Kli­nik­fu­si­on Eber­mann­stadt – Forch­heim beschlos­se­ne Sache

Ein lan­ger Weg führt end­lich zum Ziel: Kli­nik­fu­si­on im Land­kreis Forch­heim!

Uwe Kirschstein und Hermann Ulm schneiden die "Hochzeitstorte" an

Uwe Kirsch­stein und Her­mann Ulm schnei­den die “Hoch­zeits­tor­te” an

Wett­be­werb zur Namens­ge­bung

Beschlos­se­ne Sache ist ab sofort die Fusi­on zwi­schen den bei­den Kli­ni­ken im Land­kreis Forch­heim, dem Kli­ni­kum Forch­heim der Ver­ei­nig­ten Pfründ­ner­stif­tun­gen in Forch­heim und der Kli­nik Frän­ki­sche Schweiz gGmbH in Eber­mann­stadt. Die­se „Ver­lo­bung“ wird am 01. Janu­ar 2019 in eine „Hoch­zeit“ der bei­den Kli­ni­ken mün­den, so beschlos­sen es gestern der Forch­hei­mer Stadt­rat und der Kreis­tag des Land­krei­ses Forch­heim in einer histo­ri­schen gemein­sa­men Sit­zung im Kol­ping­haus in Forch­heim.

Ziel der Fusi­on ist die nach­hal­ti­ge Sicher­stel­lung der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung für die Bevöl­ke­rung des Land­krei­ses sowie der Stadt Forch­heim. Beson­ders wich­tig ist es den Ver­tre­tern der bei­den Kom­mu­nen, Land­rat Dr. Her­mann Ulm und Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein, das bis­he­ri­ge Ver­sor­gungs­spek­trum des neu­en gemein­sa­men Kran­ken­hau­ses zu erhal­ten und aus­zu­bau­en. Lang­fri­stig wer­de damit der Erhalt der Arbeits­plät­ze sowie die Wett­be­werbs­fä­hig­keit durch Bereit­stel­lung der erfor­der­li­chen Inve­sti­ti­ons­mit­tel gewähr­lei­stet.

Land­rat Dr. Ulm beton­te: „Ein lan­ger Weg führt aus der Ver­gan­gen­heit in die Gegen­wart, und heu­te sind wir bei­sam­men, um die Zukunft zu gestal­ten. Schon ein histo­ri­scher Moment! Es wird eine gute Sache, da bin ich mir sicher!“ Auch Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Kirsch­stein sprach von einer Ver­an­stal­tung, „die wir sicher nicht so schnell ver­ges­sen wer­den! Ich freue mich ins­be­son­de­re für die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der bei­den Kli­nik­be­trie­be, die nun Pla­nungs­si­cher­heit haben für ihre beruf­li­che und pri­va­te Zukunft!“

Im Detail:

Die Kli­nik Frän­ki­sche Schweiz gGmbH mit Sitz in Eber­mann­stadt ist eine Betei­li­gung des Land­krei­ses in Pri­vat­rechts­form, das Kli­ni­kum Forch­heim ein Eigen­be­trieb der Ver­ei­nig­ten Pfründ­ner­stif­tun­gen, deren Ver­wal­te­rin die Stadt Forch­heim ist. Land­kreis und Stif­tung haben nun beschlos­sen, eine gemein­sa­me Kran­ken­haus­ge­sell­schaft zu errich­ten und ihre Kran­ken­häu­ser, das Alten und Pfle­ge­heim sowie ihre Ser­vice­be­rei­che zu einem Haus mit zwei Stand­or­ten zusam­men­zu­füh­ren.

Im Auf­sichts­rat sit­zen 20 Mit­glie­der, Land­rat und Ober­bür­ger­mei­ster, jeweils 7 Stadt und Kreis­rä­te sowie zwei exter­ne Sach­ver­stän­di­ge und zwei Per­so­nal­ver­tre­ter.

