Aus­ge­zeich­net: Bay­reu­ther Master­stu­dent Dani­el Got­tal erhielt Preis für sei­nen Essay zum The­ma ‚Brau­chen wir eine Leit­kul­tur?‘

Der Bayreuther Masterstudent Daniel Gottal (2.v.r. – hier bei der Preisverleihung am 7. Dezember 2017 in Berlin) hat für seinen Essay zum Thema ‚Brauchen wir eine Leitkultur?‘ den dritten Preis von der Deutschen Gesellschaft e.V. erhalten. Foto: Deutsche Gesellschaft e.V.

Der Bay­reu­ther Master­stu­dent Dani­el Got­tal (2.v.r. – hier bei der Preis­ver­lei­hung am 7. Dezem­ber 2017 in Ber­lin) hat für sei­nen Essay zum The­ma ‚Brau­chen wir eine Leit­kul­tur?‘ den drit­ten Preis von der Deut­schen Gesell­schaft e.V. erhal­ten.
Foto: Deut­sche Gesell­schaft e.V.

Anfang Dezem­ber 2017 wur­den die Preis­trä­ger des dies­jäh­ri­gen Essay­wett­be­werbs aus­ge­zeich­net, den die Deut­sche Gesell­schaft e.V. zum 8. Mal für Stu­die­ren­de ver­an­stal­tet hat. Zum 2017er Wett­be­werbs­the­ma ‚Brau­chen wir eine Leit­kul­tur?‘ gab es knapp 300 Ein­sen­dun­gen. Zu den Aus­ge­zeich­ne­ten gehör­te auch Dani­el Got­tal, der seit dem WS 2017/18 an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth stu­diert und am Lehr­stuhl Ent­wick­lungs­öko­no­mik sei­nen Dop­pel-Master in Eco­no­mics und in Histo­ry & Eco­no­mics macht. Für sei­nen Essay ‚Hin­tam Berg san aa no Leit: Aber Deutsch­land – des samm mia‘ erhielt Dani­el Got­tal von der Jury den drit­ten Preis.

„Die Aus­zeich­nung mei­nes Essays hat mich über­rascht, aber bei so vie­len Ein­sen­dun­gen gehört sicher auch ein Quänt­chen Glück dazu“, beschwich­tigt der 26-Jäh­ri­ge, der im Inter­net zufäl­lig auf den Essay­wett­be­werb auf­merk­sam gewor­den war. „Das The­ma ‚Brau­chen wir eine Leit­kul­tur?‘ ist in den letz­ten Jah­ren kon­tro­vers dis­ku­tiert, aber lei­der auch von man­chen gesell­schaft­li­chen Grup­pen und Par­tei­en reflex­ar­tig abge­würgt wor­den, sodass eine ehr­li­che und offe­ne Debat­te nicht zustan­de kom­men konn­te. Der Essay­wett­be­werb hat die­sem The­ma ein geschütz­tes Forum für Aus­tausch und Dis­kus­si­on gege­ben. Das hat mich gereizt, dar­an teil­zu­neh­men.“ Wie der Bür­ger­recht­ler Jens Reich in sei­ner Anspra­che wäh­rend der Preis­ver­lei­hung in Ber­lin sag­te, sei es der Jury nicht leicht gefal­len, sich zwi­schen der Viel­zahl her­vor­ra­gen­der Bei­trä­ge zu ent­schei­den.

Die Kern­ge­dan­ken des Essays ‚Hin­tam Berg san aa no Leit: Aber Deutsch­land – des samm mia‘

Inner­halb Deutsch­lands gibt es eine Aus­dif­fe­ren­zie­rung von Leitkultur(en)

  1. ent­lang einer hori­zon­ta­len Ach­se auf Ebe­ne der Bun­des­län­der und
  2. ent­lang einer ver­ti­ka­len Ach­se auf kom­mu­na­ler, natio­na­ler und euro­päi­scher Ebe­ne.

Eine Leit­kul­tur ist rich­tig und sinn­voll, aber „w[W]ir müs­sen [nur] auf­pas­sen, dass aus der Leit­kul­tur kei­ne Leid­kul­tur wird.“
Die beste Inte­gra­ti­ons­lei­stung, die Flücht­lin­ge erbrin­gen kön­nen, ist das Aus­üben eines frei­wil­li­gen Ehren­amts in Ver­ei­nen, Kir­chen und Gesell­schaf­ten.

