Bezirk Ober­fran­ken bringt kom­mu­nal­freund­li­chen Haus­halt ein

Bezirkstag von Oberfranken bei der Sitzung
Bezirkstag von Oberfranken bei der Sitzung

436 Mil­lio­nen Euro soll der Haus­halt des Bezirks Ober­fran­ken für das Jahr 2018 umfas­sen und damit der größ­te Haus­halt sein, den der Bezirk Ober­fran­ken je auf­ge­stellt hat. Geplant ist, den Hebe­satz der Bezirks­um­la­ge kon­stant bei 17,5 Pro­zent­punk­ten zu belas­sen. Damit sei der Haus­halt des Bezirks Ober­fran­ken kom­mu­nal­freund­lich, wie Bezirks­tags­prä­si­dent Dr. Gün­ther Denz­ler bei der gest­ri­gen Ein­brin­gung des Zah­len­werks im Bezirks­tag von Ober­fran­ken bekräf­tig­te. Beschlos­sen wer­den soll der Haus­halt durch die Bezirks­rä­te am 7. Dezember.

Fast 94 Pro­zent der Aus­ga­ben des Bezirks­haus­hal­tes flie­ßen in die Sozia­le Siche­rung, sprich in die Hil­fe zur Pfle­ge und die Behin­der­ten­hil­fe, wie Käm­me­rer Rei­ner Böh­ner wäh­rend der heu­ti­gen Bezirks­tags­sit­zung vor­rech­ne­te. Man kön­ne also mit Fug und Recht von einem Sozi­al­etat spre­chen, so Böh­ner. Trotz ungün­sti­ger Rah­men­be­din­gun­gen ist das Ziel des Bezirks Ober­fran­ken den Hebe­satz der Bezirks­um­la­ge sta­bil bei 17,5 Pro­zent­punk­ten zu hal­ten und den Land­krei­sen und kreis­frei­en Städ­ten als Umla­ge­zah­lern soweit als mög­lich ent­ge­gen zu kom­men. Zudem bleibt der Bezirk Ober­fran­ken nach dem Ent­wurf auch wei­ter­hin schuldenfrei.

„Der Bezirk Ober­fran­ken hat sich stets kom­mu­nal­freund­lich ver­hal­ten. Wir ste­hen zwar an letz­ter Stel­le in Bay­ern, wenn es um die Umla­ge- und Steu­er­kraft geht, haben aber den gering­sten Hebe­satz aller baye­ri­schen Bezir­ke. Trotz­dem erfül­len wir alle unse­re Auf­ga­ben, vor allem im sozia­len Bereich“, resü­mier­te Bezirks­tags­prä­si­dent Dr. Gün­ther Denzler.

Ins­ge­samt ver­blie­ben vor allem durch den Anteil an den so genann­ten Bun­des­mil­li­ar­den im kom­men­den Jahr über 83 Mil­lio­nen Euro mehr bei den ober­frän­ki­schen Städ­ten und Kom­mu­nen. Erwar­te­te Aus­gleichs­zah­lun­gen in Höhe von 11,5 Mil­lio­nen Euro für die Betreu­ung unbe­glei­te­ter min­der­jäh­ri­ger Flücht­lin­ge bil­den die größ­te Unbe­kann­te im vor­ge­leg­ten Haus­halt. Rei­ner Böh­ner warn­te davor, dass der Bezirk die­se Aus­gleichs­zah­lun­gen nicht erhal­ten könn­te. Auch des­halb for­der­ten die Bezirks­rä­te die Kosten­trä­ger im Bund und Frei­staat ein­hel­lig auf, eine ent­spre­chen­de Ver­ein­ba­rung zum Aus­gleich die­ser auf­ge­lau­fe­nen Kosten zu ratifizieren.

Elke Protz­mann (CSU) sprach von einem soli­den und ver­ant­wor­tungs­vol­len Haus­halt. Frank Reb­han (SPD) lob­te die spar­sa­me und ver­ant­wor­tungs­vol­le Arbeit der Bezirks­ver­wal­tung. Ein­zig Ulri­ke Heucken (GRÜ­NE) plä­dier­te für eine Anhe­bung des Hebe­sat­zes der Bezirks­um­la­ge um 1,5 Pro­zent­punk­te. Die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung über den Haus­halt wird der Bezirks­tag in sei­ner näch­sten Sit­zung am Don­ners­tag, 7. Dezem­ber, treffen.

Ein­stim­mig wur­de in der Sit­zung die Ver­län­ge­rung des Modell­pro­jekts „Beglei­te­ter Über­gang Werk­statt – all­ge­mei­ner Arbeits­markt“ zur För­de­rung der Inklu­si­on von Men­schen mit Behin­de­rung bei der Teil­ha­be am Arbeits­le­ben um wei­te­re zwei Jah­re beschlossen.

INFO:

Der heu­te ein­ge­brach­te Haus­halt des Bezirks Ober­fran­ken umfasst rund 436 Mil­lio­nen Euro. 432 Mil­lio­nen Euro ent­fal­len davon auf den Ver­wal­tungs­haus­halt, vier Mil­lio­nen Euro auf den Vermögenshaushalt.

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