Neu­jahrs­ge­dan­ken

Pfarrer Dr. Christian Fuchs

Pfar­rer Dr. Chri­sti­an Fuchs

Am Anfang sei­ner öffent­li­chen Wirk­sam­keit besuch­te Jesus den Got­tes­dienst. So emp­fiehlt es sich, jedes neue Jahr, jedes neue Pro­jekt mit einem Got­tes­dienst zu eröff­nen, um Kraft zu tan­ken, um zur Ruhe zu kom­men, um Got­tes Füh­rung zu erbit­ten. Wer den Segen Got­tes zurück­weist, der mag zuse­hen, wo er in dunk­len Stun­den Halt fin­det und dass er an son­ni­gen Tagen nicht über­mü­tig wird.

Jesus las aus der Hei­li­gen Schrift vor, wie es jedem jüdi­schen Mann zustand. Das Juden­tum war also eine sehr demo­kra­ti­sche Ver­ei­ni­gung . Ich wün­sche mir etwas von die­ser jüdi­schen Streit­kul­tur auch für uns heu­te. Wir soll­ten begrei­fen, dass lei­den­schaft­li­che Dis­kus­sio­nen ein Zei­chen von Rei­fe, nicht von Schwä­che sind.

Jesus las aus der Hei­li­gen Schrift und bezeich­ne­te sich selbst als Erfül­lung die­ser Ver­hei­ßung. Sei­ne Zuhö­rer ver­stan­den ihn nicht, schwank­ten zwi­schen Iro­nie und Wut. Man kann­te ihn doch, die­sen Zim­mer­manns­sohn. Wie soll­te die­ser Nach­bars­bub der Mes­si­as sein?

Genau­so den­ken die Leu­te unse­rer Zeit: etwas Tol­les will man erle­ben. Hau-Drauf-Typen, erfolg­rei­che Stars zählen.Doch Jesus tat damals kein Wun­der in sei­ner Hei­mat­stadt und heu­te augen­schein­lich auch nicht. Gott lässt sich eben nicht erpres­sen, lässt sich nicht von uns her­um­kom­man­die­ren; und so wie Jesus auf Ableh­nung traf, so belä­cheln vie­le Nach­barn und Arbeits­kol­le­gen ihre Mit­men­schen, wenn die sich offen zum Glau­ben beken­nen. Da gilt man schnell als Frömm­ler oder als Son­der­ling.

Wir aber dür­fen gewiss sein, dass unser Lebens­weg zwar manch­mal durch ein fin­ste­res Tal führt, aber doch mit jedem Tag näher an das Licht von Got­tes neu­er Welt.

Gott bewah­re Sie alle im neu­en Jahr vor Scha­den an Leib und Seel.

Wei­te­re Sonn­tags­ge­dan­ken

Pfar­rer Dr. Chri­sti­an Fuchs, www​.neu​stadt​-aisch​-evan​ge​lisch​.de

Infos zu Chri­sti­an Karl Fuchs:

  • geb. 04.01.66 in Neustadt/​Aisch
  • Stu­di­um der evang. Theo­lo­gie 1985 – 1990 in Neu­en­det­tels­au
  • Vika­ri­at in Schorn­weiss­ach-Vesten­bergs­greuth 1993 – 1996
  • Pro­mo­ti­on zum Dr. theol. 1995
  • Ordi­na­ti­on zum ev. Pfar­rer 1996
  • Dienst in Nürnberg/​St. Johan­nis 1996 – 1999
  • seit­her in Neustadt/​Aisch
  • blind

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