Sin­fo­nie­kon­zert des Orche­ster­ver­eins zum Jubi­lä­um von Seno­Cu­ra in Bayreuth

10 Jah­re: Wie ein geschenk­tes Leben

Das 10-jäh­ri­ge Jubi­lä­um von Seno­Cu­ra wird mit einem Sin­fo­nie­kon­zert des Orche­ster­ver­ein Bay­reuth e. V. am Sonn­tag, 15. Okto­ber, um 20 Uhr, in der Stadt­kir­che Bay­reuth gefeiert.

Der Ver­ein Seno­Cu­ra gemein­sam gegen Brust­krebs fei­ert in die­sem Jahr das 10-jäh­ri­ge Bestehen – kei­ne lan­ge Zeit für einen Ver­ein. Aber für Frau­en, die ihren Brust­krebs 10 Jah­re über­lebt haben, ist es wie ein geschenk­tes Leben. Und dafür setzt sich Seno­Cu­ra erfolg­reich ein.

Tulusan, Vater des Erfolgs­mo­dells „Pati­en­tin­nen hel­fen Patientinnen“

„Sie haben Brust­krebs“, das muss­te Prof. Dr. Agust Tulusan sehr häu­fig sagen. Jahr­zehn­te­lang war er Chef­arzt, lei­te­te das Brust­zen­trum in Bay­reuth und erar­bei­te­te sich auf sei­nem Spe­zi­al­ge­biet inter­na­tio­na­les Renom­mee. Dabei schlug sein Herz immer für sei­ne Pati­en­tin­nen: „Wir behan­deln nicht nur den Brust­krebs, son­der immer die gan­ze Frau“, sagt Tulusan. Daher begei­ster­te ihn auch ein Pro­jekt, das er bei einem Besuch in einem Brust­zen­trum in Phil­adel­phia, USA, ken­nen­lern­te. Frau­en, die Brust­krebs über­wun­den hat­ten, beglei­te­ten dort Frau­en, die gera­de die Dia­gno­se Brust­krebs erhiel­ten, zu Unter­su­chun­gen oder Behand­lun­gen. Aber wür­de die­ses Modell auch in Deutsch­land funk­tio­nie­ren? Tulus­ans Ärz­te­kol­le­gen waren skep­tisch: Deut­sche Frau­en sei­hen ein­fach anders. Den­noch: „Ich sprach eini­ge mei­ner Pati­en­tin­nen an, die Brust­krebs bereits län­ge­re Zeit hin­ter sich hat­ten, und vie­le sag­ten gleich zu.“ Das war die Geburts­stun­de von Seno­Cu­ra und dem Pro­jekt „Pati­en­tin­nen hel­fen Pati­en­tin­nen“. Und es wur­de zu einem Erfolg: „Das Enga­ge­ment der ehe­ma­li­gen Pati­en­tin­nen, die den Brust­krebs über­lebt haben, ist der Schlüs­sel, war­um es so gut funk­tio­niert. Allein schon ihre Anwe­sen­heit zeigt, dass man es schaf­fen kann.“

Für sie ist es eine Herzensangelegenheit

Jun­ta Haaß ist eine der ehe­ma­li­gen Pati­en­tin­nen, die sich ehren­amt­lich für Seno­Cu­ra enga­gie­ren, und sie weiß, wie sich Frau­en füh­len, die gera­de die Schock­dia­gno­se Brust­krebs erhal­ten haben. Daher ist es ihr eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit die­sen Frau­en das Gefühl zu ver­mit­teln, nicht allein zu sein. Oft sagen die Frau­en „schön, dass Sie ein­fach da waren“ und das ist für Haaß und ihre Mit­strei­te­rin­nen im Seno­Cu­ra-Pro­jekt “Pati­en­tin­nen hel­fen Pati­en­tin­nen“, der schön­ste Lohn. „Wir sind zu den Sprech­stun­den im Brust­zen­trum und stel­len uns den Frau­en vor. Wir neh­men uns Zeit, hören zu, reden über die Behand­lung, erzäh­len von unse­ren eige­nen Erfah­run­gen oder spre­chen über ganz ande­re Din­ge“, sagt Haaß. Es gibt auch Frau­en, die im ersten Moment nicht reden möch­ten. „Das akzep­tie­ren wir natür­lich. Aber allein unse­re Anwe­sen­heit beweist, dass man Brust­krebs über­le­ben kann. Und das gibt vie­len Zuver­sicht und Hoffnung.“

Seno­Cu­ra: 10 erfolg­rei­che Jahre

Die unmit­tel­ba­re Hil­fe ist das Herz­stück von Seno­Cu­ra gemein­sam gegen Brust­krebs e.V. seit der Grün­dung im April 2007. Damit unter­stützt der Ver­ein Brust­krebs­be­trof­fe­ne schnell und unbü­ro­kra­tisch, aber hilft auch ehe­ma­li­gen Pati­en­tin­nen, die durch­leb­te Krank­heit zu ver­ar­bei­ten. „Die ehren­amt­li­che Arbeit hat mir gehol­fen die eige­ne Krank­heit auf­zu­ar­bei­ten, auch wenn es etwas Zeit brauch­te“, so Haaß.

Als gemein­nüt­zi­ger Ver­ein enga­giert sich Seno­Cu­ra zudem in der Prä­ven­ti­ons­ar­beit und för­dert die medi­zi­ni­sche For­schung. Mit ver­schie­de­nen öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen und Kam­pa­gnen betreibt Seno­Cu­ra inten­si­ve Auf­klä­rungs­ar­beit, ruft zur Vor­sor­ge auf und sen­si­bi­li­siert damit die Öffent­lich­keit für das The­ma Brust­krebs. Außer­dem unter­stützt Seno­Cu­ra die Arbeit von Brust­zen­tren und Forschungsprojekten.

Ein Sin­fo­nie­kon­zert zum 10-Jährigen

Am Sonn­tag, 15. Okto­ber, 20 Uhr, gibt der Orche­ster­ver­ein Bay­reuth e. V. in der Bay­reu­ther Stadt­kir­che, Kirch­platz 1, ein Sin­fo­nie­kon­zert anläss­lich des 10-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums von Seno­Cu­ra gemein­sam gegen Brust­krebs e. V.. Unter der Lei­tung von Uwe Rein­hard erklin­gen Wer­ke von Engel­bert Hum­per­dinck, Peter Tschai­kow­ski und Camil­le Saint-Saëns. An der Orgel ist Richard Lah und am Kla­vier Sven Bau­er zu hören. Kar­ten sind an der Thea­ter­kas­se, Luit­pold­platz 9, und an der Abend­kas­se zu erwer­ben. Erwach­se­ne zah­len 14 Euro und Schü­ler sowie Stu­den­ten 7 Euro. Nach dem Kon­zert wird ein kosten­lo­ser Bus­trans­fer angeboten.

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