Amts­wech­sel an der Spit­ze der Baye­ri­schen Lan­des­ju­stiz­kas­se in Bam­berg

Bay­erns Justiz­mi­ni­ster Bausback ver­ab­schie­det Wolf­gang Reb­han und führt Peter Hof­mann in sein neu­es Amt ein

Bay­erns Justiz­mi­ni­ster Prof. Dr. Win­fried Bausback voll­zieht heu­te in Bam­berg den Amts­wech­sel an der Spit­ze der Baye­ri­schen Lan­des­ju­stiz­kas­se. Bei einem Fest­akt führt er Rechts­pfle­ge­di­rek­tor Peter Hof­mann offi­zi­ell in sein neu­es Amt als Lei­ter der Lan­des­ju­stiz­kas­se Bam­berg ein. Zugleich ver­ab­schie­det er Rechts­pfle­ge­di­rek­tor Wolf­gang Reb­han in den Ruhe­stand. Bausback: “Ich freue mich sehr, heu­te zwei Per­sön­lich­kei­ten zu ehren, die zusam­men auf rund 80 Jah­re Justi­zer­fah­rung zurück­blicken kön­nen. Bei Ihnen bei­den war und ist auch in Zukunft die Lan­des­ju­stiz­kas­se in den besten Hän­den.” Im Rah­men sei­ner Fest­re­de spricht Bausback dem bis­he­ri­gen Lei­ter Reb­han sei­nen Dank für die gelei­ste­te Arbeit aus: “Sie haben die Lan­des­ju­stiz­kas­se durch Ihre her­aus­ra­gen­de Arbeit und Ihre aus­ge­präg­te Füh­rungs­kom­pe­tenz in beson­de­rer Wei­se geprägt und maß­geb­lich dazu bei­getra­gen, den Bestand der Lan­des­ju­stiz­kas­se dau­er­haft zu sichern. Es ist zu einem ganz wesent­li­chen Teil auf Ihre exzel­len­te Arbeit zurück­zu­füh­ren, dass die Lan­des­ju­stiz­kas­se nicht nur inner­halb der baye­ri­schen Justiz, son­dern deutsch­land­weit einen aus­ge­zeich­ne­ten Ruf genießt.”

An den neu­en Lei­ter der Lan­des­ju­stiz­kas­se Hof­mann gewandt, bemerkt Bausback: “Sie sind die Ide­al­be­set­zung für die Stel­le als Kas­sen­lei­ter. Ich bin abso­lut davon über­zeugt, dass Sie sich in Ihrem neu­en Amt ganz her­vor­ra­gend machen wer­den. Denn Sie brin­gen alles mit, was man für die­se Posi­ti­on braucht: Kom­pe­tenz, Cha­rak­ter und Füh­rungs­stär­ke. Ich wün­sche Ihnen für Ihre neue Arbeit nur das Beste und das Quänt­chen Glück, das man braucht, um solch eine gro­ße Dienst­stel­le gut zu füh­ren!”

Abschlie­ßend dankt Bausback auch den rund 150 Mit­ar­bei­tern der Lan­des­ju­stiz­kas­se für Ihren uner­müd­li­chen Ein­satz und Ihre Arbeit: “Sie alle tra­gen dazu bei, dass die Lan­des­ju­stiz­kas­se eine wich­ti­ge Ein­rich­tung inner­halb der baye­ri­schen Justiz ist und bleibt!”

Wolf­gang Reb­han (64 Jah­re) absol­vier­te von 1977 bis 1980 den Vor­be­rei­tungs­dienst für Rechts­pfle­ger beim Amts­ge­richt Bam­berg. Anschlie­ßend war er als Rechts­pfle­ger, Urkunds und Kosten­be­am­ter bei den Amts­ge­rich­ten Obern­burg am Main und Haß­furt sowie beim Land­ge­richt Bam­berg tätig. 1985 wur­de Reb­han an die Staats­an­walt­schaft beim Ober­lan­des­ge­richt Bam­berg ver­setzt. Nach drei Jah­ren am Ober­lan­des­ge­richt Bam­berg kam er im Jah­re 1994 als Geschäfts­lei­ter zur Staats­an­walt­schaft am Land­ge­richt Bam­berg. Schließ­lich wech­sel­te Reb­han 1999 zur Lan­des­ju­stiz­kas­se. Dort war er zunächst Lei­ter der Sach­ge­bie­te Voll­streckung und Buch­füh­rung sowie Stell­ver­tre­ter des Kas­sen­lei­ters, bevor er am 1. Juli 2008 zum Lei­ter der Lan­des­ju­stiz­kas­se bestellt wur­de.

Peter Hof­mann (59 Jah­re) begann sei­ne Justiz­kar­rie­re 1978 eben­falls als Rechts­pfle­ger­an­wär­ter beim Amts­ge­richt Bam­berg. Anschlie­ßend war er von 1981 bis 1984 als Rechts­pfle­ger am Amts­ge­richt Haß­furt tätig, bevor er etwa zwei Jah­re für die Ober­ju­stiz­kas­se Bam­berg arbei­te­te. Ein Wech­sel zum Ober­lan­des­ge­richt Bam­berg folg­te, 1987 wur­de Hof­mann dort zum haupt­amt­li­chen Aus­bil­dungs­lei­ter für Justi­zas­si­stent, Rechts­pfle­ger­an­wär­ter und Gerichts­voll­zie­her­be­wer­ber bestellt. 1999 wur­de er Geschäfts­lei­ter der Staats­an­walt­schaft am Land­ge­richt Bam­berg. Schließ­lich kam er 2008 zur Lan­des­ju­stiz­kas­se, wo er zum Lei­ter des Sach­ge­biets Buch­füh­rung und zum Ver­tre­ter des Kas­sen­lei­ters bestimmt wur­de. Seit dem 1. Janu­ar 2018 lei­tet er die Lan­des­ju­stiz­kas­se. Er ist zudem Vor­sit­zen­der des Ver­bands Baye­ri­scher Rechts­pfle­ger e. V.

Hin­ter­grund: Die 1991 errich­te­te Lan­des­ju­stiz­kas­se Bam­berg ist für Ein und Aus­zah­lun­gen der Gerich­te, Staats­an­walt­schaf­ten und Justiz­voll­zugs­an­stal­ten der baye­ri­schen Justiz zustän­dig. Hier­un­ter fal­len Ein­nah­men aus Geld­bu­ßen und Geld­stra­fen. Der Lan­des­ju­stiz­kas­se obliegt zudem die Ein­zie­hung öffent­lich­recht­li­cher Gerichts­ko­sten­for­de­run­gen. Zudem nimmt sie Auf­ga­ben nach dem Hin­ter­le­gungs­ge­setz wahr. Die Ein­nah­men belau­fen sich jähr­lich auf ca. eine Mil­li­ar­de Euro.

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