Das denken die Bamberger Bürgerinnen und Bürger über Stadt und Universität

Ergebnisse der 1. Bürgerbefragung liegen vor

Martin Messingschlager (r.) stellte mit seinem Team die Ergebnisse der 1. Bürgerbefragung vor, die Stadt und Universität gemeinsam durchgeführt hatten. Quelle: Tanja Eisenach/Universität Bamberg

Martin Messingschlager (r.) stellte mit seinem Team die Ergebnisse der 1. Bürgerbefragung vor, die Stadt und Universität gemeinsam durchgeführt hatten. Quelle: Tanja Eisenach/Universität Bamberg

Was denken die Bamberger Bürgerinnen und Bürger – über das Freizeitangebot der Stadt, die Wohn- und Arbeitsmarktsituation, die Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger oder Rolle und Wirkung der Universität? Dies zu untersuchen war das Ziel der ersten umfassenden Bürgerbefragung, die die Stadt Bamberg in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität initiiert hat. Erste Erkenntnisse stellten die projektverantwortlichen Bamberger Wissenschaftler im Beisein von Oberbürgermeister Andreas Starke, Bürgermeister Dr. Christian Lange und Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert am 1. März 2018 vor. Die Studie wird am 25. April 2018 in der öffentlichen Vollsitzung des Bamberger Stadtrats präsentiert.

5000 Bürgerinnen und Bürger Bambergs hatten von September bis November 2017 die Gelegenheit, online oder per Post an der Bürgerbefragung mitzumachen. Die Auswahl der befragten Personen erfolgte durch eine Zufallsstichprobe des Einwohnermeldeamtes. Eine bewährte Methode, die hohe Datenzuverlässigkeit und deshalb auch repräsentative Ergebnisse garantiert. Für die technische Umsetzung der Befragung zeichnete Dr. Martin Messingschlager, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Statistik und Ökonometrie an der Universität Bamberg, gemeinsam mit dem Bamberger Centrum für Empirische Studien (BACES) unter der Leitung von Dr. Zoltán Juhász verantwortlich. Für die inhaltliche Ausrichtung der Untersuchung sorgte Dr. Christoph Spörlein, Mitarbeiter am Bamberger Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere Sozialstrukturanalyse.

Insgesamt 1600 ausgefüllte Fragebögen flossen in die Auswertung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, das entspricht einem außergewöhnlich hohen Rücklauf von 32 Prozent. Für dieses Engagement und die Ernsthaftigkeit, mit der die Bambergerinnen und Bamberger der Befragung begegnet sind, gab es großes Lob von Stadt und Universität. Beide Seiten freuen sich auch über die insgesamt sehr guten Ergebnisse: 82 Prozent der Befragten bewerteten die Lebensqualität der Stadt mit gut bis sehr gut. Hervorragende Noten gibt es zum Beispiel für die familiengerechten Angebote in der Stadt. Aber auch Senioren und junge Erwachsene fühlen sich gut aufgehoben. Oberbürgermeister Andreas Starke: „Wir sehen uns in unseren Bemühungen bestärkt, Bamberg familienfreundlich zu gestalten.“

85 Prozent Zustimmung erhielt die Aussage, dass Bamberg ohne die Universität deutlich schlechter dastünde. Zustimmungswerte zwischen 82 und 87 Prozent gab es dafür, dass die Universität ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sei, Studierende das Stadtbild beleben und die Universität einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung der Stadt leiste. „Die Befragung liefert Ergebnisse, die für unsere strategischen Überlegungen zur Weiterentwicklung der Universität bedeutsam sind“, erklärt Universitätspräsident Godehard Ruppert. „Jetzt wissen wir zum Beispiel, dass nur 22 Prozent der Befragten starke bis leichte Vorbehalte gegen unsere räumliche Präsenz in der Innenstadt haben. Daraus schließen wir, dass unser Raumkonzept auf breite Akzeptanz in der Bamberger Bevölkerung stößt.“

Oberbürgermeister Andreas Starke sieht die Ergebnisse der Studie nicht nur als Bestätigung der kommunalen Bemühungen, sondern auch als Arbeitsauftrag. „Dort wo der Bürgerschaft der Schuh drückt, wollen wir unsere Kräfte konzentrieren. So entstehen zum Beispiel in den nächsten Jahren rund 3000 neue Wohneinheiten in Bamberg.“

Einen ausführlichen Artikel zu den Ergebnissen der Bürgerbefragung finden Sie unter:
www.uni-bamberg.de/news/artikel/buergerbefragung-ergebnisse-2018