Ernäh­rungs­team am Kli­ni­kum Forch­heim zer­ti­fi­ziert

Ernährungsteam am Klinikum Forchheim erhält Zertifikat: Waltraud Kröner, Dr. Elisabeth Dewald,Sabine Lamprecht, Petra Thomas, Sven Oelkers. Foto: Klinikum Forchheim
Ernährungsteam am Klinikum Forchheim erhält Zertifikat: Waltraud Kröner, Dr. Elisabeth Dewald,Sabine Lamprecht, Petra Thomas, Sven Oelkers. Foto: Klinikum Forchheim

Im Novem­ber 2017 nahm das Ernäh­rungs­team am Kli­ni­kum Forch­heim zum ersten Mal am welt­weit statt­fin­den­den „nut­ri­ti­on­Day“, einem Akti­ons­tag zu Erfas­sung ernäh­rungs­me­di­zi­ni­scher Situa­tio­nen in Kli­ni­ken und Pfle­ge­hei­men, teil und erhielt dafür von der ESPEN (Euro­pean Socie­ty of Par­en­te­ral and Ente­ral Nut­ri­ti­on) ein Zer­ti­fi­kat.

Die Behand­lung von Man­gel­er­näh­rung ist schon seit Jah­ren ein eta­blier­ter Schwer­punkt in Dia­gno­stik und The­ra­pie am Kli­ni­kum Forch­heim. Mit einer Prä­va­lenz von über 25% der sta­tio­när lie­gen­den Pati­en­ten stellt die Man­gel­er­näh­rung ein gleich­wer­tig rele­van­tes Pro­blem wie die Behand­lung von Über­ge­wicht / Adi­po­si­tas dar.

Die Ursa­chen für eine Man­gel­er­näh­rung sind kom­plex: schwer­wie­gen­de, meist chro­ni­sche Erkran­kun­gen wie z.B. Tumor­lei­den, Schlag­an­fäl­le mit Schluck­stö­run­gen, Demen­z­er­kran­kun­gen, füh­ren dazu, dass die Betrof­fe­nen men­gen­mä­ßig nicht mehr genü­gend Nah­rung zu sich neh­men, Gewicht ver­lie­ren und Mus­kel­mas­se abbau­en, was wie­der­um zu einer zuneh­men­den Schwä­che des Kör­pers und des Immun­sy­stems führt. Erschwe­rend kom­men dann noch Fak­to­ren wie Appe­tit­ver­lust, schlech­ter Zahn­sta­tus v.a. bei älte­ren Pati­en­ten, sozia­le Iso­la­ti­on oder eine nöti­ge, kom­ple­xe Medi­ka­men­ten­ein­nah­me u.a. hin­zu.

Die Fol­gen einer Man­gel­er­näh­rung für die Pati­en­ten sind schwer­wie­gend: signi­fi­kant erhöh­te Kom­pli­ka­ti­ons­ra­ten im The­ra­pie­ver­lauf der Grund­er­kran­kung, län­ge­re Lie­ge­dau­er im Kran­ken­haus, aber auch eine erhöh­te Rate für Leta­li­tät wur­de in Stu­di­en nach­ge­wie­sen. Um die­se Risi­ko­pa­ti­en­ten schnell und gezielt zu erfas­sen und die nöti­ge The­ra­pie ein­zu­lei­ten, gibt es am Kli­ni­kum Forch­heim schon seit Jah­ren ein eta­blier­tes Scree­ning-Ver­fah­ren bei sta­tio­nä­rer Auf­nah­me.

In der sich anschlie­ßen­den Ernäh­rungs­the­ra­pie für Risi­ko­pa­ti­en­ten arbei­ten Pfle­ge­kräf­te, Ärz­te, Kli­nik­kü­che und das Ernäh­rungs­team eng zusam­men, erstel­len Ernäh­rungs­plä­ne, spe­zi­el­le Kost­for­men wer­den ange­bo­ten, hoch­ka­lo­ri­sche Trink­nah­rung wird ein­ge­setzt, par­en­te­rale und ente­rale Ernäh­rung sind ein wei­te­rer Behand­lungs­schwer­punkt des Ernäh­rungs­teams.

Im inter­na­tio­na­len Ver­gleich schnitt das Kli­ni­kum Forch­heim mit sei­nen The­ra­pie­maß­nah­men der Man­gel­er­näh­rung über­durch­schnitt­lich gut ab, wie die Aus­wer­tung der klinik­ei­ge­nen Daten im Bench­mar­king ergab.

Das Ernäh­rungs­team am Kli­ni­kum Forch­heim:

  • Ober­ärz­tin Dr. Eli­sa­beth Dewald
    Inter­ni­stin, Dia­be­to­lo­gin, Ernäh­rungs­me­di­zin, Lei­tung des Ernäh­rungs­teams
  • Sabi­ne Lam­precht
    Ernäh­rungs­be­ra­te­rin DKL/DGE, Diät­as­si­sten­tin, Dia­be­tes­be­ra­te­rin DDG
  • Fran­zis­ka Fran­ke
    Diät­as­si­sten­tin
  • Petra Tho­mas
    Sekre­ta­ri­at

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