Sai­son­start 2018 im Deut­schen Kame­ra­mu­se­um mit Kunst­aus­stel­lung und Super-8-Digi­ta­li­sie­rungs­ak­ti­on

Schon von außen präsentiert sich das Kameramuseum in Plech seit Herbst 2017 wie “runderneuert”: Die Außenanlagen wurden großzügig erweitert, ein breiter Fußwege zur Mehrzweckhalle verbindet den Eingang des Gebäudes mit dem neuen Außenaufzug. Und auch im Innern hat sich viel getan. Die Besucher werden sich davon beim “Tag der offenen Tür” am Sonntag, 4. Februar, bei freiem Eintritt überzeugen können. Fotos: Deutsches Kameramuseum
Schon von außen präsentiert sich das Kameramuseum in Plech seit Herbst 2017 wie “runderneuert”: Die Außenanlagen wurden großzügig erweitert, ein breiter Fußwege zur Mehrzweckhalle verbindet den Eingang des Gebäudes mit dem neuen Außenaufzug. Und auch im Innern hat sich viel getan. Die Besucher werden sich davon beim “Tag der offenen Tür” am Sonntag, 4. Februar, bei freiem Eintritt überzeugen können. Fotos: Deutsches Kameramuseum

Bil­der vom „Kar­ne­val in Vene­dig“ sowie Super-8-Film­di­gi­ta­li­sie­rung

Nach mehr als halb­jäh­ri­ger Schlie­ßung infol­ge umfang­rei­cher Bau­ar­bei­ten und der Neu­ge­stal­tung des Kame­ra­saals star­tet das Deut­sche Kame­ra­mu­se­um in Plech am Sonn­tag, 4. Febru­ar 2018 mit einem „Tag der offe­nen Tür“ bei frei­em Ein­tritt für Jeder­mann in die neue Sai­son. Die Ver­nis­sa­ge zur Aus­stel­lung „Kar­ne­val in Vene­dig“ mit Repor­ta­ge­fo­tos von Muse­ums­lei­ter Kurt Tau­ber sowie Acryl­ge­mäl­den des frän­ki­schen Künst­lers und Vene­dig-Ken­ners Heinz Volk gibt um 11 Uhr den offi­zi­el­len Start­schuss.

Bis 17 Uhr kön­nen sich die Besu­cher dann im Muse­um umse­hen und die vie­len neu­en Expo­na­te im reno­vier­ten Kame­ra­saal erkun­den: Die Zahl der Vitri­nen wur­de deut­lich erhöht, so dass ab sofort statt der bis­her 1.000 Foto­ap­pa­ra­ten über 1.200 Kame­ras prä­sen­tiert wer­den kön­nen. Die in die Jah­re gekom­me­nen Fen­ster wur­den aus­ge­tauscht, die Heiz­kör­per wur­den erneu­ert, die fle­xi­bel erwei­ter­ba­re Elek­tro­in­stal­la­ti­on trägt den neu­en Mög­lich­kei­ten zur Vitri­nen­be­leuch­tung Rech­nung. Die Vor­ar­bei­ten die­nen auch der Instal­la­ti­on neu­er Siche­rungs­sy­ste­me.

Neu­er Außen­auf­zug

Am auf­fäl­lig­sten hat sich das Muse­um außen ver­än­dert: Ein ver­gla­ster Lift ermög­licht künf­tig auch Geh­be­hin­der­ten und Roll­stuhl­fah­rern die Besich­ti­gung der Muse­ums­räu­me, die Außen­an­la­gen wur­den kom­plett erneu­ert, neue Fuß­we­ge ver­kür­zen die Strecke zum Ein­gang der an das Schul­ge­bäu­de anschlie­ßen­den Mehr­zweck­hal­le, in der am Sonn­tag, 3. Juni 2018, von 10 bis 15 Uhr die 3. Ple­cher Foto- und Film­bör­se statt­fin­den wird, für die bereits vor einem hal­ben Jahr die ersten Anmel­dun­gen ein­gin­gen. Ein Zei­chen, dass die­se Ver­an­stal­tungs-Per­le sich inzwi­schen in Nord­bay­ern eta­bliert hat.

