Osterfestmärzen aus der Gläsernen Brauerei im Kulmbacher Mönchshof

Rechtzeitig vor Ostern kommt das goldgelbe, fein abgestimmte Osterfestmärzen ab dem 20. März in den Ausschank und in den Verkauf im Bayerischen Brauereimuseum

Osterfestmärzen

Osterfestmärzen

Entstanden weil es früher keine funktionierende Kühlung gab

In früheren Jahrhunderten, als es noch keine Kühlhäuser, geschweige denn Kühlschränke gab, war es äußerst schwer, in warmen Monaten, untergäriges Biere zu brauen. Der Grund hierfür liegt an der eingesetzten untergärigen Hefe, die eine Temperatur um 4 – 10°C benötigt. Diese Temperatur konnte im Sommer nicht gewährleistet werden. Um auch über den Sommer, Bier genießen zu können, wurden im Frühlingsmonat März, die Biere stärker eingebraut und in tiefen, kühlen Felsenkellern gelagert. Daher stammt auch der Name Lagerbier für alle untergärigen Biere. Die zuletzt im März stärker eingebrauten Biere, waren dadurch den Sommer über haltbar und man benannte sie nach dem Monat März – Märzenbier.

Stammwürzegehalt reduziert

Heutzutage ist Österreich das “Land des Märzenbieres”. Mehr als die Hälfte des in Österreich gebrauten Bieres ist ein Märzenbier. Im frühen 18. Jahrhundert, besaß das Märzen ein Stammwürzegehalt von 15 Prozent, also etwas weniger als ein Bockbier. Es galt damals als ein sehr edles Bier. Nach dem 2. Weltkrieg, verordnete die Regierung eine Preissenkung, damit auch weniger gut Betuchte sich dieses Bier leisten konnten. Unter der Bedingung, das Märzenbier nur mit einem Stammwürzegehalt von 12 Prozent zu brauen, gingen die Brauereien auf die Verordnung ein. Die Brauer spezialisierten sich dann jedoch auf andere einfachere und preiswertere Biersorten. Obwohl sich später eine Vielzahl unserer Brauereien der Herstellung des Märzenbieres verschrieben hatten, wurde der Stil des “schwächeren Märzen” bis heute beibehalten.

Das Osterfestmärzen der Museumsbrauerei

Das Osterfestmärzen das Diplom-Braumeister Sebastian Hacker im Bayerischen Brauereimuseum, in einem aufwändigen Zwei-Maisch-Verfahren, eingebraut hat, präsentiert sich in einer satten, goldgelben Farbe, malzig-weich im Geschmack, mit einer dezenten Hopfenbittere. Das Märzen hat eine Stammwürze von 13,3 Prozent und 5,3 Prozent Volumen Alkohol.

Bezugsquelle

Erhältlich ist das Osterfestmärzen im Ausschank und an der Kasse im Bayerischen Brauereimuseum und kostet in der 1 Liter Bügelflasche 2,30 EUR.