„Ent­wick­lungs­agen­tur Fai­re Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg“ zum Aus­bau des Fai­ren Han­dels nimmt Arbeit auf

Ralf Mützel, Leiter des Amtes für Nachhaltigkeitsförderung der Stadt Neumarkt, Marina Malter, Projektmanagerin Entwicklungsagentur Faire Metropolregion Nürnberg, Dr. Roland Oeser, Bürgermeister der Stadt Schwabach und Sprecher des Initiativkreises Faire Metropolregion, Mareike Grytz, Projektmanagerin Entwicklungsagentur Faire Metropolregion Nürnberg sowie der Sprecher des Initiativkreises Faire Metropolregion und Eine Welt-Promotor Mittel- und Oberfranken West, Frank Braun.
Ralf Mützel, Leiter des Amtes für Nachhaltigkeitsförderung der Stadt Neumarkt, Marina Malter, Projektmanagerin Entwicklungsagentur Faire Metropolregion Nürnberg, Dr. Roland Oeser, Bürgermeister der Stadt Schwabach und Sprecher des Initiativkreises Faire Metropolregion, Mareike Grytz, Projektmanagerin Entwicklungsagentur Faire Metropolregion Nürnberg sowie der Sprecher des Initiativkreises Faire Metropolregion und Eine Welt-Promotor Mittel- und Oberfranken West, Frank Braun.

Nach der Aus­zeich­nung zur ersten Euro­päi­schen Metro­pol­re­gi­on Deutsch­lands mit dem Fairtra­de-Sie­gel im ver­gan­ge­nen Jahr, star­tet die Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg nun mit einer För­de­rung von rund 460.000 Euro in die ope­ra­ti­ve Pha­se des Pro­jek­tes Fai­re Metro­pol­re­gi­on. Beim Tref­fen des Initia­tiv­krei­ses Fai­re Metro­pol­re­gi­on, das im Rah­men des Bio­Fach-Begleit­mes­se Stadt­Land­Bio in der Nürn­berg­Mes­se statt­fand, wur­de am Frei­tag, 16. Febru­ar 2018, der Start­schuss für die „Ent­wick­lungs­agen­tur Fai­re Metro­pol­re­gi­on“ gege­ben. Ziel der Ent­wick­lungs­agen­tur ist es, in zwei Jah­ren Pro­jekt­lauf­zeit bis 2019 den Fai­ren Han­del in der öffent­li­chen Beschaf­fung vor­an zu brin­gen. Die Ent­wick­lungs­agen­tur wird daher vor allem Kom­mu­nen in der Metro­pol­re­gi­on in Sachen nach­hal­ti­ge Beschaf­fung beraten.

„Nach der Aus­zeich­nung zur Fairtra­de-Regi­on ist dies nun der näch­ste logi­sche Schritt in unse­ren Bemü­hun­gen um eine fai­re und nach­hal­ti­ge Gesell­schaft“, so Tho­mas Thu­mann, poli­ti­scher Spre­cher des Forums Kli­ma­schutz und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung und Ober­bür­ger­mei­ster der Stadt Neu­markt. „Der Anteil an fair gehan­del­ten Pro­duk­ten ist bis­lang gering. Wenn man bedenkt, dass die Nach­fra­ge der öffent­li­chen Hand ein Volu­men von rund 350 Mrd. € jähr­lich und damit ca. 13 % des deut­schen BIP umfasst, ist das ein star­ker Hebel. Wir wol­len unse­rer Ver­ant­wor­tung gerecht wer­den, indem wir den Anteil an fair gehan­del­ten Pro­duk­ten in unse­rer Regi­on erhö­hen. Eine zen­tra­le Auf­ga­be im Pro­jekt ist auch die Eta­blie­rung eines Fairtra­de-Gip­fels, der die wich­tig­sten Akteu­re und Mul­ti­pli­ka­to­ren im Bereich Fai­rer Han­del groß­räu­mig ein­lädt und an einen Tisch bringt.“

