Carl-Zeitler-Kindergarten in Forchheim: Vorbeugende Maßnahmen greifen

Drei sogenannte „Luftwäscher“ wurden für die Reinigung der Luft im Carl-Zeitler-Kindergarten auf Wunsch der Eltern angeschafft und in den Gruppenräumen in Betrieb genommen. Foto: Stadt Forchheim
Drei sogenannte „Luftwäscher“ wurden für die Reinigung der Luft im Carl-Zeitler-Kindergarten auf Wunsch der Eltern angeschafft und in den Gruppenräumen in Betrieb genommen. Foto: Stadt Forchheim

Raumluftwerte wesentlich verbessert

Erleichterung im Carl-Zeitler-Kindergarten Forchheim: Positiv wirkt sich das neue Lüftungskonzept zusammen mit den neu angeschafften „Luftwäschern“ auf die Raumluft in der Kindertagesstätte aus, vermeldet das Bauamt der Stadt Forchheim. Der Erfolg lässt sich anhand der fast gedrittelten Messwerte ablesen, die nun die vorsorglichen Richtwerte für Raumluft deutlich unterschreiten. Nach der Ursache für die Formaldehydbelastung in der Raumluft des Kindergartens wird weiter mit Hochdruck gesucht.

Die dritte Messreihe der Firma GeoCon in der KW 39 ergab nun in allen Gruppenräumen, im Turnraum, im Flur, in den Nebenräumen und in den Toiletten Werte zwischen 31 und 78,0 μg/m³, die eine gesundheitliche Beeinträchtigung von Kindern und Erwachsenen ausschließen: Der vom Umweltbundesamt empfohlene Vorsorgewert zur Vermeidung unzumutbarer Belastungen liegt bei 100 μg/m³ (Bundesgesundheitsbl., Stand 2016). Eltern und Personal des Carl-Zeitler-Kindergartens wurden schon Ende letzter Woche informiert.

Kürzlich hatten Raumluftproben Anlass zur Sorge gegeben, die Formaldehydmessungen der Firma GeoCon ergaben Werte, die den empfohlenen Vorsorgewert überschritten. Das Kindergartenpersonal wurde daraufhin von Gutachter Stefan Voigt in ein spezielles Lüftungsmanagement (stündliche Lüftung) eingewiesen, um die Formaldehydkonzentrationen auf einen unbedenklichen Wert zu minimieren. Zusätzlich wurden auf Wunsch der betroffenen Eltern drei sogenannte „Luftwäscher“ (im Bild) aufgestellt, die seit Anfang Oktober in den Gruppenräumen und im Turnraum in Betrieb sind.
Gutachter Stefan Voigt untersucht zurzeit weitere Materialproben, die Ende September entnommen wurden, um der Formaldehyd-Quelle auf die Spur zu kommen.

Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein ist erleichtert, dass die Vorsorgemaßnahmen greifen: „Ich hoffe, dass Kinder, Eltern und Angestellte unseres Carl-Zeitler-Kindergartens nun schon ein wenig aufatmen können. Mit Hochdruck sucht die von uns beauftragte Fachfirma natürlich weiter nach der Ursache der Formaldehydbelastung, damit wir diese sofort ausbauen können.“

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