigen Welt, in der so viele „Unkulturen“ um sich greifen, brauche es Humankultur. Die Verehrung von Personen wie der heiligen Kunigunde könne eine menschenfreundliche Zivilisation stärken. „Ihre Verehrung darf bei uns nicht abnehmen – lassen wir die heilige Kunigunde bei uns wirken, folgen wir ihrem Beispiel in allen Bereichen unseres Lebens, Frauen und Männer!“

Die heilige Kunigunde hat gemeinsam mit ihrem Mann, dem heiligen Kaiser Heinrich, das Bistum Bamberg im Jahr 1007 gegründet. Kunigunde starb am 3. März 1033 und wurde im Jahr 1200 heiliggesprochen.