MdB Lisa Badum bei der Weltklimakonferenz

Die Forchheimer MdB Lisa Badum (Bündnis90/DieGrünen) nahm am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Claudia Roth in Vertretung für den Deutschen Bundestag am internationalen parlamentarischen Treffen im Rahmen der Weltklimakonferenz in Bonn teil. Nicht nur Gastgeberland Fidschi, der pazifische Inselstaat, der bereits jetzt mit heftigen Folgen der Klimakrise zu kämpfen hat, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

„Es ist heftig zu sehen, welche Auswirkungen der Klimawandel bereits jetzt hat,“ berichtet Lisa Badum. Umso erschreckender die Fakten, die Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, deutlich machte: Selbst wenn wir das 2-Grad-Ziel noch erreichen sollten, wird die Eisdecke in Grönland aller Wahrscheinlichkeit nach schmelzen. Betroffen sind dann vor allem die 40 Prozent der Weltbevölkerung, die in Küstenregionen und auf Inselstaaten wie den Fidschi-Inseln leben.

In einem Gespräch mit taiwanesischen Parlamentariern wurde auch deutlich, welche Rolle Deutschland im internationalen Klimaschutz zukommt. Taiwan will weg von der Atomenergie und den Anteil an Erneuerbaren in der Stromproduktion erhöhen. Ratschläge zur Umsetzung wollen sie sich aus Deutschland holen. „Deutschland wird neben Taiwan von vielen Ländern als Vorbild geachtet. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere passive Haltung gegenüber dem Klimaschutz endlich ablegen und aktiv unserer Vorbildfunktion gerecht werden“, fordert die junge Oberfränkin.

Die Konferenz hat nochmals bestätigt, was schon in den Sondierungsgesprächen seitens der Grünen deutlich gemacht wurde: Die Klimaschutzziele sind nicht verhandelbar. „Deutschland darf sich nicht mit Trump zusammen isolieren, sondern muss Vorreiter für den Klimaschutz sein. Gerade Bayern könnte beim Ausbau Erneuerbarer Energien und einem Umdenken in der Automobilindustrie eine wichtige Rolle spielen“, so Badum. Bis 2020 hatte sich Deutschland vorgenommen, 40 Prozent der CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 einzusparen. Um dieses Ziel auch zu erreichen, müssen wir jetzt handeln. Raus aus der Kohle und rein in Erneuerbare Energien ist hierbei entscheidend, aber auch bei Mobilität und im Wärmesektor muss es Fortschritte geben. Entscheidend ist, endlich mit der grünen Transformation zu beginnen. 80 Prozent der Investitionen im Energiesektor fließen bereits in Erneuerbare. Jetzt gilt es, sich von fossilen Energieträgern zu verabschieden und auch in der Landwirtschaft und im Verkehr die Emissionen zu reduzieren.

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