Marianische Herren- und Bürgersodalität bei St. Jakobus in Bamberg feiert 400-jähriges Jubiläum

Erzbischof Schick: „Christliche Bürgervereine sind so nötig wie das tägliche Brot“

Bürgervereine seien heute wichtiger denn je – das hat Erzbischof Schick zum 400. Geburtstag der „Marianischen Herren- und Bürgersodalität bei St. Jakobus Bamberg“ hervorgehoben. „Bürgersodalitäten dürfen nicht sterben, sondern müssen sich neu aufstellen.“ Er wünsche sich, dass auch junge Christen die Sodalitäten wiederentdecken und Mitglieder werden.

Neu und fundamental stünde immer wieder die Frage im Raum, was unsere Gegenwart und Zukunft, unser Heute und unser Leben morgen bestimmen soll, so Erzbischof Schick. Gerade heute seien deswegen christliche Bürgervereine so nötig wie das tägliche Brot. „Wir brauchen Frauen und Männer, die sich in den Stadtparlamenten und Gemeindevertretungen, in der Landes- und Bundesregierung als Christen einsetzen. Wir haben viel zu Wenige davon.“

Bürgervereine habe es seit Beginn der Kirchengeschichte gegeben, führte der Bamberger Oberhirte aus. „Das waren Krankenvereine, die Gut-Tod-Bruderschaften, welche sich um Sterbende kümmerten, Tote beerdigten und Trauernde trösteten oder auch die Feuerwehren.“ Immer hätten sich Frauen und Männer zusammengetan, die aus christlichem Geist die Bürgerschaft zu einer christlichen Gemeinschaft formen wollten, zu einer Bürgerschaft, die aus dem Geist der Gottes- und Nächstenliebe lebt, Jesus Christus als ihren ersten und wichtigsten Bezugspunkt betrachtet und die Gottesmutter Maria verehrt. „Für diese christlichen Bürger sind die Zehn Gebote, die Gebote der Kirche und die Werke der Barmherzigkeit das Fundament des Lebens.“

So solle der 400. Geburtstag des Bürgervereins dazu beitragen, „dass wir, die christlichen Bürger, angesprochen durch Jesus Christus und gestärkt durch die Bürgersodalität, dazu beitragen, dass unsere Stadt eine christliche bleibt.“