Stadt­rats­son­der­sit­zung in Forch­heim: Weg frei für ein gro­ßes neu­es Stadt­quar­tier und den Umzug der Sportvereine

Ein­ver­nehm­li­che Lösung gefunden

Den Weg frei gemacht für den Umzug zwei­er Sport­ver­ei­ne und die Bebau­ung eines wich­ti­gen inner­städ­ti­schen Quar­tiers mit rund 300 Wohn­ein­hei­ten hat der Stadt­rat der Stadt Forch­heim nach einer inten­si­ven, fast sie­ben­stün­di­gen Sit­zung am Don­ners­tag, den 02. Novem­ber 2017.

„Nach aus­gie­bi­ger Dis­kus­si­on, die stets von unse­rem Ziel getra­gen wur­de, eine gemein­sa­me Lösung zu fin­den, haben wir den Weg für eine Bebau­ung und einen Umzug geeb­net!“, resü­mier­te Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein den von gro­ßer Sach­lich­keit gepräg­ten Sit­zungs­ma­ra­thon, der erst nach 23 Uhr zu Ende war, „das war kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, es ging um die Schaf­fung von erheb­li­chem Wohn­raum für die Stadt Forchheim!“

Inten­siv und kon­struk­tiv wur­de um eine Lösung gerun­gen, wie die Pla­nun­gen zur Umsied­lung der SpVgg Jahn Forch­heim e.V. in den Forch­hei­mer Nor­den, des ATSV Forch­heim e. V. auf das alte Ger­ma­nia Gelän­de in Forch­heim-Reuth und die Bebau­ung der durch den Umzug frei wer­den­den nörd­li­chen Flä­che an der der Fried­rich-Lud­wig-Jahn-Stra­ße zu stem­men sei­en. Schon zu Beginn der Son­der­sit­zung nann­ten Ober­bür­ger­mei­ster Kirsch­stein und sei­ne Räte die anste­hen­de Ent­schei­dung histo­risch, denn schon seit acht Jah­ren wur­de dis­ku­tiert, wie die drei betrof­fe­nen Area­le städ­te­pla­ne­risch zu gestal­ten seien.

Wich­tig­stes Ziel: Die Schaf­fung stadt­na­hen Wohn­raums durch die Rea­li­sie­rung eines ver­dich­te­ten Geschoss­woh­nungs­baus auf der Flä­che nörd­lich der Fried­rich-Lud­wig-Jahn-Stra­ße ein­schließ­lich der Jahn­hal­le, die abge­ris­sen wer­den wird.

Rund 300 Woh­nun­gen wer­den im soge­nann­ten „Phi­lo­so­phen-Vier­tel (am Jahn)“ bei hoher Auf­ent­halts- und Wohn­qua­li­tät ent­ste­hen. Eine anspre­chen­de Frei­raum­ge­stal­tung und die Durch­grü­nung des Quar­tiers mit Dach­be­grü­nung sind eben­so geplant wie die Umset­zung einer ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Ver­sor­gung und der Vor­be­rei­tung auf eine zuneh­men­de E‑Mobilität.

Ein gesun­des Woh­nen wird sicher­ge­stellt: Die Lärm­be­la­stung durch die angren­zen­de Indu­strie­nie­der­las­sung „Infia­na“ und durch die öst­lich ver­lau­fen­de B470 wird durch ein ent­spre­chend wirk­sa­mes Lärm­schutz­kon­zept (klas­si­sche Block­rand­be­bau­ung) mini­miert. Der Inve­stor wird das Wohn­raum­mo­dell der Stadt Forch­heim umzu­set­zen, das bedeu­tet, dass 30% der neu geschaf­fe­nen Geschoss­flä­chen der Stadt Forch­heim als geför­der­ten Wohn­raum zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Ein Hoch­ga­ra­gen­bau­werk und Tief­ga­ra­gen wer­den den Park­druck auffangen.

Der Inve­stor ist an ein Zeit­kon­zept gebun­den und rech­net nach der Umsied­lung der Ver­ei­ne, der Erschlie­ßung und der Umset­zung des Hoch­baus mit einem Erst­be­zug der Wohn­ein­hei­ten im Jahr 2021.

Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein lobt sei­ne Räte für ihre sach­li­che und ent­schluss­freu­di­ge Bera­tung: „In Bezug auf die Pla­nun­gen des Inve­stors zeig­te sich eine hohe Kon­sens­fä­hig­keit im Gre­mi­um! Kein Wun­der, der Inve­stor ist schon inten­siv in Vor­lei­stung gegan­gen und hat heu­te detail­lier­te Plä­ne des Pro­jek­tes vor­ge­legt, wofür ich sehr dank­bar bin.“

Doch auch in Sachen Umzug der Sport­ver­ei­ne SpVgg Jahn Forch­heim e.V. und ATSV Forch­heim e. V. war der Stadt­rat an einer ein­ver­nehm­li­chen Lösung äußerst inter­es­siert. Unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit leg­ten die Räte in einer von Sach­lich­keit gepräg­ten Atmo­sphä­re in inten­si­ver Klein­ar­beit die Bedin­gun­gen für einen Umzug fest. Anhand der einer detail­lier­ten Beschluss­vor­la­ge der Ver­wal­tung, die schon im Vor­feld mit den Ver­ei­nen und dem Inve­stor abge­stimmt wor­den war, wur­de ein Gesamt­ent­scheid getrof­fen, den die Räte tra­gen konn­ten und für bei­de Ver­ein den Umzug mög­lich macht.

Da die Dis­kus­si­on nicht­öf­fent­lich statt­fand und über die ein­zel­nen Punk­te damit Still­schwei­gen ver­ein­bart ist, kann hier auf Details nicht ein­ge­gan­gen wer­den. Nur so viel: Zu den bei­den Punk­ten des Rück­über­tra­gungs­an­spruchs der Stadt am Grund­stück Fl. Nr. 2636/14 Gem. Forch­heim und den Erbau­rech­ten der SpVgg Jahn Forch­heim e.V. am Bolz­platz, Fl​.Nr. 2640/3, Gem. Forch­heim und an den Ten­nis­plät­zen Fl.Nrn. 2676 und 2670, Gem. Forch­heim, wur­de eine ein­ver­nehm­li­che Lösung gefun­den, die von den Stadt­rä­ten getra­gen wurde.

Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein ist mit dem Ergeb­nis zufrie­den: „Wir haben jetzt ein gan­zes Stück geschafft. Wir haben nun acht Jah­re auf­ge­holt und sind wie­der auf dem aktu­el­len Stand, aber wir haben noch vie­le Haus­auf­ga­ben zu erle­di­gen!“ Gemeint sind Detail­fra­gen, die von den Ver­ei­nen selbst wie auch von der Stadt­ver­wal­tung noch geklärt wer­den müs­sen, die aber die Durch­füh­rung der Umzü­ge und der Bebau­ung nicht mehr gefähr­den werden.

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