AOK Bam­berg: Kraft der Kräu­ter

Hei­len­de Wir­kung von Tees

Ob bei Erkäl­tung, Magen-Darm-Pro­ble­men, Stress oder Bla­sen­ent­zün­dung: Arz­nei­tees kön­nen leich­te Beschwer­den lin­dern. Was einen Arz­nei­tee aus­macht, wel­cher Tee was bewir­ken kann und was man dafür beach­ten muss, das weiß Doris Spod­dig, Ernäh­rungs­fach­kraft bei der AOK in Bam­berg.

Was unter­schei­det eigent­lich den Arz­nei­tee vom her­kömm­li­chen Tee?

Arz­nei­tees unter­lie­gen der Über­wa­chung und den Richt­li­ni­en des Bun­des­in­sti­tuts für Arz­nei­mit­tel und Medi­zin­pro­duk­te. Der Unter­schied zu her­kömm­li­chem Tee ist vor­ran­gig die Men­ge an äthe­ri­schen Ölen. Damit kann Arz­nei­tees eine Wir­kung nach­ge­wie­sen wer­den. Bei­spiels­wei­se muss ein Kamil­len­tee vier Mil­li­li­ter äthe­ri­sches Öl pro Kilo­gramm Blü­ten ent­hal­ten. Für ein­fa­chen Kamil­len­tee reicht ein Zwan­zig­stel der Men­ge. Ein Arz­nei­tee erkennt man am Ver­merk „ver­wend­bar bis“. Her­kömm­li­che Tees haben hin­ge­gen das Min­dest­halt­bar­keits­da­tum auf der Ver­packung. Wenn ein Tee gesund­heit­lich wir­ken soll, ist es rat­sam, ihn in der Apo­the­ke oder im Dro­ge­rie­markt zu kau­fen.

Wie wir­ken Arz­nei­tees?

Bestimm­te Tees sind ech­te Alles­kön­ner und hel­fen gleich bei meh­re­ren Beschwer­den. Kamil­le zum Bei­spiel ist sehr viel­sei­tig. Sie kann ent­zün­dungs­hem­mend, krampf­lö­send und des­in­fi­zie­rend wir­ken und sogar das Immun­sy­stem stär­ken. Kamil­len­tee kann somit unter­stüt­zend bei Erkäl­tungs­krank­hei­ten, aber auch bei Ver­dau­ungs­pro­ble­men und Übel­keit gut hel­fen. Man kann den Tee nicht nur trin­ken, bei Erkäl­tun­gen hilft es auch, damit zu gur­geln. Und ein wei­te­res Anwen­dungs­bei­spiel: Bei bestimm­ten bak­te­ri­el­len Haut­er­kran­kun­gen kön­nen Ver­bän­de mit Kamil­len­tee den Hei­lungs­pro­zess för­dern. Noch ein Alles­kön­ner ist die Pfef­fer­min­ze. Der Tee kann unter ande­rem krampf­lö­send wir­ken und Magen-Darm-Beschwer­den lin­dern. Die men­thol­hal­ti­gen Blät­ter sol­len außer­dem Kei­me abtö­ten, daher kann der Tee auch bei Ent­zün­dun­gen der Schleim­häu­te im Bereich der Atem­we­ge ganz gut hel­fen. Gene­rell gilt aber: Sind Beschwer­den und Krank­heits­sym­pto­me aus­ge­prägt, hält Fie­ber über län­ge­re Zeit an oder steigt über 39 Grad, dann ist ein Arzt­be­such ange­sagt.

Wor­auf soll­te man bei der Zube­rei­tung von Arz­nei­tees ach­ten?

Damit die Tees rich­tig wir­ken kön­nen, kommt es auf die rich­ti­ge Zube­rei­tung an. Kräu­ter­tees soll­ten unbe­dingt mit spru­delnd kochen­dem Was­ser auf­ge­gos­sen wer­den und zuge­deckt min­de­stens fünf Minu­ten lang zie­hen. Die Her­stel­ler machen dies­be­züg­lich aber auch eige­ne Anga­ben zur Anwen­dung auf der Ver­packung. Schleim­hal­ti­ge Pflan­zen wie Mal­ve, zum Bei­spiel, oder Eibisch oder Spitz­we­ge­rich wer­den in kal­tes Was­ser gelegt. Wur­zeln, wie Ing­wer oder Rin­den, müs­sen lan­ge gekö­chelt wer­den.

Inter­net-Tipp:
Unter www​.gesund​heits​ma​na​ger​.aok​.de, Such­be­griff „Heil­pflan­zen“ (The­ma: Trin­ken Sie sich gesund), gibt es wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Arz­nei­tees und Rezep­te für Tee­mi­schun­gen.

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