Ausgezeichnete Ausbilder: HWK ehrte zehn Handwerker für ihr Engagement in der Lehrlingsausbildung

Hwk-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller, Kreishandwerksmeister Christian Herpich, Leopold Meder und HWK-Präsident Thomas Zimmer. Foto: Stephan Herbert Fuchs

Hwk-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller, Kreishandwerksmeister Christian Herpich, Leopold Meder und HWK-Präsident Thomas Zimmer. Foto: Stephan Herbert Fuchs

Sie haben zum Teil mehreren Dutzend Lehrlingen das Rüstzeug für ihr Berufsleben mit auf den Weg gegeben, nun sind sie vom Bayerischen Wirtschaftsministerium mit der Auszeichnung „Verdienter Ausbilder“ geehrt worden. Zehn Handwerksmeister aus ganz Oberfranken. „Sie alle haben sich über viele Jahre in verschiedenen berufsbildenden Gremien ehrenamtlich engagiert und in ihren Betrieben erfolgreich gewirkt“, sagte HWK-Präsident Thomas Zimmer, der die Urkunden zusammen mit Hauptgeschäftsführer Thomas Koller und den jeweiligen Kreishandwerksmeistern bei einer Feierstunde im Haus des Handwerks in Kulmbach überreichte.

„Das oberfränkische Handwerk boomt“, sagte HWK Zimmer. Der Geschäftsklimaindex sei im zweiten Quartal um ganze sieben Punkte auf einen Wert von 131 nach oben geklettert und habe damit ein Allzeithoch erreicht. Dementsprechend seien 91 Prozent der Betriebsinhaber mit ihrer Geschäftslage mindestens zufrieden. Als zentrale Herausforderung der kommenden Jahre bezeichnete es Zimmer, den Fachkräfte- und Nachwuchsbedarf zu sichern.

Auch in Sachen Ausbildung stehe das Handwerk gut da: trotz des Schülerrückgangs sei die Zahl der neuabgeschlossenen Ausbildungsverträge um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Zimmer sprach von einem schönen Zwischenerfolg und einem beeindruckender Beleg für die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung werde es aber auch zunehmend schwerer, qualifizierte junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen. Während im Jahr 2005 auf 92 Ausbildungsstellen noch 100 Bewerber gekommen sind, habe sich der Trend längst umgekehrt: 104 Ausbildungsplätzen stünden nur noch 100 Nachfrager gegenüber.

Eine wesentliche Aufgabe sollte es deshalb sein, die berufliche Aus- und Fortbildung weiter attraktiv zu gestalten, um Fachkräfte im Handwerk zu sichern und die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen. Den Erfolg der dualen Ausbildung führte Zimmer auf die Kompetenz und das Engagement der Ausbilder in den Betrieben und Bildungszentren zurück. Nicht nur technisches Know-how auf hohem Niveau, sondern auch berufspädagogische Qualifikationen seien entscheidend für die Qualität der Ausbildung. Den ausgezeichneten Ausbildern bescheinigte des Präsident Vorbildfunktion und bezeichnete sie als beispielhaft für alle erfolgreichen Ausbilder und Ausbildungsbetriebe. Sie alle hätten nicht nur besondere Ausbildungsleistungen in ihren Betrieben bewiesen, sondern sich auch viele Jahre lang ehrenamtlich in den Prüfungsausschüssen von Handwerkskammer und Innungen engagiert.

Die ausgezeichneten Persönlichkeiten sind: der Industrie- und Heizungsbauer Wolfgang Dotterweich aus Hausen (Landkreis Forchheim), der Friseur Stephan Gaugler aus Bayreuth, der Maler und Lackierer sowie HWK-Vizepräsident Matthias Graßmann aus Bamberg, die Friseurin Annette Kurz-Mähringer aus Marktschorgast (Landkreis Kulmbach), der Bäcker Gerhard Löffler aus Tettau (Landkreis Kronach) und der Kfz-Mechatroniker Leopold Meder aus Selb (Landkreis Wunsiedel). Bei der Feierstunden nicht anwesend sein konnten: der Bäcker Udo Feiler aus Coburg, die Schreinerin Elke Koch aus Bamberg, der Maurer und Betonbauer Burkhard Kugler aus Lichtenfels und der Maurer Werner Schade aus Selb (Landkreis Wunsiedel).