Das Stamm­ka­pi­tal wird von bei­den Gesell­schaf­tern je zur Hälf­te bei­gebracht, künf­ti­ge Inve­sti­tio­nen gemein­sam finan­ziert. Die Immo­bi­li­en blei­ben wei­ter­hin im Besitz von Stadt bzw. Land­kreis. Bei­de Gesell­schaf­ter stel­len durch unter­schied­lich hohe Ein­zah­lun­gen die Liqui­di­tät der neu­en Gesell­schaft sicher und glei­chen so die Wert­dif­fe­renz zwi­schen den bei­den Häu­sern aus. Der Land­kreis über­nimmt für 10 Jah­re den Aus­gleich der Ver­lu­ste der Gesell­schaft bis zu einer Ober­gren­ze von 10 Mio. Euro. Der Zeit­raum die­ser Aus­gleichs­pflicht ver­län­gert sich um 5 Jah­re, sofern die Ober­gren­ze von 10 Mio. Euro bis zum 31.12.2033 nicht erreicht wird.

Den Mit­ar­bei­tern bei­der Kli­ni­ken sol­len kei­ne arbeits und tarif­recht­li­chen Nach­tei­le ent­ste­hen: Betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen wer­den für zwei Jah­re aus­ge­schlos­sen.

Mit den zustän­di­gen Behör­den wur­de bereits abge­stimmt, dass das Kli­ni­kum Forch­heim und das Kran­ken­haus Frän­ki­sche Schweiz nach Wirk­sam­wer­den des Zusam­men­schlus­ses ein Kran­ken­haus im Sin­ne des Lan­des­kran­ken­haus­plans sein wer­den („gemein­sa­mes Kran­ken­haus“).

Zur Histo­rie:

Gesprä­che über eine Zusam­men­ar­beit der bei­den Kli­ni­ken im Land­kreis Forch­heim gibt es offi­zi­ell schon seit 2005. Auf Grund­la­ge eines neu erstell­ten Medi­zin­kon­zepts hat­ten Kreis­tag und Stadt­rat 2014 beschlos­sen, eine Fusio­nie­rung der bei­den Häu­ser anzu­stre­ben, und eine Arbeits­grup­pe mit der Aus­ar­bei­tung eines Kon­zepts und den Ver­hand­lun­gen beauf­tragt. Die Arbeits­grup­pe setz­te sich aus Ver­tre­tern der kom­mu­na­len Gre­mi­en, der Gebiets­kör­per­schaf­ten sowie der Kli­nik­ge­schäfts­füh­rer und Juri­sten zusam­men. Zusam­men mit der Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft Cura­con wur­de ein Fusi­ons­plan erar­bei­tet. In Abstim­mung mit den kom­mu­na­len Gre­mi­en und den Ver­tre­tern der Mit­ar­bei­ter­schaft bei­der Kli­ni­ken wur­den die ent­spre­chen­den Ver­trä­ge vor­be­rei­tet, die nun in einer gemein­sa­men Sit­zung von Kreis­tag und Stadt­rat mit gro­ßer Mehr­heit gebil­ligt wur­den.

Der Wett­be­werb:

Noch namen­los ist die neue Kran­ken­haus­ge­sell­schaft – Ein Wett­be­werb soll Abhil­fe schaf­fen

Im Rah­men eines öffent­li­chen Wett­be­werbs sind alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Stadt und Land­kreis Forch­heim und ins­be­son­de­re die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der bei­den Kli­ni­ken dazu auf­ge­ru­fen, dem „Kind“ einen Namen zu geben.

Jeder, der sich betei­li­gen möch­te, kann sei­nen Vor­schlag bis zum Ein­sen­de­schluss am 31. März schrift­lich unter dem Stich­wort „Kli­nik­fu­si­on“ an eine der fol­gen­den Adres­sen schicken:

  • Stadt Forch­heim
    Abtei­lung Cor­po­ra­te Com­mu­ni­ca­ti­on
    Schulstraße1
    91301 Forch­heim
  • Land­kreis Forch­heim
    Pres­se­stel­le
    Am Strecker­platz 3
    91301 Forch­heim

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