Juli­an Nei­se aus Bay­reuth ist Lan­des­sie­ger im Lei­stungs­wett­be­werb des Handwerks

Chef und Ausbilder Andreas Baumann (links) freut sich über den Landessieg von Julian Neise im Leistungswettbewerb des Handwerks. Foto: Stephan Herbert Fuchs
Chef und Ausbilder Andreas Baumann (links) freut sich über den Landessieg von Julian Neise im Leistungswettbewerb des Handwerks. Foto: Stephan Herbert Fuchs

Viel­sei­tig, abwechs­lungs­reich und mit direk­tem Kon­takt zum Kunden

Für Tech­nik hat er sich schon immer inter­es­siert, ein Prak­ti­kum und Feri­en­jobs haben das Inter­es­se noch ver­stärkt. Jetzt hat Juli­an Nei­se aus Bay­reuth sei­ne drei­ein­halb­jäh­ri­ge Lehr­zeit bei Euro­nics XXL Bau­mann in Bay­reuth mit dem Lan­des­sieg im Lei­stungs­wett­be­werb des Hand­werks gekrönt. Der 21-Jäh­ri­ge ist damit Bay­erns bester Infor­ma­ti­ons­elek­tro­ni­ker für Gerä­te und Systeme.

Der Beruf hat sich gewan­delt. Was frü­her der Radio- und Fern­seh­tech­ni­ker war, ist heu­te wesent­lich viel­schich­ti­ger und umfas­sen­der gewor­den. „Der Wan­del vom Ana­lo­gen zum Digi­ta­len gehört dazu, eben­so von Kup­fer auf Glas­fa­ser“, erläu­tert Juli­an Nei­se. Sei­nen Beruf beschreibt er so: „Ich ver­hel­fe den Men­schen zu Fern­se­hen, Tele­fon und Internet.“

Nach dem Besuch der Johan­nes-Kep­ler-Real­schu­le in Bay­reuth und dem Real­schul­ab­schluss hat­te Juli­an Nei­se gleich sei­ne Leh­re bei Euro­nics XXL Bau­mann begon­nen. Dienst­lei­stun­gen für Pri­vat­kun­den gehö­ren hier genau­so zum All­tags­ge­schäft, wie die Ver­drah­tung gan­zer Neu­bau­ge­bie­te oder öffent­li­che Auf­trä­ge, wie der Anschluss gro­ßer Stu­den­ten­wohn­hei­me. „Die Arbeit ist sehr viel­sei­tig, abwechs­lungs­reich und macht ein­fach Spaß“, so Juli­an Nei­se, der ganz beson­ders den direk­ten Kon­takt zum Kun­den schätzt. Des­halb wird er auch wei­ter­hin bei Euro­nics XXL Bau­mann blei­ben und irgend­wann wahr­schein­lich die Mei­ster­prü­fung ins Visier nehmen.

Juli­an Nei­se ist auf­grund sei­ner her­aus­ra­gen­den Lei­stun­gen Lan­des­sie­ger gewor­den. Als Gesel­len­stück muss­te er eine Uni­ca­ble Sat-Anla­ge in der Bay­reu­ther Berufs­schu­le auf­bau­en. Dabei sei ihm ganz beson­ders zu Gute gekom­men, dass er das auch schon in der Fir­ma gemacht hat.

Wenn es ein­mal nicht um Tech­nik geht, dann kann es durch­aus vor­kom­men, dass der Lan­des­sie­ger sei­ne Frei­zeit trotz­dem zusam­men mit sei­nen Arbeits­kol­le­gen aus der Abtei­lung ver­bringt. Gan­ze Wan­der­tou­ren unter­neh­men die Kol­le­gen mit­ein­an­der, Kegeln gehört auch zu den bevor­zug­ten Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen, genau­so wie das Angeln.

Euro­nics XXL Bau­mann hat 70 Beschäf­tig­te. „Das The­ma Aus­bil­dung ist bei uns tra­di­tio­nell hoch ange­sie­delt“, sagt Andre­as Bau­mann, Chef und Aus­bil­der von Juli­an Nei­se. Acht Infor­ma­ti­ons­elek­tro­ni­ker ste­hen der­zeit in einem Aus­bil­dungs­ver­hält­nis, dazu kom­men ein Fach­in­for­ma­ti­ker und zwei Ver­käu­fer. Mit selbst ange­lern­ten Leu­ten arbei­tet man bes­ser als mit fremd ein­ge­kauf­ten, lau­tet die Devi­se. Aller­dings wer­de es immer schwie­ri­ger, die rich­ti­gen Azu­bis zu finden.

Andre­as Bau­mann begrüßt das Ange­bot der Berufs­mes­sen der Kam­mer. Dar­über hin­aus hal­ten er und auch schon Lan­des­sie­ger Juli­an Nei­se Vor­trä­ge in den Real- und Wirt­schafts­schu­len in Bay­reuth und Umge­bung. „Es ist schwie­rig gewor­den, die jun­gen Leu­te zu moti­vie­ren und für einen Hand­werks­be­ruf zu begei­stern“, sagt Bau­mann. Ide­al sei es, poten­ti­el­le Inter­es­sen­ten für ein ein­wö­chi­ges Prak­ti­kum zu gewin­nen, bei dem die jun­gen Leu­te meh­re­re ver­schie­de­ne Sta­tio­nen durch­lau­fen kön­nen. Dann wer­de schnell klar, ob sie sich eig­nen und für eine Aus­bil­dung in Fra­ge kommen.

Bei Euro­nics XXL Bau­mann haben sie auf jeden Fall eine viel­ver­spre­chen­de Zukunft vor sich, denn das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men weiß sich trotz schein­bar über­mäch­ti­ger Kon­kur­renz her­vor­ra­gend am Markt zu behaup­ten. „Wir machen vie­le Spe­zi­al­auf­trä­ge bei den Kun­den, die ande­re nicht machen“, so Andre­as Bau­mann. Sein Haus sieht sich als „Pro­blem­lö­ser, den es im Inter­net nicht gibt“. Dazu kommt das The­ma Bera­tung: „Wir zei­gen den Kun­den nicht nur ver­nünf­ti­ge Lösun­gen, son­dern auch, wel­che Band­brei­te es an Mög­lich­kei­ten gibt.“

HWK-Prä­si­dent Tho­mas Zim­mer, Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Kol­ler und der Ober­mei­ster der Innung für Elek­tro- und Infor­ma­ti­ons­tech­nik Bay­reuth, Bernd Zeil­mann, haben am14. Novem­ber dem Lan­des­sie­ger und sei­nem Aus­bil­dungs­be­trieb per­sön­lich die Glück­wün­sche des ober­frän­ki­schen Hand­werks überbracht.

Schreibe einen Kommentar