Sonderlandeplatz in Bamberg soll ertüchtigt werden

Sonderlandeplatz Bamberg. Foto: Stadtplanungsamt Bamberg/Hajo Dietz

Sonderlandeplatz Bamberg. Foto: Stadtplanungsamt Bamberg/Hajo Dietz

Öffentliche Infoveranstaltung am 21.11. um 18 Uhr im IGZ

Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen ist es möglich, den Sonderlandeplatz Bamberg-Breitenau für den Instrumentenflugverkehr von Flugzeugen zu ertüchtigen. Die Stadt Bamberg will die Ertüchtigung dieser „für den Wirtschaftsraum wichtigen Infrastruktureinrichtung aktiv unterstützen und setzt dabei auf ein transparentes Verfahren,“ so Oberbürgermeister Andreas Starke. Am Mittwoch (08.11.) wurden erstmals in Bamberg geladene Vertreter aus Stadt und Landkreis, von den Stadtwerken, dem Aero-Club sowie aus der heimischen Wirtschaft von Staatsregierung und Luftfahrtamt Nordbayern über die veränderten Rahmenbedingungen informiert. Ziel ist es nun, dass in Bamberg künftig Geschäftsflugzeuge auch bei schlechter Sicht starten und landen können. Dies brächte mehr Sicherheit und eine bessere Planbarkeit der Geschäftsflüge mit sich. Für eine transparente Information der Bürgerinnen und Bürger sowie der Umlandgemeinden laden Stadt Bamberg und Stadtwerke am Dienstag, 21. November, um 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ins Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) an der Kronacher Straße 41.

Anfang September hatte Staatsminister Dr. Marcel Huber bei einem Pressetermin in Coburg bereits für eine so genannte „Kombilösung“ zwischen dem Bamberger Sonderlandeplatz und dem Verkehrslandeplatz Coburg-Brandensteinsebene geworben, um den Werksflugverkehr mit Geschäftsflugzeugen in der Region auch zukünftig sicher abwickeln zu können. Ziel sei zudem eine engere Zusammenarbeit zwischen den Flugplätzen. In Bamberg hat Huber bei einem Vor-Ort-Termin an der Breitenau vor geladenen Gästen für das Vorhaben geworben. Der Minister will sich dafür einsetzen, dass die Ertüchtigung des Sonderlandeplatzes im Rahmen der entsprechenden Richtlinien „bestmöglich“ gefördert werde. Auch Michael Stoschek, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brose Gruppe, hat in Aussicht gestellt, dass sich Brose an den Kosten für die Ertüchtigung beteiligen werde. Stoschek sieht in dem Instrumentenflugverfahren und der damit verbundenen Planungssicherheit für Werksflüge eine weitere Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Bamberg.

Bei der angedachten Einführung von Instrumentenflugverfahren für Flächenflugzeuge geht es auch nach Informationen des Luftamts Nordbayern in erster Linie um die Erhöhung der Flugsicherheit und die bessere Planbarkeit von Flügen am Standort Bamberg. Eine Änderung der Flugbetriebszeiten soll damit nicht verbunden sein.

Mit 105 Flugbewegungen machte der Werksflugverkehr im Jahr 2016 nur einen sehr kleinen Teil der insgesamt über 6.000 Flugbewegungen am Bamberger Sonderlandeplatz aus. Die Zahlen lagen auf dem Niveau der Vorjahre: 2012 wurden 103 Werkflugbewegungen verzeichnet, 2013 (aufgrund der Bauarbeiten an der Start- und Landebahn) 83 Flugbewegungen von Werksmaschinen. 2014 lag die Zahl bei 113, 2015 bei 115.

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