Die Haupt­auf­ga­be der Ent­wick­lungs­agen­tur wird sowohl Netz­werk­ar­beit, als auch die Bera-tung bestehen­der und die Gewin­nung neu­er Fairtra­de-Kom­mu­nen sein. Zwei Pro­jekt­ma­na­ger, die in der Geschäfts­stel­le der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg und im Amt für Nach­hal­tig­keits­för­de­rung der Stadt Neu­markt ange­sie­delt wer­den, bera­ten Kom­mu­nen, bie­ten Fort­bil­dun­gen für kom­mu­na­le Mit­ar­bei­ter an und wer­den den Erfah­rungs­aus­tausch gewähr­lei­sten. In der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg arbei­ten zahl­rei­che Kom­mu­nen schon heu­te pro­fes­sio­nell an Stra­te­gien zu einer fai­ren Beschaf­fung. Kon­kre­te Pro­duk­te sind bei­spiels­wei­se Arbeits­klei­dung, Kon­fe­renz­ver­pfle­gung, Sport­ge­rä­te und Bau­ma­te­ria­li­en wie Natur­stei­ne. So hat bei­spiels­wei­se Lan­gen­zenn fair pro­du­zier­te Bau­hof­klei­dung und Feu­er­wehr­uni­for­men bestellt, der Land­kreis Nürn­ber­ger Land stat­tet sei­ne Schu­len mit Fairtra­de-Fuß­bäl­len aus und alle 40 Fairtra­de-Städ­te der Metro­pol­re­gi­on bie­ten bei öffent­li­chen Sit­zun­gen fair gehan­del­ten Kaf­fee an. Hier sind bei der öffent­li­chen Ver­ga­be recht­li­che Rah­men­be­din­gun­gen zu beach­ten. Die Ent­wick­lungs­agen­tur Fai­re Metro­pol­re­gi­on wird hier Infor­ma­ti­on, Erfah­rungs­aus­tausch und Hand­rei­chun­gen für Kom­mu­nen erarbeiten.

Dar­über hin­aus soll auch das öffent­li­che Bewusst­sein für den Fai­ren Han­del gestärkt und das Enga­ge­ment der Metro­pol­re­gi­on nach außen getra­gen wer­den. „Geplant sind die Ein­rich­tung einer Web­site mit guten Bei­spie­len sowie Auf­trit­te bei öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen und eine Wan­der­aus­stel­lung durch die Metro­pol­re­gi­on. Mit der Ansied­lung des Pro­jekts in der Geschäfts­stel­le der Metro­pol­re­gi­on stel­len wir die Ver­bin­dung zum Bei­spiel zur Regio­nal­kam­pa­gne Ori­gi­nal Regio­nal und zu den Öko­mo­dell­re­gio­nen sicher. Dadurch kön­nen wir den Drei­klang fair, bio und regio­nal eta­blie­ren“, erläu­tert Dr. Chri­sta Stan­decker, Geschäfts­füh­re­rin der Metro­pol­re­gi­on Nürnberg.

Die För­der­gel­der für die Ein­rich­tung der Ent­wick­lungs­agen­tur in der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg stam­men aus Mit­teln des Bun­des­mi­ni­ste­ri­ums für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) und wer­den durch die Enga­ge­ment Glo­bal GmbH für zwei Jah­re bereit­ge­stellt. „Die enor­me Dich­te von Fairtra­de-Towns, pri­va­ter und kirch­li­cher Initia­ti­ven in der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg ist ein­ma­lig“, begrün­det Micha­el Mar­we­de, Abtei­lungs­lei­ter bei der Ser­vice­stel­le Kom­mu­nen in der Einen Welt (SKEW) von Enga­ge­ment Glo­bal, die För­de­rung der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg. „Die erste deut­sche Fairtra­de-Metro­pol­re­gi­on hat das Poten­ti­al bun­des­wei­te Impul­se zum Aus­bau des Fai­ren Han­dels zu set­zen und somit auch ande­ren Regio­nen als Modell­re­gi­on Vor­bild zu sein.“