Vol­ker-Hin­nin­ger-Preis 2017: End­spurt für Preis­trä­ger­aus­stel­lung von Seba­sti­an Trö­ger in der Vil­la Des­sau­er in Bamberg

Preisträger Sebastian Tröger (Mitte) mit Bürgermeister Dr. Christian Lange (l.) und Ulrich Stock von der VR Bank Bamberg bei der Verleihung des Volker-Hinniger-Preises 2017. Foto: Meister

Preis­trä­ger Seba­sti­an Trö­ger (Mit­te) mit Bür­ger­mei­ster Dr. Chri­sti­an Lan­ge (l.) und Ulrich Stock von der VR Bank Bam­berg bei der Ver­lei­hung des Vol­ker-Hin­ni­ger-Prei­ses 2017. Foto: Meister

Ein iro­ni­scher Blick auf den Kunstbetrieb

Noch bis zum 19. Novem­ber ist die Aus­stel­lung „Die Welt ist schön oder Es soll wie­der so wer­den, wie es nie­mals war“ in der Stadt­ga­le­rie Bam­berg – Vil­la Des­sau­er zu sehen. Gezeigt wird die Arbeit von Seba­sti­an Trö­ger, der kürz­lich von Bür­ger­mei­ster Dr. Chri­sti­an Lan­ge mit dem Vol­ker-Hin­ni­ger-Preis 2017 aus­ge­zeich­net wurde.

Der heu­er mit 3000 Euro dotier­te Kunst­preis der Stadt Bam­berg wird seit 1992 alle zwei bzw. seit 2002 alle drei Jah­re von einer Fach­ju­ry an jun­ge Künst­ler ver­lie­hen. Gestif­tet wur­de der Preis von Gre­tel Hin­ni­ger im Geden­ken an ihren 1988 töd­lich ver­un­glück­ten Sohn, den Maler Vol­ker Hin­ni­ger (geb. 1947), der in Bam­berg auf­ge­wach­sen war. „Er und sei­ne Mut­ter hät­ten ganz sicher ihre wah­re Freu­de an der Kunst Seba­sti­an Trö­gers gehabt“, sag­te Bür­ger­mei­ster Lan­ge bei der Preis­ver­lei­hung. Der 31-jäh­ri­ge Nürn­ber­ger Künst­ler setzt sich in sei­nen Wer­ken kri­tisch mit dem Zeit­geist und den Kunst­epo­chen aus­ein­an­der: mit scharf­sin­ni­gem Humor und Selbst­iro­nie. Dabei darf natür­lich auch die kri­ti­sche Beschäf­ti­gung mit dem eige­nen Selbst­ver­ständ­nis als Künst­ler nicht zu kurz kommen.

„Toll, dass Skep­ti­zis­mus so schön und mit­rei­ßend sein kann“, bekann­te in sei­ner Lau­da­tio Ulrich Flin­zer, Pro­fes­sor an der Kunst­aka­de­mie Nürn­berg, mit Blick auf den „Trö­ger-typi­schen Zusatz“ zum Aus­stel­lungs­ti­tel. Er zeig­te sich „über­wäl­tigt und über­rascht von die­ser außer­or­dent­lich abwechs­lungs­rei­chen Aus­stel­lung Trö­gers, die er mit einer Vir­tuo­si­tät an Sicher­heit und Selbst­ver­ständ­lich­keit in die­ses ‚Haus der Kunst‘ mit sei­nem eigen­wil­li­gen Cha­rak­ter und sei­nen Her­aus­for­de­run­gen gestellt hat.“

Bür­ger­mei­ster Dr. Chri­sti­an Lan­ge äußer­te sich erfreut, „dass die Kul­tur­för­de­rung in Bam­berg Raum und Platz bie­ten kann für all die Facet­ten zeit­ge­nös­si­scher jun­ger Kunst, wie sie gera­de auch heu­te hier erleb­bar sind.“ Sein Dank galt dabei neben dem gesam­ten Team um Muse­ums­di­rek­to­rin Dr. Regi­na Hane­mann nicht zuletzt auch Ulrich Stock von der VR Bank Bam­berg für die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung, die die­se Aus­stel­lung für eine Dau­er von sechs Wochen mit ermög­licht habe.

Info

„Die Welt ist schön oder Es soll wie­der so wer­den, wie es nie­mals war“

  • Preis­trä­ger­aus­stel­lung
  • Stadt­ga­le­rie Bam­berg – Vil­la Des­sau­er, Hain­str. 4a, 96047 Bamberg
  • 15. Okto­ber bis 19. Novem­ber 2017
  • Geöff­net Do-So von 12 bis 18 Uhr.

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