Erz­bi­schof Schick und Bischof Gué­ye zur Bis­tums­part­ner­schaft: Kir­che lebt vom guten Austausch

Erzbischof Schick und Bischof Guèye (Foto: Erzbistum Bamberg/Michael Kleiner)
Erzbischof Schick und Bischof Guèye (Foto: Erzbistum Bamberg/Michael Kleiner)

Inter­view mit Erz­bi­schof Schick und Bischof Guè­ye zum zehn­jäh­ri­gen Bestehen der Bis­tums­part­ner­schaft zwi­schen Bam­berg und Thiès im Senegal

Die Bischö­fe von Bam­berg und Thiès im Sene­gal, Lud­wig Schick und André Guè­ye, wol­len die seit zehn Jah­ren bestehen­de Part­ner­schaft bei­der Bis­tü­mer wei­ter aus­bau­en. Bei­de Diö­ze­sen pro­fi­tier­ten von der Part­ner­schaft, beton­ten sie in einem gemein­sa­men Inter­view mit der Bis­tums­zei­tung „Hein­richs­blatt“. „Kir­che lebt immer davon, dass jeder gibt, was er hat, und das im guten Aus­tausch“, sag­te Erz­bi­schof Schick. Deutsch­land habe der­zeit mehr finan­zi­el­le und mate­ri­el­le Mit­tel, Afri­ka mehr per­so­nel­le Res­sour­cen. Wäh­rend vor 50 Jah­ren Prie­ster von Euro­pa nach Afri­ka gegan­gen sei­en und die Kir­che dort auf­ge­baut hät­ten, gebe es jetzt ein „Rever­se-Pro­gramm“: Vie­le sene­ga­le­si­sche Prie­ster über­näh­men Urlaubs­ver­tre­tun­gen im Erz­bis­tum, in Ober­haid sei ein Prie­ster aus dem Sene­gal dau­er­haft als Pfarr­vi­kar eingesetzt.

„Wir haben frü­her Mis­sio­na­re bekom­men. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir Mis­sio­na­re nach Euro­pa schicken“, sag­te Bischof Guè­ye. Er wün­sche sich, dass im Gegen­zug auch Fach­leu­te, wie Hand­wer­ker, Jour­na­li­sten und Com­pu­ter­spe­zia­li­sten, für ein oder zwei Mona­te in den Sene­gal kom­men. „Bei­de Sei­ten kön­nen hier von­ein­an­der lernen.“

Schick wies auf die Freu­de am Glau­ben und Spon­ta­ni­tät im reli­giö­sen Leben der Afri­ka­ner hin sowie auf das „unver­schäm­te“ Bekennt­nis zum Glau­ben in der Öffent­lich­keit, die Leben­dig­keit in der Lit­ur­gie und den inter­re­li­giö­sen Dia­log. Guè­ye sag­te: „Wir kön­nen die Stil­le ler­nen. Hier im Got­tes­dienst wird viel gesun­gen, aber es gibt zu wenig Stil­le zum per­sön­li­chen Gebet.“ Auch die Ver­wal­tung und Orga­ni­sa­ti­on der Kir­che in Deutsch­land sei vor­bild­lich aus afri­ka­ni­scher Sicht.

Das zehn­jäh­ri­ge Bestehen der Bis­tums­part­ner­schaft wird am 1. Okto­ber mit dem Sene­gal-Sonn­tag auf Burg Feu­er­stein in Eber­mann­stadt gefei­ert. Höhe­punkt ist um 10 Uhr ein Fest­got­tes­dienst mit bei­den Bischö­fen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu unter welt​kir​che​.erz​bis​tum​-bam​berg​.de

Das gan­ze Inter­view im Wort­laut ist auf www​.erz​bis​tum​-bam​berg​.de zu lesen.

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