Mobiles BIOTechnikum in Forchheim

Großer Forschungstruck in Forchheim: An der Georg-Hartmann-Realschule lädt das BIOTechnikum zum Experimentieren ein

Vom 10. bis 12. Januar 2018 zeigt die Initiative BIOTechnikum des Bundesforschungsministeriums an der Georg-Hartmann-Realschule in Forchheim eine interaktive Ausstellung zur Biotechnologie. Im Labor des doppelstöckigen Ausstellungsfahrzeugs können angemeldete Schulklassen praxisnah experimentieren und mit den begleitenden Wissenschaftlern über berufliche Perspektiven ins Gespräch kommen. Während der „Offenen Tür“ am Freitag von 12.35 bis 13.45 Uhr sind alle interessierten Bürger, Eltern und Schüler eingeladen. Der Eintritt ist frei.

  • Wann: Mittwoch bis Freitag, 10. bis 12.01.2018
  • Wo: Georg-Hartmann-Realschule, Pestalozzistraße 2, 91301 Forchheim

Wirksame Medikamente, moderne Werkstoffe für die Industrie oder einfache Dinge des täglichen Lebens wie Nahrungs- und Waschmittel – das sind Produkte, bei denen kaum jemand an die Biotechnologie denkt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zeigt das mobile Labor der Initiative BIOTechnikum beim Tour-Stopp in Forchheim, dass biotechnische Methoden inzwischen aber in viel mehr Branchen zum Einsatz kommen als den meisten Menschen bewusst ist.

Schülerinnen und Schüler, die wissen wollen, was genau die Biotechnologie überhaupt ist, wie in einem Labor gearbeitet wird und in welchen Branchen sich gute Karrierechancen bieten, können sich von Mittwoch bis Freitag, 10. bis 12. Januar 2018, informieren. Das mobile BIOTechnikum ist dann auf dem Schulhof der Georg-Hartmann-Realschule (Pestalozzistraße 2) zu Gast.

„Biotechnologie zum Anfassen“ für Nachwuchsforscher

Unter dem Motto „Erlebnis Forschung“ eröffnet der auffällige Biotech-Truck auf zwei Ebenen leicht verständliche Einblicke in die Biotechnologie und damit auf Bestandteile und Vorgänge des Lebens, die aufgrund ihres winzigen Maßstabs meist im Verborgenen ablaufen. Gezeigt wird, welche Bedeutung der lebenswissenschaftlichen Forschung schon heute in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Umwelt zukommt und welche Chancen der Fortschritt auf diesem Gebiet für die Zukunft verspricht.

Im mobilen Ausstellungs- und Experimentierraum arbeiten angemeldete Schulklassen mit Zentrifugen, Pipetten und anderen professionellen Laborgeräten. Erst Laborluft schnuppern können die Schülerinnen und Schüler, wenn sie aus Milch, Salz und einem Enzym selbst Käse herstellen. Welche Wirkung das Enzym Chymosin bei der Herstellung von Hartkäse hat, erforschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Praktikums „Protein-Pioniere“. Spannung pur gibt es bei den Bio-Technikern, die eine Hefe-Brennstoffzelle und eine Farbstoffsolarzelle bauen und in Betrieb nehmen. Um unsere DNA – den sogenannten „Faden des Lebens“ – geht es in zwei weiteren Praktika: Während die eine Schülergruppe Erbgut aus Bakterien extrahiert, erstellt die andere im „CSI:BIOTechnikum“ ihren eigenen genetischen Fingerabdruck aus dem Erbgut in ihrer Mundschleimhaut.

Wissen zum Mitnehmen: Die Offene Tür im BIOTechnikum

Neben angemeldeten Schulklassen sind auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Besuch im mobilen Labor eingeladen. Während der „Offenen Tür“ am Freitag, den 12. Januar 2018, von 12.35 bis 13.45 Uhr steht das BIOTechnikum auf dem Schulhof der Georg-Hartmann-Realschule allen Forschernaturen offen, die sich in der Ausstellung oder im Gespräch mit den Wissenschaftlerinnen Dr. Judith Flurer und Dr. Aline Anton informieren möchten. Die beiden Diplom-Biologinnen beantworten sowohl individuelle als auch allgemeine Fragen rund um die Forschungs- und Anwendungsgebiete im Bereich der Biotechnologie. Der Eintritt ist frei.

Entdecken, Staunen, Verstehen auf mehr als 100 Quadratmetern

Die mobile Erlebniswelt BIOTechnikum zeigt lehrreiche Einblicke in die Biotechnologie und ihre verwandten Disziplinen. Doch wie kann die medizinische Forschung dazu beitragen, Therapien in Zukunft wirksamer und zugleich nebenwirkungsärmer zu machen? Wie können Lebensmittel unsere Gesundheit positiv beeinflussen? Und welche Perspektiven stecken in der wirtschaftlichen Nutzung biologischer Rohstoffe? Antworten auf diese und viele andere Fragen erhalten Besucherinnen und Besucher im Erdgeschoss des BIOTechnikums anhand von Themendisplays, interaktiven Exponaten und Multimedia-Terminals.

Die Ausstellung befasst sich dabei mit ganz unterschiedlichen Fragen, die alle von großer Bedeutung für unsere Zukunft sind – so etwa die Entwicklung der individualisierten und regenerativen Medizin, die Erforschung von Volkskrankheiten, Innovationen im Bereich der Medizintechnik sowie die Sicherung weltweiter Nahrungssicherheit durch nachhaltige Agrarproduktion. Mit dem Multimedia-Lernspiel „Bodymover“ geht es auf eine spannende Reise durch menschliche und pflanzliche Organismen, bei der Besucher sich mittels Gestensteuerung durch Körperzellen bewegen und deren Bestandteile kennenlernen können. Wer sein Wissen auf den Prüfstand stellen will, dem bietet sich bei einem abschließenden Quiz eine gute Gelegenheit dazu.