„Mehr Kies“ für 640 Bau­ar­bei­ter aus dem Kreis Forch­heim gefor­dert

Bau-Boom – Gewerk­schaft for­dert 6 Pro­zent mehr Lohn

Lohn-Plus für Mau­rer, Zim­me­rer, Stra­ßen­bau­er und Co. gefor­dert: Die rund 640 Bau­ar­bei­ter aus dem Land­kreis Forch­heim sol­len mehr Geld ver­die­nen. In der anste­hen­den Tarif­run­de ver­langt die IG Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) eine Lohn­er­hö­hung von sechs Pro­zent über zwölf Mona­te. Ein Fach­ar­bei­ter hät­te damit am Monats­en­de gut 200 Euro mehr auf dem Lohn­zet­tel, so die IG BAU Ober­fran­ken.

„In der Bau­wirt­schaft läuft es so gut wie seit Jah­ren nicht mehr. Die Auf­trags­bü­cher der Unter­neh­men sind prall gefüllt – oft kom­men sie mit dem Bau­en kaum hin­ter­her“, sagt Bezirks­vor­sit­zen­der Gerald Nick­las. Nach Anga­ben des Sta­ti­sti­schen Bun­des­amts ver­zeich­ne­te die Bran­che in den ersten neun Mona­ten des ver­gan­ge­nen Jah­res ein Umsatz-Plus von 5,7 Pro­zent gegen­über dem Ver­gleichs­zeit­raum des Vor­jah­res. Bereits für 2016 hat­te die Behör­de einen Rekord­um­satz von 107 Mil­li­ar­den Euro gemel­det.

Nick­las: „Es ist höch­ste Zeit, dass die Bau­ar­bei­ter, die den Bau-Boom erst mög­lich machen und ihren Betrie­ben mit stei­gen­den Umsät­zen Rekord­ge­win­ne besche­ren, davon auch etwas im eige­nen Porte­mon­naie mer­ken.“ So for­dert die IG BAU neben dem Lohn-Plus auch ein vol­les 13. Monats­ein­kom­men. Außer­dem sol­len Fir­men die Aus­bil­dungs­ko­sten kom­plett über­neh­men und die Fahrt zur Bau­stel­le als Arbeits­zeit ver­gü­ten. „Nur wenn die Bau­wirt­schaft bei den Arbeits­be­din­gun­gen attrak­ti­ver wird, kön­nen wir den Trend zum Fach­kräf­te­man­gel stop­pen und umkeh­ren“, so Gewerk­schaf­ter Nick­las. Die Tarif­ver­hand­lun­gen begin­nen am 7. Febru­ar in Wies­ba­den.

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