Netz­werktref­fen ober­frän­ki­scher Umwelt­bild­ner in Bam­berg mit Müll-Check-Up

Teilnehmer des Runden Tischs
Teilnehmer des Runden Tischs

Nach­hal­tig­keit als gemein­sa­me Auf­ga­be für Alle

Über 20 Akti­ve aus der ober­frän­ki­schen Umwelt­bil­dung tra­fen sich letz­te Woche (20. Novem­ber 2017) in Bam­berg zum Run­den Tisch. Mit der LBV Umwelt­sta­ti­on Fuch­sen­wie­se orga­ni­sier­te das Fluss­pa­ra­dies Fran­ken dies­mal das halb­jähr­li­che Tref­fen in Bam­berg. Der Vor­mit­tag dien­te dem Aus­tausch über aktu­el­le The­men und der Pla­nung gemein­sa­mer Aktio­nen im kom­men­den Jahr. Aus dem Baye­ri­schen Umwelt­mi­ni­ste­ri­um war dazu Dr. Chri­stoph Gop­pel zu Gast. Er beton­te „Nach­hal­tig­keit muss ein zen­tra­les The­ma in allen gesell­schaft­li­chen Berei­chen wer­den und die Umwelt­bil­dung ist dafür ein zen­tra­ler Bau­stein“. Ein Schwer­punkt der gemein­sa­men Arbeit im Netz­werk Umwelt​bil​dung​.Bay​ern im Jahr 2018 wird die Kam­pa­gne „Kunst­Werk­Zu­kunft“ sein. Dazu lädt die Umwelt­sta­ti­on Lias-Gru­be am 10. Juni 2018 zu einem gro­ßen Akti­ons­fest nach Unter­stür­mig (Lkr. Forch­heim) ein.

Beein­druckend der Rück­blick auf die 2017 gelei­ste­te Arbeit der aus Wun­sie­del, Teu­schnitz, Stol­zen­roth, Bay­reuth, Hohen­berg, Mit­witz, Bam­berg, Lich­ten­fels und ande­ren Orten ange­rei­sten Teil­neh­mer. In den Umwelt­bil­dungs­ein­rich­tun­gen in Ober­fran­ken ist ganz­jäh­rig etwas los. Und die Viel­falt des Ange­bo­tes ist über­wäl­ti­gend: Der Hein­ers­hof Stol­zen­roth pflanz­te im März ein begeh­ba­res Haus, im Lin­den­hof wur­de Pflan­zen­koh­le her­ge­stellt, der Bund Natur­schutz in Bam­berg infor­miert über den Wolf, in Mit­witz bil­de­ten sich Arten­ken­ner fort, die Natur­ju­we­len­füh­run­gen der Fuch­sen­wie­se Bam­berg ent­deck­ten die Schät­ze der NATU­RA2000-Gebie­te, mit dem Gar­ten­päd­ago­gen Pae­tow erleb­ten Kin­der den Anbau von Gemü­se vom Samen­korn bis zur lie­be­voll gestal­te­ten Rezept­kar­te, in Hohen­berg zeig­ten die Umwelt­as­si­sten­tin­nen den Gewinn von Inte­gra­ti­on in der Umwelt­bil­dung und die Lias-Gru­be bil­de­te deut­sche und tsche­chi­sche Erzie­he­rin­nen zu nach­hal­ti­gen MINT-Exper­tin­nen wei­ter. Und selbst im Win­ter kann man auf dem Katha­ri­nen­berg das Boden­le­ben erfor­schen. Wer Lust hat, selbst eine Ver­an­stal­tung zu besu­chen kann sich aktu­ell immer auf www​.umwelt​bil​dung​.bay​ern​.de informieren.

Nach dem Mit­tag­essen im Café der INTE­GRA Bam­berg stand der Nach­mit­tag unter dem Mot­to „Umwelt­bil­dung mit den Ohren“: Joa­chim Schön (VHS Bam­berg Land) stellt die Hör­pfa­de der Klin­gen­den Land­kar­te vor. Bri­git­te Pfi­ster (LBV-Umwelt­sta­ti­on Fuch­sen­wie­se, Bam­berg) und Micha­el Stro­mer (Umwelt­sta­ti­on Weis­main, Lkr. Lich­ten­fels) berich­te­ten über ihre Erfah­run­gen beim gemein­sa­men Pro­jekt „Maag­schichdn“. Und zuletzt zeig­te Anne Schmitt vom Fluss­pa­ra­dies Fran­ken ganz prak­tisch, wie man mit Mikro­fon und Schnitt­pro­gramm ein Audio­bei­trag über den Run­den Tisch Umwelt­bil­dung Ober­fran­ken erstellt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Run­den Tisch Umwelt­bil­dung Ober­fran­ken auf den Inter­net­sei­ten der Umwelt­sta­ti­on Lias-Grube:
http://​www​.umwelt​sta​ti​on​-lias​gru​be​.de/​l​i​a​s​-​g​r​u​b​e​/​r​u​n​d​e​r​-​t​i​s​c​h​-​u​m​w​e​l​t​b​i​l​d​u​n​g​-​o​b​e​r​f​r​a​n​k​en/

Anläss­lich der Euro­päi­schen Woche der Abfall­ver­mei­dung (18.–26. Novem­ber 2017, www​.wocheder​ab​fall​ver​mei​dung​.de) woll­te das Fluss­pa­ra­dies Fran­ken prü­fen, wie sich eine Tagung mit mög­lichst wenig Müll umset­zen lässt bzw. wie viel Müll die Ver­pfle­gung der Teil­neh­mer pro­du­ziert. Man­ches benö­tig­te nur etwas Nach­den­ken, wie z. B. die Man­da­ri­nen, Karot­ten und Äpfel für die Pau­sens­nacks unver­packt im Bio-Super­markt zu kau­fen. Oder die Geträn­ke, wie den Bam­ber­ger Streu­obst­ap­fel­saft in Pfand­fla­schen. Klar dass auch die Milch zum Kaf­fee in der Pfand­glas­fla­sche und nicht im Auf­reiß-Pla­stik­be­cher auf den Tisch kam. Man­ches ist aber noch zu müh­sam. Zum Bei­spiel wegen Kaf­fee und Tee extra noch­mal zu einem bestimm­ten Laden zu fah­ren, kostet ein­fach auch zu viel Zeit. Bei den Leb­ku­chen am Nach­mit­tag wäre es theo­re­tisch auch mög­lich gewe­sen, wel­che offen bei Bäcker zu kau­fen. Aller­dings gibt es dort natür­lich nicht die ein­fa­che, preis­wer­te Ware son­dern die hoch­wer­ti­gen Bäck­erleb­ku­chen, die dann selbst­ver­ständ­lich auch ihren Preis haben. Fazit: mit ein wenig Enga­ge­ment kann jeder bei Semi­na­ren und Bespre­chun­gen eini­ges an Müll spa­ren. Vie­les ist ein­fach Gewohn­heit oder Bequem­lich­keit. Aber es muss sich auch im Han­del noch vie­les tun, damit der Kun­de über­haupt die Chan­ce bekommt, weni­ger Müll ein­zu­kau­fen. Das Para­do­xe: jeder zahlt direkt über den Pro­dukt­preis und dann noch­mal indi­rekt über die Müll­ge­büh­ren den Müll den er viel­leicht gar nicht haben will sogar dop­pelt mit.

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