Uni­ver­si­tät Bam­berg lädt zu expe­ri­men­tel­lem Film­abend ein

Wie lodernde Flammenzungen muten die städtischen Lichtspiegelungen auf der Wasseroberfläche des Mains an, die Felix Lenz in seinem Film „Gleich um die Ecke“ einfängt. Quelle: Felix Lenz
Wie lodernde Flammenzungen muten die städtischen Lichtspiegelungen auf der Wasseroberfläche des Mains an, die Felix Lenz in seinem Film „Gleich um die Ecke“ einfängt. Quelle: Felix Lenz

Der Main im Farb­rausch

In den Wei­ten des Welt­alls setzt Regis­seur Stan­ley Kubrick in sei­nem berühm­ten Werk „2001 – Odys­see im Welt­raum“ Figur und Publi­kum einem außer­ir­di­schen Farb­rausch aus. Dr. Felix Lenz, Fil­me­ma­cher und wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter am Lehr­stuhl für Lite­ra­tur und Medi­en an der Uni­ver­si­tät Bam­berg, fin­det hyp­no­ti­sie­ren­de Farb­mu­ster nicht erst im Welt­all, son­dern hier auf Erden und in näch­ster Nähe: auf der Was­ser­ober­flä­che des Mains. Im Rah­men der Rei­he „Film in der Uni­ver­si­tät“ prä­sen­tiert er am Diens­tag, den 9. Janu­ar 2018, sei­nen neu­en Expe­ri­men­tal­film „Gleich um die Ecke“ in Bam­berg.

Brü­chi­ge Spie­ge­lun­gen, beweg­te Form­spie­le und zucken­de Farb­li­ni­en – die Strö­mung des Mains trägt die Groß­stadt­lich­ter Frank­furts auf viel­fäl­ti­ge Wei­se wei­ter. Felix Lenz ent­deckt mit sei­ner Kame­ra ein sich ste­tig wan­deln­des Schau­spiel. Von der Nacht bis zum Mor­gen zeigt der 70-minü­ti­ge Film beglei­tet von einer musi­ka­li­schen Ori­gi­nal­kom­po­si­ti­on Micha­el Böl­ters den Fluss als Lein­wand für Schat­ten- und Licht­spie­le, Flam­men­mee­re und rhyth­mi­sche Farb­ex­zes­se. „Dabei trifft die Spät­mo­der­ne in ihrer urba­nen Aus­prä­gung auf das ewi­ge Ele­ment Was­ser. Des­sen Ober­flä­che wird von der all­ge­gen­wär­ti­gen Reiz­über­flu­tung ein­ge­nom­men, wan­delt die Licht- und Farb­si­gna­le aber zugleich in eine eige­ne Ästhe­tik um“, so der Regis­seur. Für sein künst­le­ri­sches Schaf­fen wur­de Felix Lenz im Janu­ar 2017 mit dem 1. Bre­mer Nach­wuchs­film­preis aus­ge­zeich­net.

Die öffent­li­che Ver­an­stal­tung beginnt um 20.40 Uhr im Licht­spiel­ki­no, Unte­re Königs­stra­ße 34. Der Ein­tritt beträgt regu­lär sie­ben, für Stu­die­ren­de fünf Euro. Ein ein­füh­ren­der Foto­vor­trag des Regis­seurs und eine abschlie­ßen­de Fra­ge­run­de ergän­zen die Film­vor­füh­rung. Orga­ni­siert wird die Ver­an­stal­tung von Prof. Dr. Jörn Gla­sen­app, Inha­ber des Lehr­stuhls für Lite­ra­tur und Medi­en, der in regel­mä­ßi­gen Abstän­den Film­schaf­fen­de für Vor­füh­run­gen, Dis­kus­sio­nen und Tagun­gen an die Uni­ver­si­tät Bam­berg holt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Ver­an­stal­tung fin­den Sie hier:

www​.uni​-bam​berg​.de/​g​e​r​m​-​l​i​t​-​m​e​d​i​e​n​/​n​e​w​s​-​l​i​t​e​r​a​t​u​r​-​u​n​d​-​m​e​d​ien

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