Business@Night – Kulm­ba­cher Unter­neh­men laden ein zur Spätschicht

Sven Staudt im Glen Dimplex Kundencenter
Sven Staudt im Glen Dimplex Kundencenter

Erst­mals ver­an­stal­te­ten die Wirt­schafts­ju­nio­ren Kulm­bach das Fir­men­be­sich­ti­gungs­event „Business@Night“. Wäh­rend der Spät­schicht öff­ne­ten die in Kulm­bach ansäs­si­gen Unter­neh­men Glen Dim­plex Ther­mal Solu­ti­ons, Kon­rad Fried­richs sowie die Poli­zei exklu­siv ihre Türen für 15 jun­ge Füh­rungs­kräf­te der Kulm­ba­cher Wirt­schaft. In drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Betriebs­füh­run­gen zeig­te die regio­na­le Indu­strie, wie in Zei­ten der Voll­be­schäf­ti­gung und Digi­ta­li­sie­rung die Arbeit im 24-Stun­den-Takt orga­ni­siert wer­den kann.

Start und Ziel der Tour war die Fir­ma Glen Dim­plex Ther­mal Solu­ti­ons. Beim Spe­zia­list für ener­gie­ef­fi­zi­en­tes Küh­len, Hei­zen und Lüf­ten wur­den uns bei­spiel­haft die Fer­ti­gung und Mon­ta­ge des neu­en System M gezeigt. „System M ist eines der ersten Pro­duk­te der neu­en Genera­ti­on am Wär­me­pum­pen-Markt. In den kom­men­den Mona­ten wer­den wir unse­re Pro­duk­ti­on sowohl in Kulm­bach als auch in Son­ne­berg voll­kom­men neu kon­zi­pie­ren, um ent­spre­chend der geplan­ten Pro­dukt­er­wei­te­run­gen best­mög­lich auf­ge­stellt zu sein“, berich­te­te Pro­duk­ti­ons­lei­ter Thor­sten Bor­chardt. Glen Dim­plex ist gewapp­net für die Zukunft. „Basis für den inter­na­tio­na­len Erfolg ist eine star­ke Mar­ke. Die­se haben wir kom­plett über­ar­bei­tet. Ziel war es, unse­re neue Mar­ke Glen Dim­plex Ther­mal Solu­ti­ons von Anfang an kom­pro­miss­los inte­griert auf­zu­stel­len – von der Mar­ken­ar­chi­tek­tur über das Pro­dukt­de­sign und die Inter­face-Gestal­tung bis hin zur Print-Kom­mu­ni­ka­ti­on, zur Web­site und zu allen wei­te­ren Kon­takt­punk­ten“, so Mar­ke­ting­lei­ter Hen­rik Ruten­beck. Die Arbeit hat sich aus­ge­zahlt – das Unter­neh­men wird in gleich drei Kate­go­rien mit dem renom­mier­ten Ger­man Brand Award 2017 und das neue System M mit dem Ger­man Design Award 2018 aus­ge­zeich­net. Im beein­drucken­den Schu­lungs- und Emp­fangs­be­reich wur­den den Wirt­schafts­ju­nio­ren die Geschich­te, das neue Mar­ken­kon­zept und die Funk­ti­ons­wei­se moder­ner Wär­me­pum­pen anhand unter­schied­li­cher Gerä­te vom Schu­lungs­lei­ter Sven Staudt erklärt.

