Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg stellt Modell­pro­jekt Lade­ver­bund Fran­ken+ in Ber­lin vor

Andreas Starke, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg und Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst, Wirtschaftsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg, Markus Rützel, Koordinator des Ladeverbunds Franken+ (Solid GmbH)
Andreas Starke, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg und Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst, Wirtschaftsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg, Markus Rützel, Koordinator des Ladeverbunds Franken+ (Solid GmbH)

Wie gestal­ten wir die Mobi­li­tät der Zukunft? Und wel­che Her­aus­for­de­run­gen brin­gen stei­gen­de Pend­ler­zah­len, begrenz­te Flä­chen oder bela­ste­te Schie­nen und Stra­ßen­net­ze in Bal­lungs­räu­men mit sich? Die­sen Fra­gen gin­gen Ver­tre­ter aus Metro­pol­re­gio­nen, For­schungs­ein­rich­tun­gen und Mini­ste­ri­en bei einer Fach­ver­an­stal­tung des Initia­tiv­krei­ses der Euro­päi­schen Metro­pol­re­gio­nen in Deutsch­land (IKM) und des Bun­des­in­sti­tuts für Bau, Stadt und Raum­for­schung (BBSR) am Don­ners­tag, 22. Febru­ar 2018, in Ber­lin nach. „Neue Lebens­ent­wür­fe und tech­no­lo­gi­scher Wan­del ver­än­dern die Mobi­li­tät in beson­de­rem Maße“, sagt Andre­as Star­ke, Rats­vor­sit­zen­der der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg und Ober­bür­ger­mei­ster der Stadt Bam­berg. „Um uns die­sen Her­aus­for­de­run­gen zu stel­len, müs­sen wir Mobi­li­tät über den Maß­stab von Kom­mu­nen hin­aus, in grö­ße­ren über­re­gio­na­len Ver­flech­tungs­räu­men, wie in Metro­pol­re­gio­nen, den­ken.“

Unter dem Titel „Metro­pol­re­gio­nen gestal­ten die Mobi­li­tät von mor­gen“ wur­den Best-Prac­ti­ce Bei­spie­le aus deut­schen Metro­pol­re­gio­nen her­an­ge­zo­gen, so zum Bei­spiel der Lade­ver­bund Fran­ken+ der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg. „Für den Erfolg von Elek­tro­mo­bi­li­tät ist der Aus­bau einer flä­chen­decken­den und nut­zer­freund­li­chen Ladein­fra­struk­tur grund­le­gend“, betont Rai­ner Klee­dör­fer, fach­li­cher Spre­cher des Forums Kli­ma­schutz und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg und Pro­ku­rist beim Nürn­ber­ger Ener­gie­ver­sor­ger N‑ERGIE Akti­en­ge­sell­schaft. „Der Lade­ver­bund Fran­ken+ setzt genau hier an und bün­delt die Ange­bo­te von rund 50 kom­mu­na­len und regio­na­len Ener­gie­ver­sor­gern. Das Gesamt­sy­stem erhöht so den Akti­ons­ra­di­us der Elek­tro­fahr­zeu­ge und trägt zu mehr CO2frei gefah­re­nen Kilo­me­tern in der Metro­pol­re­gi­on bei.“

