Jugendliche verüben zahlreiche Straftaten – Festnahme in Hamburg

LKR. LICHTENFELS / THÜRINGEN / HAMBURG. Erhebliche Straftaten verübten in den letzten Tagen mehrere Jugendliche in der Region und im benachbarten Thüringen. Letztendlich erfolgte am Mittwochmorgen ihre Festnahme in Hamburg. Dort waren sie mit einem in Thüringen geraubten Fahrzeug in eine Kontrolle geraten. Die zentralen Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Coburg.

Zunächst stiegen am vergangenen Wochenende Unbekannte in eine Gaststätte in Redwitz a.d. Rodach ein und entwendeten dort neben Werkzeugen auch einen Zigarettenautomaten. Unweit des Tatortes brachen sie diesen mit brachialer Gewalt auf und entnahmen daraus Zigaretten. Den Automaten fand am Samstagmorgen ein Spaziergänger und verständigte die Polizei.

Am Sonnntagabend drangen Unbekannte in ein Wohnhaus in Marktgraitz ein und nahmen dort einen Fahrzeugschlüssel an sich und flüchteten mit dem VW Touran der Hausbesitzerin. Dieser Wagen brannte am frühen Montagmorgen im benachbarten Burkersdorf im Landkreis Kronach vollständig aus. Hierbei entstand Sachschaden in Höhe von 8.000 Euro. Mit einer aus dem Fahrzeug entwendeten EC-Karte hoben Unbekannte von verschiedenen Bankautomaten in der Region zudem 2.000 Euro ab.

Im Zuge der geführten Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass für die Straftaten vermutlich vier Jugendliche aus Bamberg sowie dem östlichen Hessen verantwortlich sind. Allerdings war das Quartett bereits untergetaucht.

Festnahme in Hamburg

Am frühen Mittwochmorgen konnten die vier Jugendlichen dann in Hamburg vorläufig festgenommen werden. Sie waren in einem Auto unterwegs, welches sie am Vorabend im thüringischen Heilbad Heiligenstadt raubten. Dort zwangen sie den Besitzer des Wagens am Bahnhof unter Vorhalt einer täuschend echt aussehenden Schusswaffe zur Herausgabe seiner Fahrzeugschlüssel. Anschließend flüchteten die Jugendlichen mit dem roten VW Polo. Bei der Festnahme konnten Hamburger Polizeibeamte die Waffe sicherstellen.

Gegen den 16-Jährigen lag ein Haftbefehl vor, da er im Februar nicht zu seiner Gerichtsverhandlung erschien. Die weiteren strafmündigen Tatverdächtigen müssen sich nun strafrechtlich verantworten. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Coburg dauern an.