Blick über den Zaun: Tamara Stefanovich spielt Messiaen, Stockhausen und Boulez

Ein spannender Ausflug zu den Anfängen der Avantgarde

Im Rahmen der vom BR-Studio Franken mitveranstalteten Konzertreihe unerHÖRT! gastiert die international renommierte serbische Pianistin Tamara Stefanovich am Dienstag, 21. November 2017 in Erlangen. In ihrem Konzert widmet sie sich den Anfängen der Avantgarde – mit Werken des französischen Komponisten Olivier Messiaen und seiner bedeutendsten Schüler Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen.

Tamara Stefanovich öffnet eine Tür zu jener brodelnden Epoche, in der die Musik noch einmal neu erfunden wurde. Aus der Werkstatt von Olivier Messiaen gingen mit Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen zwei Komponisten hervor, die die Welt verändert haben. Neben Werken ihres Lehrers stehen Stockhausens berüchtigtes Klavierstück IX und Boulez’ monumentale zweite Klaviersonate im Mittelpunkt des Programms.

Die serbische Pianistin studierte u. a. bei Pierre-Laurent Aimard in Köln und tritt weltweit in den bedeutendsten Konzertsälen auf, wie der Carnegie Hall in New York, der Philharmonie in Berlin und der Royal Albert Hall in London. Sie beherrscht ein breitgefächertes Repertoire, in dem die Moderne einen Schwerpunkt bildet. Tamara Stefanovich hat mit führenden zeitgenössischen Komponisten wie Pierre Boulez, Peter Eötvös und György Kurtág zusammen gearbeitet.

Die Konzertreihe unerHÖRT! ist eine Kooperation zwischen dem Bayerischen Rundfunk-Studio Franken und dem gemeinnützigen Theater- und Konzertverein Erlangen (gVe), die bewusst auf Nachhaltigkeit und die lange vernachlässigte Repertoirepflege der Neuen Musik setzt. Was sich in den vergangenen 70 Jahren Kompositionsgeschichte bewährt und durchgesetzt hat, ist in Aufführungen mit renommierten Interpreten zu hören.

  • BR-KLASSIK/Studio Franken – Konzertreihe unerHÖRT!
  • Am Mittwoch, 29. November 2017, 20.00 Uhr im Bürgerpalais Stutterheim, Erlangen
  • Ausstrahlung des Mitschnitts am Donnerstag, 7. Dezember 2017, um 22.05 Uhr in der Reihe „Horizonte“.

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