Wal­ly und Paul Schmidt sind die „Künst­ler des Monats“ Dezem­ber 2017 der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg

Szenen-Foto aus der Produktion „Mr. Pilks Irrenhaus“. Foto: Berny Meyer

Sze­nen-Foto aus der Pro­duk­ti­on „Mr. Pilks Irren­haus“. Foto: Ber­ny Mey­er

Die Jury des Forums Kul­tur der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg hat die Figu­ren­thea­ter-Schau­spie­ler Wal­ly und Paul Schmidt zu „Künst­lern des Monats“ Dezem­ber 2017 gewählt.

Thea­ter Salz+Pfeffer ist die Hei­mat von zeit­ge­nös­si­schem Figu­ren­thea­ter in Nürn­berg. In nur „40 Tagen“ wur­de 1997 das ehe­ma­li­ge geschichts­träch­ti­ge Film­thea­ter Kali zum Thea­ter für Pup­pen umge­baut. Neben den vie­len bekann­ten und unbe­kann­ten Namen bei Gast­spie­len und Regis­seu­ren sind zwei Per­so­nen haupt­säch­li­che Moto­ren, Draht­zie­her und Impuls­ge­ber des Thea­ters Salz+Pfeffer: die regio­nal­be­ton­ten Figu­ren­thea­ter-Schau­spie­ler Wal­ly und Paul Schmidt, die aber welt­weit mit ihrem Spiel über­zeu­gen.

Damals ohne festes Thea­ter, waren sie auf rund 300 Gast­spie­len unter­wegs. „Die Zeit war reif“, resü­miert Wal­ly heu­te. In der Sze­ne beweg­te sich viel, nicht zuletzt dem groß­ar­ti­gen Kul­tur­re­fe­ren­ten Her­man Gla­ser und dem kürz­lich ver­stor­be­nen Kul­tur­amts­lei­ter Micha­el Popp und der jet­zi­gen Kul­tur­po­li­tik der Stadt Nürn­berg ist es zu ver­dan­ken, die die­se Unter­stüt­zung ermög­lich­ten und ermög­li­chen. Das Thea­ter Salz+Pfeffer wird auch vom Bezirk Mit­tel­fran­ken und dem Frei­staat Bay­ern unter­stützt. Im Thea­ter Salz+Pfeffer haben Wal­ly und Paul Schmidt eine Hei­mat gefun­den, die sie noch mehr nach rich­ti­gen Geschich­ten, rich­ti­gem Mate­ri­al und pas­sen­den Men­schen umtrie­big suchen und aus­pro­bie­ren ließ und lässt. Prä­sent wie auf der Büh­ne, sind bei­de in jedem Gespräch, in jeder Ver­fol­gung gesell­schaft­li­chen Wan­dels. „Was geht?“ und „es geht doch viel mehr!“ – die­ser Lei­den­schaft fol­gen bei­de, und lie­ßen den Traum eines Thea­ters zur rea­len Pro­fi­büh­ne ver­wirk­li­chen. Es ist eine wohl reflek­tier­te Hand­lungs­ebe­ne im Bereich von der Aus­wahl von Geschich­ten, Figu­ren, Men­schen und Aktio­nen, die sich stim­mig, über­zeu­gend und authen­tisch in einem ganz beson­de­ren Spiel­plan spie­geln.

Der wird noch kom­ple­men­tiert mit dem Ver­ein zur För­de­rung kul­tu­rel­ler Pro­jekt: Mit­glie­der haben dann die Mög­lich­keit z.B. Gene­ral­pro­ben zu besu­chen, Werk­statt­ge­sprä­che zu ver­fol­gen oder Ein­blicke hin­ter die Kulis­sen zu erhal­ten.

Vor­wie­gend wird hier Figu­ren­thea­ter gespielt neben Kon­zer­ten, Dich­ter­le­sun­gen und Come­dy-Shows. Heu­te ist das Thea­ter Salz+Pfeffer mit 100 bis 130 Shows jähr­lich aus dem Bereich des Kin­der und Figu­ren­thea­ters nicht mehr weg­zu­den­ken. Niveau­vol­le Prä­senz im Netz, Pup­pen­pa­ten­schaf­ten, deren pro­mi­nen­te­ster Ver­tre­ter sicher Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Ulrich Maly ist, ste­hen neben der Ver­net­zung mit der regio­na­len, natio­na­len und inter­na­tio­na­len Pup­pen­spie­ler und Festi­val­Sze­ne. Ihr wich­tig­ster Schritt in den näch­sten Jah­ren ist mit der Nach­wuchs­för­de­rung die Ver­jün­gung und Ver­än­de­rung des Teams vor­an­zu­trei­ben. Seit 2015 beschäf­ti­gen sie eine Figu­ren­thea­er­Päd­ago­gin.

Es ist auch Hei­mat des Figu­ren­thea­ter­fe­sti­vals. Figu­ren von ein­di­men­sio­na­len Papp­fi­gu­ren bis hin zur lebens­gro­ßen Hand­pup­pe, in viel­fäl­ti­gen Spiel­for­men Neu­es zu erpro­ben, dafür ste­hen Salz+Pfeffer. Sie haben im Span­nungs­feld zwi­schen Mensch und Pup­pe wie auch zwi­schen Schau­spiel, Figu­ren­spiel und Musik eine außer­ge­wöhn­li­che, fan­ta­sie­vol­le und leben­di­ge Thea­ter­form ent­wickelt. Wer sich auf das Pup­pen­spiel und die Inter­ak­ti­on mit dem Schau­spie­ler, der die zum Teil lebens­gro­ßen Pup­pen bewegt, bei einer Auf­füh­rung ein­lässt, ist schnell fas­zi­niert.

In Städ­ten und Metro­po­len von Aachen bis Zwei­brücken zu sehen, wur­den sie 1997 und 1999 mit dem AZ „Stern des Jah­res“ aus­ge­zeich­net und erhiel­ten 1998 das Nürn­ber­ger Kul­tur­sti­pen­di­um für ihren Mut, zusam­men mit Tri­stans Kom­pa­gnons das Thea­ter im KaLi zu eröff­nen. Im Jahr 2000 erhielt Salz+Pfeffer den Baye­ri­schen Thea­ter­preis.

Die Jury des Forums Kul­tur kürt Wal­ly und Paul Schmidt zu Künst­ler des Monats Dezem­ber 2017. Sie sind pro­duk­ti­ve künst­le­ri­sche Netz­wer­ker in unse­rer Metro­pol­re­gi­on, und bie­ten mit ihrem Thea­ter auf künst­le­ri­schen hohem Niveau was in Fran­ken und auf der gan­zen Welt ent­deckt wer­den kann. In ihrer Hei­mat als prä­sen­te Pup­pen­spie­ler tra­gen sie die Metro­pol­re­gi­on mit ihren Gast­spie­len weit in die Welt hin­aus.

Wer sich über­zeu­gen will, hat gleich Gele­gen­heit: Kri­mi­abend mit Aga­tha Chri­stie 28. 30.12. 2017 und 5. 1. 2018. Spe­cial an Sil­ve­ster Krima­bend mit Sekt und Chri­stie!

Mehr Infor­ma­tio­nen unter www​.sal​zund​pfef​fer​.de oder besu­chen Sie am besten eine Vor­stel­lung.

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