Robert Hel­len­schmidt ist der „Künst­ler des Monats“ Okto­ber 2017 der Metro­pol­re­gi­on Nürnberg

Robert Hellenschmidt

Robert Hel­len­schmidt

Die Jury des Forums Kul­tur der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg hat den Rothen­bur­ger Kari­ka­tu­ri­sten Robert Hel­len­schmidt zum Künst­ler des Monats“ Okto­ber 2017 gewählt

Sie wird geliebt und gefürch­tet, sie amü­siert und ver­är­gert, sie pola­ri­siert und popu­la­ri­siert. Sie erfor­dert ein hohes Maß an künst­le­ri­schem Kön­nen und spru­deln­den Ein­falls­reich­tum und führt oft­mals doch ein Schat­ten­da­sein unter den bil­den­den Kün­sten. Denn sie scheint so ganz auf die Schnel­le aufs Papier „geschmis­sen“ und wird für gewöhn­lich nach kur­zem Betrach­ten weggeworfen.

Die Rede ist von der Kari­ka­tur, genau­er gesagt von der Zei­tungs­ka­ri­ka­tur. Es scheint dies nicht die dank­bar­ste Kunst­gat­tung zu sein, in der man sich als Künst­ler betä­ti­gen kann. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass die wenig­sten Kari­ka­tu­ri­sten von ihrer Arbeit leben kön­nen. Davon unbe­irrt zeich­net der gebür­ti­ge Rothen­bur­ger Robert Hel­len­schmidt (Jahr­gang 1945) seit nun­mehr fast vier­zig Jah­ren Woche für Woche für die Sams­tags­aus­ga­be des Frän­ki­schen Anzei­gers eine Kari­ka­tur. Treff­si­cher und poin­tiert wer­den so unter sei­nem fein gespitz­ten Blei­stift lokal­po­li­ti­sche Ent­wick­lun­gen, aber auch die gro­ßen gesell­schaft­li­chen The­men und Ereig­nis­se unse­rer Zeit doku­men­tiert und sati­risch kommentiert.

Ein sol­cher Weg war dem gelern­ten Indu­strie­kauf­mann sicher­lich nicht vor­ge­zeich­net, ob-wohl die­ser schon früh sein künst­le­ri­sches Talent ent­deck­te. Neben Jazz­mu­sik wid­me­te er sich als Auto­di­dakt und zunächst nur in sei­ner Frei­zeit der Land­schafts­ma­le­rei in Öl, fer­tig­te Col­la­gen und Zeich­nun­gen. Eine erste Aus­stel­lung in Rothen­burg 1980 ließ einen Redak­teur auf ihn auf­merk­sam wer­den, der ihn ermu­tig­te, sich an Kari­ka­tu­ren für die Zei­tung zu ver­su­chen. Seit die­ser Zeit sind Robert Hel­len­schmidts sati­ri­sche Zeich­nun­gen nicht mehr aus der Wochen­end­aus­ga­be des Rothen­bur­ger Lokal­blat­tes wegzudenken.

Karikatur von Robert Hellenschmidt

Kari­ka­tur von Robert Hellenschmidt

Einen Ver­gleich mit den Kari­ka­tu­ri­sten der gro­ßen über­re­gio­na­len Zei­tun­gen braucht er dabei nicht zu scheu­en. Von vie­len Kari­ka­tu­ri­sten hebt er sich jedoch durch sei­nen schon früh ent­wickel­ten ihm ganz eige­nen Stil ab. Zeich­nen sich heu­ti­ge Zei­tungs­ka­ri­ka­tu­ren häu­fig durch eine stark redu­zier­te und zum Teil aufs Not­wen­dig­ste ver­knapp­te Strich­füh­rung aus, prä­gen Hel­len­schmidts Arbei­ten fei­ne Schraf­fu­ren und Abstu­fun­gen in den Schat­tie­run­gen. Durch die­se ganz alt­mei­ster­li­che Tech­nik ver­leiht er sei­nen Figu­ren und Gebäu­den Tie­fe und Tex­tur und den Zeich­nun­gen einen male­ri­schen Cha­rak­ter. Hin­zu kommt eine Lie­be fürs Detail, ohne sich jedoch in pein­li­cher Genau­ig­keit zu ver­lie­ren. Bei aller Auf­wän­dig­keit lässt sich den­noch die rasche Strich­füh­rung des rou­ti­nier­ten Kari­ka­tu­ri­sten erkennen.

Über die Gren­zen Rothen­burgs hin­aus hat sich Robert Hel­len­schmidt vor allem auch durch die Kul­tur­ver­an­stal­tungs­rei­he Kunst Kul­tur Korn einen Namen gemacht, für die er regel­mä­ßig hoch­ka­rä­ti­ge Kaba­ret­ti­sten und Musi­ker gewin­nen kann, die im Übri­gen zum Teil schon selbst die Aus­zeich­nung „Künst­ler des Monats“ der Euro­päi­schen Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg erhal­ten haben, wie z.B. Die­ter Köhn­lein oder das Ensem­ble Viva Voce.

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