Thea­ter­pro­duk­ti­on “KON­TAK­TE” in der Jahn­hal­le Bai­ers­dorf

Lie­be per Inter­net – Heu­tig, frech und modern …

Er, Ende vier­zig, frisch geschie­den, geht auf Kon­takt­su­che im Inter­net. Die erste Ver­ab­re­dung ist ganz anders als erwar­tet: Die Dame gibt ihm unver­blümt zu ver­ste­hen, dass sie ihn für einen humor­lo­sen Wasch­lap­pen hält. Also gibt er sich beim zwei­ten Anlauf dyna­mi­scher, doch dum­mer­wei­se läuft dann die zwei­te Bewer­be­rin wei­nend davon. Auch sei­ne näch­sten bei­den Ver­su­che gehen schief, obwohl er immer stra­te­gi­scher denkt und vor­sich­ti­ger agiert, bemüht, einen gewin­nen­den Ein­druck zu machen. Das ersehn­te Glück kommt zuletzt – nur viel­leicht – ganz zufäl­lig und unge­plant daher.

Vier­ein­halb Erst­be­geg­nun­gen, geprägt von Befan­gen­heit, Miss­ver­ständ­nis­sen, Humor und Lebens­weis­hei­ten, bei denen der anpas­sungs­wil­li­ge Held nach­ein­an­der mit fünf gegen­sätz­li­chen Frau­en­ty­pen kon­fron­tiert wird, die von einer ein­zi­gen, wand­lungs­fä­hi­gen Schau­spie­le­rin gespielt wer­den.

Die Tat­sa­che, dass tau­sen­de von Men­schen unter Kon­takt­an­zei­gen annon­cie­ren und jede Annon­ce im Durch­schnitt vier­zig Zuschrif­ten erhält, zeugt von der Reduk­ti­on unmit­tel­ba­rer Kom­mu­ni­ka­ti­on und der dar­aus resul­tie­ren­den Ver­ein­sa­mung. So trifft hier ein eher “schüch­ter­ner” Herr auf eine “lebens­fro­he” Dame – und erlebt sein blau­es Wun­der.

Dem Tüch­ti­gen gehört die Welt – aber sonst auch nichts. Kar­rie­re und Erfolgs­stre­ben ist man­chem wich­ti­ger als mensch­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on. Und für die Part­ner­su­che gibt’s die Kon­takt­an­zei­gen. Schon bei der “ersten Begeg­nung” kann man sich dann gegen­sei­tig von sei­nen beruf­li­chen Erfol­gen vor­schwär­men – und sich alles ande­re erspa­ren.

Wenn man einen Men­schen ken­nen­ler­nen will, muß man ihn ver­ste­hen, sich ein­füh­len, sich iden­ti­fi­zie­ren. Leu­te, die sich über Kon­takt­an­zei­gen ken­nen­ler­nen, soll­ten schon bei der “ersten Begeg­nung” damit begin­nen. Mög­li­cher­wei­se ist die zwei­te Begeg­nung dann – gar nicht mehr nötig.

Der Münch­ner Thea­ter- und Film­star Pas­cal Breu­er und die u.a. durch Sturm der Lie­be, Mari­en­hof oder als Sän­ge­rin bekann­te Judith Hil­de­brandt spie­len die unglei­chen Paa­re ….

KON­TAK­TE

4 1/2 Bemü­hun­gen – Spä­te­res Glück nicht aus­ge­schlos­sen

  • Tur­bu­len­te Komö­die von Syl­via Hoff­man
  • Mit Judith Hil­de­brandt und Pas­cal Breu­er
  • Regie: Seba­sti­an Goder
  • Eine Auf­füh­rung der Thea­ter­gast­spie­le Fürth
  • Frei­tag, 23. März 2018 – 20 Uhr
  • Bai­ers­dorf, Jahn­hal­le (Jahn­stra­ße 11)

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