Der 2012 gegrün­de­te Lade­ver­bund umfasst mitt­ler­wei­le knapp 200 öffent­li­che Lade­säu­len in Nord­bay­ern und in Tei­len Baden-Würt­tem­bergs. Damit gehört das Netz­werk zu den zehn Größ­ten in Deutsch­land. Der Strom wird durch Erneu­er­ba­re Ener­gien bereit­ge­stellt. Für die Orga­ni­sa­ti­on des Ver­bunds ist die Solid GmbH zustän­dig. Der Koor­di­na­tor des Lade­ver­bunds, Mar­kus Rüt­zel, stell­te in Ber­lin das Ver­bund­kon­zept vor und beton­te dabei: „Der Lade­ver­bund Fran­ken+ greift das Hen­ne-Ei-Pro­blem der Elek­tro­mo­bi­li­tät auf ohne Lade­sta­tio­nen kei­ne Elek­tro­au­tos und ohne Elek­tro­au­tos kei­ne Lade­säu­len. In der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg hat man sich des­halb zu einem star­ken Ver­bund zusam­men­ge­tan, um gemein­sam dem End­ver­brau­cher ein attrak­ti­ves Lade­säu­len­netz anbie­ten zu kön­nen.“ Dem Ver­bund gehö­ren der­zeit rund 50 Mit­glie­der aus der kom­mu­na­len und regio­na­len Ener­gie­ver­sor­gung an.

Das Ladein­fra­struk­tur­netz ist beson­ders attrak­tiv, da es über ein­heit­li­che Stan­dards ver­fügt. Es ist so kon­zi­piert, dass es sowohl für klei­ne Gemein­de­wer­ke, als auch für gro­ße regio­na­le Ener­gie­ver­sor­ger glei­cher­ma­ßen gut ein­setz­bar ist. So ist es nicht erstaun­lich, dass der Ver­bund ste­tig wächst und neue Lade­sta­tio­nen ans Netz gehen. Am Anfang stand die Idee von vier Ener­gie­ver­sor­gern aus der Metro­pol­re­gi­on, sich in Sachen Elek­tro­mo­bi­li­tät zusam­men­zu­schlie­ßen. Einer der Mit­in­itia­to­ren des Ver­bund­pro­jek­tes war die N‑ERGIE Akti­en­ge­sell­schaft, die als stark in Nord­bay­ern ver­tre­te­ner Ener­gie­ver­sor­ger ein Zei­chen für Elek­tro­mo­bi­li­tät in der Regi­on set­zen woll­te. So ent­stand der Impuls zu einem part­ner­schaft­li­chen Stadt-Land-Ver­bund, der flä­chen­decken­des Fah­ren mit Elek­tro­au­tos ermög­li­chen soll.

Der Zugang zu den Lade­säu­len des Lade­ver­bunds Fran­ken+ erfolgt per SMS. Kun­den von Strom­an­bie­tern des Lade­ver­bunds kön­nen nach ein­ma­li­ger Regi­strie­rung von einem ermä­ßig­ten Tarif beim Laden mit SMS-Zugang im gesam­ten Gebiet der Metro­pol­re­gi­on pro­fi­tie­ren. Zusätz­lich kön­nen an den Lade­säu­len auch die Apps und RFID-Medi­en koope­rie­ren­der Fahr­strom­an­bie­ter genutzt wer­den. Aus­kunft über die Stand­or­te der Lade­säu­len gibt der Lade­säu­len­fin­der auf www​.lade​ver​bund​-fran​ken​plus​.de. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Lade­ver­bund Fran­ken+ fin­den Sie unter www​.solid​.de/​l​a​d​e​v​e​r​b​u​n​d​-​f​r​a​n​ken.

Ver­kehrs­po­li­ti­sche Per­spek­ti­ven und inno­va­ti­ve Lösun­gen sind auch The­ma beim Mobi­li­täts­kon­gress der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg. Am 26. April 2018 kom­men Wirt­schafts­ver­tre­ter und Kom­mu­nen zusam­men, um gemein­sam die Mobi­li­täts­wen­de zu gestal­ten und Fra­gen der Mobi­li­tät von mor­gen zu dis­ku­tie­ren. Ver­an­stal­tet wird der Kon­gress unter Feder­füh­rung des Forums Ver­kehr und Pla­nung der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg gemein­sam mit der Kom­pe­tenz­in­itia­ti­ve Cen­ter for Trans­por­ta­ti­on and Logi­stics Neu­er Adler (CNA e.V.). Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie unter www.mobilitätskongress.de. Auch die Anmel­dung ist bereits online mög­lich.

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