Tim Par­gent: “Wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung und Flä­chen­s­pa­ren ste­hen nicht im Wider­spruch!”

Zur Pres­se­mit­tei­lung der CSU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Gud­run Bren­del-Fischer vom 9.1.2018 erklärt der Grü­nen-Land­tags­kan­di­dat im Stimm­kreis Bay­reuth Tim Par­gent: „Die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung einer Regi­on kann auch flä­chen­s­pa­rend funk­tio­nie­ren, wenn Kom­mu­nen den Mut auf­brin­gen auf Innen­ent­wick­lung, Dorf­er­neue­rung und Leer­stands­ma­nage­ment zu set­zen. Lei­der wird oft der ein­fa­che Weg gewählt und auf Neu­bau- und Gewer­be­ge­bie­te auf der Grü­nen Wie­se gesetzt und dadurch wich­ti­ge Land­wirt­schafts- und Natur­flä­che ver­sie­gelt.“

Bren­del-Fischer hat­te vor dem Volks­be­geh­ren der Grü­nen gewarnt und argu­men­tiert, dass dadurch die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung in Ober­fran­ken gefähr­det sei. Doch wäh­rend im Zeit­raum von 1980 bis 2014 die Bevöl­ke­rung in Bay­ern nur um 15% gestie­gen ist, ist die Sied­lungs- und Ver­kehrs­flä­che im glei­chen Zeit­raum um gan­ze 49% gestie­gen. Gera­de in peri­phe­ren Räu­men Bay­erns lie­gen gro­ße Gewer­be­ge­bie­te bereits jetzt brach. Das Stand­ort-Infor­ma­ti­ons-System Bay­ern (SIS­BY) weist bei­spiels­wei­se für den Land­kreis Hof 408 ha freie Gewer­be­flä­chen aus (Stand 2017), womit der Land­kreis Hof in Bay­ern die dritt­mei­sten frei­en Gewer­be­flä­chen unge­nutzt vor­hält. Es ste­hen also jetzt bereits mehr als genug Flä­chen zur wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung in Bay­ern bereit. „In Bay­ern ver­schwin­den täg­lich über 13 ha Land unter Beton und Asphalt. Das ent­spricht der Flä­che von 18 Fuß­ball­fel­dern. Damit ist Bay­ern für die Hälf­te des gesam­ten Flä­chen­ver­brau­ches in Deutsch­land ver­ant­wort­lich. Mit dem Volks­be­geh­ren gegen Flä­chen­ver­sie­ge­lung wol­len wir hier eine Gren­ze von 5 ha ein­füh­ren und Anrei­ze zum flä­chen­s­pa­ren­den Bau­en set­zen“, erklärt Par­gent. Außer­dem mahnt er: „Ich rate Frau Bren­del-Fischer in Zukunft mit Zah­len zu argu­men­tie­ren und die Pres­se­be­rich­te auf­merk­sa­mer zu ver­fol­gen. Frau Bren­del-Fischer ver­dreht die Bericht­erstat­tung und legt den Grü­nen die fal­schen Wor­te in den Mund. Das Zitat, wonach Abwan­de­rungs­re­gio­nen den größ­ten Flä­chen­ver­brauch hät­ten, ist, wie das Bei­spiel Hof zeigt, inhalt­lich durch­aus nach­voll­zieh­bar. Es stammt aber tat­säch­lich aus dem Mund des BUND-Regio­nal­re­fe­ren­ten für Mit­tel- und Ober­fran­ken, Herrn Tom Konop­ka.“

Mit 46.000 Unter­schrif­ten wur­de die erste Stu­fe des Volks­be­geh­rens gegen Flä­chen­ver­sie­ge­lung bereits erreicht. Dazu sagt der Kreis­vor­sit­zen­de Tim Par­gent: „Ich freue mich, dass wir mit dem Volks­be­geh­ren einen Nerv der Bevöl­ke­rung getrof­fen haben.“ Das Volks­be­geh­ren wird zudem von der ÖDP, der Arbeits­ge­mein­schaft bäu­er­li­che Land­wirt­schaft und dem Lan­des­bund für Vogel­schutz unter­stützt. Am 9.1.2018 hat nun auch der Vor­stand des BUND Natur­schutz in Bay­ern (BN) sei­nen Gre­mi­en eine Unter­stüt­zung des Volks­be­geh­rens emp­foh­len. Damit es zum Volks­ent­scheid kommt, müs­sen sich nun im näch­sten Schritt 10% der wahl­be­rech­tig­ten Baye­rin­nen und Bay­ern ein­tra­gen.

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