AStA Bam­berg e.V.: „Kul­tur auf der Kaser­ne ist wie­der machbar“

Der Wind bläst Laub über den Asphalt. An einer roten Back­stein­mau­er hält sich stand­haft ein Auf­kle­ber mit einem Herz dar­auf und erin­nert an die Leben­dig­keit, die bis vor knapp zwei Wochen einen Teil der Lagar­de Kaser­ne erfüll­te. Es war der erste Ver­such einer kul­tu­rel­len Nut­zung die­ses Gelän­des durch das Pro­jekt mach­bar, mit dem die Organisator*innen zei­gen wol­len, dass Kul­tur auf der Kaser­ne mög­lich ist.

mach­bar ist ein Pro­jekt des AStA Bam­berg e.V., des Frei­wil­li­gen­zen­trums Cari­Thek und von kon­takt – Das Kul­tur­pro­jekt mit dem Ziel, die Lagar­de Kaser­ne kul­tu­rell zu bele­ben und somit den Stadt­teil Bam­berg-Ost leben­di­ger zu gestal­ten. Geför­dert vom Baye­ri­schen Sozi­al­mi­ni­ste­ri­um ent­steht durch bür­ger­li­ches und kul­tu­rel­les Enga­ge­ment ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm für alle Genera­tio­nen, wel­ches von Musik, Tanz und Thea­ter bis zu Work­shops und Vor­trä­gen reicht. Das Pro­jekt dient als Kul­tur­werk­statt, bei der alle Bürger*innen auf­ge­for­dert sind, mit­zu­ge­stal­ten, um die Mög­lich­kei­ten und Gren­zen des Gelän­des zu ergründen.

Da die Erschlie­ßung des Teils der Lagar­de Kaser­ne mit einem hohen infra­struk­tu­rel­len Auf­wand ver­bun­den ist – neue Strom­ka­bel müs­sen ver­legt und mobi­le Toi­let­ten auf­ge­stellt wer­den – fin­det die kul­tu­rel­le Nut­zung in Blöcken statt. Die erste 10-tägi­ge Ver­an­stal­tungs­rei­he umfass­te ein span­nen­des Pro­gramm, bei dem vor allem die Begeg­nung zwi­schen den Bürger*innen und ein genera­ti­ons­über­grei­fen­des Ler­nen im Vor­der­grund stan­den. Tän­ze für Jung & Alt, gemein­sa­mes Kochen, eine Fahr­rad­re­pa­ra­tur­werk­statt, Work­shops zu einem Kul­tur­zen­trum auf der Kaser­ne, der Tag der offe­nen Tür der Stadt, eine Hal­lo­ween-Gru­sel­par­ty und DJs aus Bam­berg, Bel­gi­en und Litau­en sind nur eini­ge der Pro­gramm­punk­te, die gebo­ten waren.

Im Moment wirkt das Gelän­de ein­sam und ver­las­sen, aber es dau­ert nicht mehr lan­ge und mach­bar star­tet in eine zwei­te Run­de. Vom 30. Novem­ber bis zum 10. Dezem­ber wer­den ver­schie­den­ste Künstler*innen und Kul­tur­schaf­fen­de Bam­bergs gemein­sam die Räum­lich­kei­ten bespie­len. Neben aller­hand Musik gibt es unter ande­rem eine Aus­stel­lung von Frei­geist, die Pre­miè­re des Stückes „Das welt­be­rühm­te Wohn­schlaf­zim­mer“ mit dem Wild­Wuchs Thea­ter, eine inter­kul­tu­rel­le Dis­ko, natur­wis­sen­schaft­li­che Expe­ri­men­te für Kin­der, einen Win­ter­markt und Tanz­work­shop, sowie Lesun­gen und Diskussionen.

Das genaue Pro­gramm ist unter www​.mach​bar​-bam​berg​.de zu finden.

„Wir freu­en uns, dass uns wie­der ein sehr span­nen­des und abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm erwar­tet. Die hohe Zahl an unter­schied­li­chen Veranstalter*innen beim zwei­ten mach­bar Block zeigt die Wich­tig­keit unse­res Pro­jekts und das gro­ße Inter­es­se an einer kul­tu­rel­len Nut­zung der Lagar­de Kaser­ne“, meint Hele­ne Hoh­mann von machbar.

Das Herz, ursprüng­lich als Sym­bol für die Auf­for­de­rung „das soll blei­ben“ bei einer Wahr­neh­mungs­sticker­ak­ti­on gedacht, wird noch eine Wei­le an der Mau­er zu sehen sein, denn auch im kom­men­den Jahr sind wie­der Ver­an­stal­tungs­blöcke geplant. Inter­es­sier­te Mitgestalter*innen kön­nen sich direkt unter machbar@​asta-​bbg.​de an die Organisator*innen wenden.

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