Kli­ni­kum Bay­reuth: Kopf­ki­no mit Rudi und Rudi

Der große Rudi (Ziegler) und der kleine Rudi gehen auf Tour: Sie fotografieren für Patientinnen und Patienten der Palliativstation der Klinikum Bayreuth GmbH.
Der große Rudi (Ziegler) und der kleine Rudi gehen auf Tour: Sie fotografieren für Patientinnen und Patienten der Palliativstation der Klinikum Bayreuth GmbH.

Rudi, die Stoff­maus, und Rudi, der Foto­graf, brin­gen schwer­kran­ke Pati­en­ten an ihre Lieb­lings­or­te zurück

Foto­graf Rudi Zieg­ler und die Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH, die Bay­reu­ther Hospiz­stif­tung und die Fir­ma Sigi­k­id star­ten eine gemein­sa­me Akti­on. Sie soll Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten an Orte erin­nern, die sie mögen und an denen sie sich wohl­ge­fühlt haben. Posi­ti­ves Kopf­ki­no für schwer kran­ke Men­schen.

So ent­stand die Idee: Rudi Zieg­ler hat zum Jah­res­wech­sel eine Foto­se­rie mit Natur­auf­nah­men gemacht. „Für alle, die gera­de nicht kön­nen, dür­fen oder wol­len.“ Die Reso­nanz auf die Ver­öf­fent­li­chung der Fotos auf sei­ner Inter­net­sei­te und auf Face­book war über­wäl­ti­gend. Auf den Bil­dern war auch ein Mas­kott­chen zu sehen, der „Rudi“ – eine Stoff­maus der Fir­ma Sigi­k­id. Auf Face­book haben die bei­den Rudis seit­her eine Fan­ge­mein­de.

Rudi Zieg­ler hat wei­ter­ge­dacht. Er ist ehren­amt­lich in der Hospiz­be­we­gung tätig und weiß, dass es für schwer und schwerst­kran­ke Men­schen Orte gibt, an denen sie ger­ne waren, die sie aber mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit nicht mehr besu­chen kön­nen. Die­sen Men­schen, die im Kli­ni­kum auf der Pal­lia­tiv­sta­ti­on betreut wer­den, möch­te Rudi Zieg­ler „posi­ti­ves Kopf­ki­no“ schen­ken. In Form eines Foto­buchs. Er fährt also an die­sen Ort und foto­gra­fiert – ehren­amt­lich übri­gens. Und der Mini-Rudi soll auf dem einen oder ande­ren Foto mit drauf sein.
Ärz­te und Pfle­ge­kräf­te der Pal­lia­tiv­sta­ti­on hören gut zu, wenn ihre Pati­en­ten erzäh­len. Wenn in Zukunft also ein Pati­ent berich­tet, dass er so ger­ne in der Frän­ki­schen Schweiz oder im Fich­tel­ge­bir­ge gewe­sen, geben sie Rudi Zieg­ler einen Tipp. Und macht sich im Umkreis von 50 Kilo­me­tern rund um Bay­reuth auf den Weg. Ein paar Tage spä­ter bekommt der Pati­ent, des­sen Daten selbst­ver­ständ­lich nicht an den Foto­gra­fen wei­ter­ge­ge­ben wer­den, einen klei­nen Geschenk­korb. Mit einem Foto­buch, einem Stoff-Rudi und einem Mit­bring­sel, viel­leicht einem Stein, einer Blu­me oder einem Blatt.

Die Fir­ma Sigi­k­id stellt die Stoff­mäu­se zur Ver­fü­gung. Die Bay­reu­ther Hospiz­stif­tung trägt die Kosten für die Foto­bü­cher. Und Foto­graf Rudi Zieg­ler bekommt – nichts. Weil er dafür kei­nen Lohn will. „Das Pro­jekt ist mir ein Anlie­gen“, sagt er.

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