Volks­ent­scheid Fahr­rad Ber­lin gra­tu­liert Bam­berg

Erster Rad­ent­scheid in Deutsch­land erfolg­reich: Bam­berg wird Fahr­rad­stadt!

Heu­te hat der Bam­ber­ger Stadt­rat die sie­ben zuläs­si­gen Zie­le der Initia­ti­ve Rad­ent­scheid Bam­berg ange­nom­men und ein zusätz­li­ches Maß­nah­men­pa­ket für bes­se­re Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur ver­ab­schie­det. Damit ist der Bam­ber­ger Rad­ent­scheid die erste erfolg­rei­che Initia­ti­ve die­ser Art im Bun­des­ge­biet.

Die Initia­ti­ve Rad­ent­scheid Bam­berg trat im Früh­jahr 2016 mit zehn Zie­len für eine ver­bes­ser­te Fahr­rad­in­fra­struk­tur ihrer Stadt an die Öffent­lich­keit, die sich an die Zie­le des Volks­ent­scheids Fahr­rad in Ber­lin anlehn­ten. Akti­ve aus dem Ber­li­ner Rad­ent­scheid unter­stütz­ten die Initia­ti­ve in Bam­berg von Beginn an. Mit dem Beschluss des Stadt­rats ist der Bam­ber­ger Rad­ent­scheid der Erste bun­des­weit, der einen par­la­men­ta­ri­schen Beschluss mit kon­kre­ten Maß­nah­men, Zeit­plä­nen und Bud­gets erreicht hat. Ber­lin wird mit dem auf das Rad­ge­setz des Volks­ent­scheid Fahr­rad auf­bau­en­den Mobi­li­täts­ge­setz im Früh­jahr fol­gen.

“Herz­li­che Glück­wün­sche an die Bam­ber­ger Initia­ti­ve und die gan­ze Stadt. Bam­berg ist der Beweis, dass die städ­ti­sche Ver­kehrs­wen­de aus der Bevöl­ke­rung her­aus ange­sto­ßen wer­den kann und muss, weil die eigent­li­chen Ver­ant­wort­li­chen in der Poli­tik das nicht hin­krie­gen. Bam­berg ist bei­spiel­ge­bend. Wir wis­sen von einer Rei­he von Städ­ten aller Grö­ßen, in denen sich der­zeit wei­te­re zivil­ge­sell­schaf­lti­che Initia­ti­ven for­mie­ren und sind uns sicher: In den kom­men­den Mona­ten wird die Bewe­gung noch wei­ter um sich grei­fen’, so Sina Arndt, Refe­ren­tin für die bun­des­wei­te Koor­di­na­ti­on bei Chan­ging Cities, dem Trä­ger­ver­ein des Volks­ent­scheid Fahr­rad in Ber­lin.

Nach der erfolg­rei­chen Unter­schrif­ten­samm­lung im Früh­jahr 2017 trat die Bam­ber­ger Initia­ti­ve in einen lang­wie­ri­gen Ver­hand­lungs­pro­zess mit dem Ober­bür­ger­mei­ster der Stadt, Andre­as Star­ke, ein. Nach­dem die­ser Anfang Janu­ar 2018 das erziel­te Ver­hand­lungs­er­geb­nis noch­mals in Fra­ge stell­te, streb­te die Initia­ti­ve eigent­lich die Durch­füh­rung des Bür­ger­ent­scheids im März 2018 an. Durch mas­si­ve Unter­stüt­zung und Soli­da­ri­tät aus dem gan­zen Bun­des­ge­biet mit dem Rad­ent­scheid Bam­berg lenk­te Star­ke letzt­lich ein und ließ eine ent­spre­chen­de Vor­la­ge für die heu­ti­ge Gemein­de­rats­sit­zung fer­ti­gen.

“Der Ober­bür­ger­mei­ster hat erkannt, dass er den Bür­ger­ent­scheid ver­lie­ren wür­de. Deutsch­land­weit wol­len fast 80 Pro­zent der Men­schen eine Stadt­ent­wick­lung, die Alter­na­ti­ven zum Auto stärkt. Nur durch sein Ein­len­ken konn­te er ein poli­ti­sches Desa­ster für rück­wärts­ge­wand­te und auto­zen­trier­te Stadt­ent­wick­lung noch abwen­den”, resü­miert Peter Feld­kamp, Umwelt­ex­per­te des Volks­ent­scheid Fahr­rad Ber­lin.

Wei­ter­füh­ren­de Links: Web­site des Rad­ent­scheids Bam­berg: http://​www​.rad​ent​scheid​-bam​berg​.de