Anschlie­ßend ging es mit dem eigens ange­mie­te­ten Bus zur Kon­rad Fried­richs GmbH, einem der welt­weit füh­ren­den Her­stel­ler für Hart­me­tall­stä­be. Ein beson­ders span­nen­der Besuch, denn nor­ma­ler­wei­se sind die „hei­li­gen Hal­len“ für exter­ne Besu­cher tabu. „Ich ver­glei­che unser Unter­neh­men gern mit einem ‚Edel-Spritz­ge­bäck-Her­stel­ler‘. Die Zuta­ten – haupt­säch­lich Wolf­ram und Cobalt – wer­den im Prin­zip mit­ein­an­der ver­mengt, zu einem Teig ver­kne­tet und dann in Form gepresst“, so Ste­fan Bal­duf, Ver­triebs­lei­ter der Kon­rad Fried­richs GmbH. Was so ein­fach klingt, ist in Wirk­lich­keit ein hoch­kom­ple­xes Pro­dukt. Geschäfts­füh­rer Dr. Stef­fen Blö­mer ver­rät: „Natür­lich ist die che­mi­sche Zusam­men­set­zung unse­res Mate­ri­als wich­tig. Da die Hart­me­tall­stä­be im Trock­nungs- und Här­tungs­pro­zess jedoch ihre Form ver­än­dern, liegt die Her­aus­for­de­rung ins­be­son­de­re dar­in, die Ver­än­de­rung vor­ab zu berech­nen und mög­lichst genau abzu­schät­zen. Vor allem für Stä­be mit Kühl­ka­nal ist dies beson­ders schwie­rig. Und hier liegt auch unser größ­ter Wett­be­werbs­vor­teil.“ Die fer­ti­gen Hart­me­tall­stä­be wer­den als Roh­ma­te­ri­al ver­kauft und bei­spiels­wei­se zu Boh­rern, Frä­sern, Rei­bah­len oder ande­ren Werk­zeu­gen wei­ter­ver­ar­bei­tet. Die­se kom­men in der Luft­fahrt, in der Auto­mo­bil­bran­che sowie in der Her­stel­lung ande­rer elek­tro­ni­scher oder tech­ni­scher Anwen­dun­gen zum Ein­satz. Zuletzt konn­te sich jeder Wirt­schafts­ju­ni­or über ein beson­de­res Andenken an den Besuch bei die­sem Hid­den Cham­pion der Regi­on freu­en: einen Hart­me­tall­stab mit indi­vi­du­el­ler Namensgravur.

Die drit­te Sta­ti­on und letz­te Sta­ti­on des Abends war die Poli­zei­in­spek­ti­on Kulm­bach. Hier wur­den die Wirt­schafts­ju­nio­ren von Jür­gen Köhn­lein emp­fan­gen, Bezirks­vor­sit­zen­der der Poli­zei­ge­werk­schaft und Per­so­nal­rat. Nach einer Ein­füh­rung in das Ein­satz­ge­biet, dem süd­west­li­chen Kulm­ba­cher Land­kreis, sowie aus­führ­li­cher Infor­ma­tio­nen zu den Auf­ga­ben­be­rei­chen der Poli­zei, konn­ten die Teil­neh­mer auf einem Rund­gang jede Men­ge Ein­drücke sam­meln und Fra­gen zum Poli­zei-All­tag stel­len. Nach ein paar bei­spiel­haf­ten Bil­dern für eine erken­nungs­dienst­li­che Behand­lung konn­ten wir unter ande­rem einen Strei­fen­wa­gen inspi­zie­ren sowie die neue Aus­rü­stung, die Haft­zel­len und den Dienst­grup­pen­lei­ter kennenlernen.

„Die Business@Night-Tour hat uns jun­gen Unter­neh­mern der Regi­on erneut einen ande­ren Blick auf die unter­schied­li­chen unter­neh­me­ri­schen Her­aus­for­de­run­gen ermög­licht. Zu die­sen gehört vor allem der Fach­kräf­te­man­gel, mit dem sich alle drei teil­neh­men­den Fir­men kon­fron­tiert sehen“, fasst Mient­je Krü­ger zusam­men, Wirt­schafts­ju­nio­rin und Per­so­nal­be­ra­te­rin bei Krüger/​Väth Per­so­nal- und Unter­neh­mens­be­ra­tung. Sowohl Glen Dim­plex als auch Kon­rad Fried­richs und die Poli­zei suchen aktu­ell nach qua­li­fi­zier­ten Mitarbeitern.

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