Neu­er Lager­raum

Innen hat sich eben­falls eine Men­ge getan: Das Trep­pen­haus wur­de bis ganz nach oben unters Dach weiß getüncht, die grü­ne Far­be der Sech­zi­ger Jah­re ist ver­schwun­den. Ganz oben wur­de der über 25 Meter lan­ge Raum unter der Dach­schrä­ge aus­ge­räumt und für die Auf­nah­me wei­te­rer Tau­sen­de von Samm­lungs­stücken vor­be­rei­tet. Das wird die Haupt­ar­beit für 2018 sein, die­sen Raum auch wirk­lich nutz­bar zu machen.

Neue WC-Anla­gen

Im Muse­um selbst bot das sel­be Zuschuss­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung, das schon den bar­rie­re­frei­en Zugang mit­tels Auf­zug ermög­lich­te, die Chan­ce, die in die Jah­re gekom­me­nen und vor allem für Schü­ler aus­ge­leg­ten sani­tä­ren Anla­gen zu erneu­ern und auf den neue­sten Stand zu brin­gen – inklu­si­ve einer roll­stuhl­ge­rech­ten, geräu­mi­gen WC-Kabi­ne mit extra brei­tem Zugang. Das Muse­um ist jetzt kom­plett bar­rie­re­frei zu besich­ti­gen und zu besu­chen.

Neu­es Film­ver­gnü­gen

Eine bewähr­te Attrak­ti­on beim „Tag der offe­nen Tür“ – übri­gens mit frei­em Ein­tritt für alle Gäste – stellt sicher wie­der die Digi­ta­li­sie­rungs­ak­ti­on für Super-8-Fil­me dar, die schon bei den Foto­ta­gen im Früh­jahr auf gro­ßes Inter­es­se gesto­ßen war: Der Film­freund kann bei der Digi­ta­li­sie­rung dabei sein, sei­nen Film dabei wäh­rend der Über­spie­lung mit modern­ster Tech­nik auf dem Moni­tor betrach­ten und anschlie­ßend gleich Ori­gi­nal und DVD mit nach Hau­se neh­men. Wer dafür kei­ne Zeit hat, gibt den Film ab und holt ihn nach Ter­min­ver­ein­ba­rung an einem spä­te­ren Sonn­tag wie­der ab oder lässt ihn sich zuschicken. Wer noch unschlüs­sig ist, kann sich ein­fach mal unver­bind­lich die Tech­nik erklä­ren las­sen.

Der Muse­ums-Shop hat natür­lich eben­falls geöff­net und hält eine Men­ge attrak­ti­ver und gün­sti­ger Ange­bo­te an Foto­ge­rä­ten feil und wer möch­te, kann sei­ne mit­ge­brach­ten Kame­ra-Pre­tio­sen durch die Muse­ums­fach­leu­te kosten­los schät­zen las­sen.

Neue Kar­ne­val-Sicht­wei­sen

Um 11 Uhr beginnt auch – pas­send zur Jah­res­zeit – die Ver­nis­sa­ge zur Kunst­aus­stel­lung “Kar­ne­val in Vene­dig” mit Auf­nah­men des lang­jäh­ri­gen Jour­na­li­sten und Foto­gra­fen Kurt Tau­ber vom bun­ten Trei­ben auf dem Mar­kus­platz. Flan­kiert wird die Foto­aus­stel­lung von der Prä­sen­ta­ti­on von Acryl­ge­mäl­den zum The­ma “Kar­ne­val in Vene­dig” von Heinz Volk, der 1995 mit Eli­sa­beth und Kurt Tau­ber im Auf­trag der Peg­nit­zer Gale­rie Tau­ber in Vene­dig war und spä­ter die rund 550 Fotos aus den Kame­ras von Kurt Tau­ber als Erin­ne­rungs­stüt­ze für sei­ne Vene­dig-Bil­der nutz­te.

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