Inter­es­sier­te kön­nen den Essay hier nach­le­sen:
www​.essay​wett​be​werb​.de/​p​r​e​i​s​t​r​a​e​g​e​r​/​4​3​-​p​r​e​i​s​t​r​a​e​g​e​r​-17

Vom Bache­lor an der LMU Mün­chen zum Master an die Uni­ver­si­tät Bay­reuth

Bevor Dani­el Got­tal sein Master­stu­di­um an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth star­te­te, hat er an der LMU Mün­chen sei­nen ersten berufs­qua­li­fi­zie­ren­den Stu­di­en­ab­schluss in Geschich­te (Haupt­fach) und Volks­wirt­schafts­leh­re (Neben­fach) gemacht. „Gesamt­wirt­schaft­li­che Fra­ge­stel­lun­gen haben mich schon wäh­rend der Schul­zeit inter­es­siert, von daher woll­te ich unbe­dingt Volks­wirt­schafts­leh­re stu­die­ren. Dar­über hin­aus war für mich aber eine histo­ri­sche Ein­bet­tung von theo­re­ti­schen und quan­ti­ta­ti­ven Über­le­gun­gen immer uner­läss­lich. So bin ich an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth bei der in Deutsch­land ein­zig­ar­ti­gen Fächer­kom­bi­na­ti­on Eco­no­mics (M.Sc.) und Histo­ry & Eco­no­mics (M.A.) gelan­det.“ Wenn er dann seine(n) Master in der Tasche hat, möch­te er eine Pro­mo­ti­on anschlie­ßen. „Dani­el Got­tal ist ein höchst enga­gier­ter Stu­dent, der auf viel­fäl­ti­gen The­men­ge­bie­ten sehr erfolg­reich unter­wegs ist. Ich bin sicher, dass er nicht nur sein Stu­di­um, son­dern auch eine Pro­mo­ti­on mit Bra­vour abschlie­ßen wird“, sagt Prof. Dr. David Sta­del­mann, Inha­ber des Lehr­stuhls Ent­wick­lungs­öko­no­mik an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth.

Ehren­amt­li­ches stu­den­ti­sches Enga­ge­ment

Auch in sei­ner Frei­zeit enga­giert sich Dani­el Got­tal: Ehren­amt­lich beklei­det er ver­schie­de­ne Ämter in der Jun­gen Uni­on und in der CSU Ober­bay­ern – ins­be­son­de­re inter­es­sie­ren ihn hier außen- und sicher­heits­po­li­ti­sche The­men. Neben Stu­di­um und par­tei­po­li­ti­scher Arbeit gibt es für den gebür­ti­gen Ober­bay­ern Dani­el Got­tal aber auch noch etwas ganz ande­res, näm­lich die Ber­ge. „Egal ob Wan­dern, Klet­tern, Hoch- oder Ski­tou­ren: Berg­stei­gen ist für mich der Inbe­griff der phy­si­schen und men­ta­len Grenz­erfah­rung, die ich auch bis ins hohe Alter nicht mis­sen möch­te“, erzählt er begei­stert.

Der 2017er Essay­wett­be­werb

Die 20 höchst­platz­ier­ten Tex­te wer­den im Früh­jahr 2018 publi­ziert wer­den. Dann wird für jeder­mann nach­les­bar sein, mit wel­cher Ori­gi­na­li­tät, Ana­ly­se­kraft und Aus­drucks­fä­hig­keit sich die Stu­die­ren­den der Fra­ge­stel­lung ‚Brau­chen wir eine Leit­kul­tur?‘ wid­me­ten, die 2017 im Zen­trum einer kon­tro­vers geführ­ten öffent­li­chen Debat­te stand. Die Deut­sche Gesell­schaft e.V. führt – in Koope­ra­ti­on mit dem Bun­des­mi­ni­ste­ri­um des Innern und der Deut­schen Natio­nal­stif­tung – all­jähr­lich einen stu­den­ti­schen Essay­wett­be­werb zu gesell­schaft­lich rele­van­ten und bri­san­ten Fra­ge­stel­lung durch. 2016 erschien der Wett­be­werbs­band zum The­ma ‚Was ist Hei­mat?‘ mit den 23 best­platz­ier­ten Essays.

Die Deut­sche Gesell­schaft e.V.

…ist der erste nach dem Fall der Mau­er gegrün­de­te gesamt­deut­sche über­par­tei­li­che Ver­ein. Am 13. Janu­ar 1990 wur­de er von Per­sön­lich­kei­ten des öffent­li­chen Lebens aus Ost und West mit dem Ziel gegrün­det, die Tei­lung zu über­win­den, das Mit­ein­an­der in Deutsch­land und Euro­pa zu för­dern sowie Vor­ur­tei­le abzu­bau­en. Die­sen Grund­sät­zen ver­pflich­tet, orga­ni­siert die Deut­sche Gesell­schaft e.V. jähr­lich zahl­rei­che Ver­an­stal­tun­gen in den Berei­chen Poli­tik und Geschich­te, Kul­tur und Gesell­schaft sowie EU und Euro­pa.

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