Johan­ni­ter war­nen: Ver­deck­te Haus­num­mern behin­dern Ret­tungs­kräf­te im Ein­satz

Gut beleuch­te­te Haus­num­mern kön­nen Leben ret­ten

Bei einem Ein­satz des Ret­tungs­dien­stes geht es meist um jede Minu­te. Feh­len­de oder nicht beleuch­te­te Haus­num­mern kön­nen einen Ret­tungs­ein­satz ent­schei­dend ver­zö­gern. Beson­ders bei schlech­tem Wet­ter oder Dun­kel­heit kann es pas­sie­ren, dass die Ret­ter eine Stra­ße mehr­fach abfah­ren müs­sen, weil sie die Haus­num­mer nicht gleich wahr­neh­men und so das rich­ti­ge Haus nicht fin­den kön­nen. So geht lebens­wich­ti­ge Zeit ver­lo­ren, die im Zwei­fels­fall Leben kosten kann.

„Als Haus­be­sit­zer soll­te man dafür sor­gen, dass die eige­ne Haus­num­mer gut sicht­bar ist“, so Andre­as Den­nert, Lei­ter der Ret­tungs­wa­che der Johan­ni­ter-Unfall-Hil­fe in Schlüs­sel­feld.

„Die Haus­num­mer soll­te bereits von wei­tem erkenn­bar sein. Häu­fig sind die Zif­fern von Bäu­men, Büschen oder Klet­ter­pflan­zen an Haus­fas­sa­den ver­deckt oder befin­den sich neben einer Ein­gangs­tür auf der Rück­sei­te des Gebäu­des. Noch schwie­ri­ger wird es, wenn Haus­num­mern oder Haus­ein­gän­ge nicht von außen beleuch­tet sind“, berich­tet Andre­as Den­nert. Beson­ders für die dunk­le Jah­res­zeit und die Nacht­stun­den emp­fiehlt es sich, über eine Beleuch­tung nach­zu­den­ken. Moder­ne LED-Leuch­ten ver­brau­chen heu­te nur sehr wenig Ener­gie und sind ein­fach zu mon­tie­ren.

Mie­tern in Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern emp­fiehlt Andre­as Den­nert, bei einem Not­ruf ihre genaue Adres­se durch­zu­ge­ben: „Nicht nur die Haus­num­mer und die Anga­be der Eta­ge sind wich­tig, son­dern auch even­tu­el­le Beson­der­hei­ten, wie zum Bei­spiel Innen­hö­fe, die durch­quert und wei­te­re Türen, die geöff­net wer­den müs­sen.“

Die Johan­ni­ter raten dar­über hin­aus, in einem Not­fall jeman­den abzu­stel­len, der die Hel­fer bei ihrer Ankunft ein­wei­sen kann. Genau­so han­deln auch die Ret­tungs­kräf­te: Sie posi­tio­nie­ren Lot­sen für nach­fol­gen­de Kol­le­gen bzw. für den Not­arzt. „Denn schnel­le medi­zi­ni­sche Hil­fe kann im Ernst­fall über­le­bens­wich­tig sein“, betont der Ret­tungs­dienst­lei­ter.

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