Jugendsymphonieorchester Oberfranken sucht Junge Musiktalente

Jugendsymphonieorchester mit Dirigent Till Fabian Weser bei der Probenphase im Jahr 2017
Jugendsymphonieorchester mit Dirigent Till Fabian Weser bei der Probenphase im Jahr 2017

Highlights der Konzertliteratur verspricht Till Fabian Weser, Dirigent des Jugendsymphonieorchesters Oberfranken (JSO), für die Auftritte des Klangkörpers Ende März und Anfang April in Naila, Coburg und Stegaurach. Neben der Nussknacker-Suite von Peter Iljitsch Tschaikowsky stehen das Oboenkonzert C-Dur KV 314 von Wolfgang Amadeus Mozart sowie die 8. Symphonie von Anton Dvorák auf dem Programm. Noch haben junge Leute zwischen 14 und 21 Jahren die Chance, im Orchester mitzuspielen. Bewerbungsschluss ist der 25. Januar.

Till Fabian Weser spricht von einem traditionellem Programm, das wunderbar zusammenpasst. Warum sollte der „Nussknacker“ immer nur an Weihnachten gespielt werden, so der Dirigent, der das Stück seiner 15-jährigen Tochter widmet. Sie mag die Komposition ganz besonders und spielt selbst zum wiederholten Mal als Geigerin im Orchester mit. Tschaikowsky und Dvorak harmonieren besonders gut, sagt Till Fabian Weser, nach der 9. Symphonie zu seinem Einstand beim JSO im Jahr 2013 hatte er deshalb für heuer die 8. Symphonie aufs Programm gesetzt.

Bleibt noch das Oboenkonzert von Mozart. Dafür konnte der Dirigent den jungen Solisten Robert Schina aus Bayreuth gewinnen. Der 19-Jährige studiert am Royal College of Music in London. Er war in den zurückliegenden Jahren nicht nur im Bayerischen Landesjugendorchester aktiv, sondern wirkte auch schon im Jugendsymphonieorchester Oberfranken mit. „Das Stück ist technisch gut zu realisieren, aber musikalisch sehr anspruchsvoll“, sagt Till Fabian Weser. Nicht nur für den Solisten, auch für die Streicher sei es ein großartiges Werk, um viele Aspekte des Zusammenspiels zu erlernen.

Till Fabian Weser leitet das Jugendsymphonieorchester Oberfranken seit 2013, im „Hauptberuf“ spielt er die Trompete bei den Bamberger Symphonikern. Der 52-Jährige bezeichnet das JSO gerne auch als Talentschmiede für junge Musiker aus allen Teilen Oberfrankens und würdigt das herausragende Engagement des Bezirks, das in dieser Form bayernweit einmalig sei.

„Das Jugendsymphonieorchester steht im Zentrum der Arbeit unserer Internationalen Musikbegegnungsstätte Haus Marteau“, sagt der oberfränkische Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler. „Ich bin sehr froh, dass wir mit Till Fabian Weser einen so außergewöhnlichen Dirigenten haben”, so Denzler. Das Jugendsymphonieorchester Oberfranken wurde 1984 von dem Dirigenten und Musikpädagogen Professor Dr. Günther Weiß gegründet. Weitere Dirigenten waren Howard Golden und Raoul Grüneis.

Die Arbeitsphase beginnt diesmal am Samstag, 24. März im Schullandheim von Weißenstadt (Landkreis Wunsiedel). Dort werden nicht nur die ersten Proben stattfinden, auch die Nachwuchsmusiker sind dort bis zum Karfreitag untergebracht. Der Großteil der Tutti-Proben findet dann im Kurhotel von Weißenstadt statt. Dort wird am Karfreitag auch die öffentliche Generalprobe über die Bühne gehen, ehe die kleine Orchestertournee durch Oberfranken startet.

Weitere Information und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es im Internet unter www.jso-oberfranken.de. Die Teilnahmegebühr beträgt 190 Euro, Geschwister zahlen jeweils 130 Euro. Unterkunft und Verpflegung im Schullandheim Weißenstadt sind inklusive.

Konzerte des Jugendsymphonieorchesters Oberfranken 2018

  • Karsamstag, 31. März, 18 Uhr, Frankenhalle Naila
  • Ostersonntag, 1. April, 17:30 Uhr, Kongresshaus Rosengarten Coburg
  • Ostermontag, 2. April, 17:30 Uhr, Aurachtalhalle Stegaurach

Schreibe einen Kommentar