Baye­ri­sches Innen­mi­ni­ste­ri­um unter­stützt Posi­ti­on der Stadt Bay­reuth

In der Dis­kus­si­on um aus­rei­chen­de Brücken­hö­hen bei den Elek­tri­fi­zie­rungs­vor­ha­ben im ober­frän­ki­schen Schie­nen­ver­kehr

Der Baye­ri­sche Innen- und Ver­kehrs­mi­ni­ster Joa­chim Herr­mann setzt sich für aus­rei­chen­de Brücken­hö­hen bei den Elek­tri­fi­zie­rungs­vor­ha­ben in Ober­fran­ken ein. Er unter­stützt damit die Posi­ti­on der Stadt Bay­reuth.

Der Frei­staat Bay­ern for­dert vom Bun­des­ver­kehrs­mi­ni­ste­ri­um eine vor­aus­schau­en­de Brücken­pla­nung bei allen Elek­tri­fi­zie­rungs­vor­ha­ben der näch­sten 20 Jah­re. Er unter­stützt damit erneut die Argu­men­ta­ti­on der Stadt Bay­reuth, die auf eine rasch zu elek­tri­fi­zie­ren­de Bahn­an­bin­dung abzielt. Dies geht aus zwei Ant­wort­schrei­ben von Staats­mi­ni­ster Joa­chim Herr­mann an Ober­bür­ger­mei­ste­rin Bri­git­te Merk-Erbe her­vor, die sich in die­ser Ange­le­gen­heit an den Mini­ster gewandt hat­te.

Die Elek­tri­fi­zie­rung der Strecken­ab­schnit­te Schnabelwaid–Bayreuth und Bayreuth–Lichtenfels/Hof als Teil der Ober­fran­ken-Ach­se wird der­zeit durch eine unkla­re Finan­zie­rungs­re­ge­lung für erhöh­te Bahn­brücken erschwert. Die Mehr­ko­sten für höhe­re, elek­tri­fi­zie­rungs­taug­li­che Bahn­brücken wer­den so lan­ge nicht vom Bund über­nom­men, bis die Elek­tri­fi­zie­rungs­maß­nah­me fest im vor­dring­li­chen Bedarf des Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans 2030 ver­an­kert wird. Für Vor­ha­ben, die ledig­lich als „poten­zi­el­ler Bedarf“ ein­ge­stuft wer­den, gibt es kei­ne ein­deu­ti­ge Finan­zie­rungs­re­ge­lung.

Dies gilt für die Brücken der Orts­um­ge­hung von Unter­stein­ach über die Ober­fran­ken-Ach­se Bamberg/Coburg–Bayreuth/Hof, wes­halb die­se nicht mit der erfor­der­li­chen Höhe gebaut wer­den kön­nen. Eine ähn­li­che Pro­ble­ma­tik ist bei wei­te­ren geplan­ten Orts­um­ge­hun­gen im Ver­lauf der Ober­fran­ken-Ach­se sowie bei der Stra­ßen­brücke in Schna­bel­waid über die Fran­ken-Sach­sen-Magi­stra­le mit der Abzwei­gung nach Bay­reuth zu erwar­ten.

Staats­mi­ni­ster Herr­mann möch­te die­ses Pro­blem dahin­ge­hend gelöst wis­sen, dass auch bei Bahn­strecken, für die eine Elek­tri­fi­zie­rung über den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan 2030 hin­aus in den näch­sten 20 Jah­ren wahr­schein­lich ist, die Mehr­ko­sten für höhe­re Brücken vom Bund finan­ziert wer­den.

„Das wäre eine grund­sätz­li­che und sehr prag­ma­ti­sche Lösung, wich­tig für die anste­hen­den Brücken­bau­maß­nah­men in Ober­fran­ken“, unter­stützt Ober­bür­ger­mei­ste­rin Bri­git­te Merk-Erbe die­se For­de­rung. Über­dies befür­wor­tet sie die von Bay­ern initi­ier­te Ver­ein­ba­rung im Koali­ti­ons­ver­trag, wonach ein zusätz­li­ches Elek­tri­fi­zie­rungs­pro­gramm des Bun­des zur beschleu­nig­ten Elek­tri­fi­zie­rung des Strecken­net­zes der Bahn füh­ren soll.

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