Vortrag in Tüchersfeld: „Vor dem Sturm: Das Hochstift Bamberg zwischen Reformation und Gegenreformation“

In der zweiten Jahreshälfte befasst sich das Fränkische Schweiz-Museum mit der Reformation und besonders mit ihren Auswirkungen auf die Fränkische Schweiz.

Die Reformation erfasste nicht nur weltliche Fürstentümer und Adelsherrschaften, sondern auch geistliche Staaten. Das Hochstift Bamberg, also der Staat des Bamberger Bischofs, bildete keine Ausnahme. Vor allem in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts war ein großer Teil der Untertanen evangelisch, und zumal in den Städten nutzten die Ratsherren ihre Handlungsspielräume, um – trotz eines katholischen Pfarrers – evangelische Gemeindestrukturen aufzubauen.

Der Bezirksheimatpfleger von Oberfranken, Prof. Dr. Günter Dippold, hat in den Archiven umfassende Aktenstudien durchgeführt. In seinem Vortrag „Vor dem Sturm: Das Hochstift Bamberg zwischen Reformation und Gegenreformation“ stellt er die dabei gewonnenen Erkenntnisse im Begleitprogramm zur Ausstellung „Luthers langer Arm: Von Katholiken und Protestanten in der Fränkischen Schweiz“ im Fränkische Schweiz-Museum am Mittwoch, dem 27. September vor. Deutlich wird dabei die protestantisch geprägte Epoche des Fürstbistums Bamberg. Der Vortrag, er erzählt aber auch von der Gegenreformation, durch die der Bischof fast flächendeckend eine katholische Untertanenschaft schuf.

Der Vortrag findet am Mittwoch, den 27. September um 19:30 Uhr im Pfarrheim in Tüchersfeld statt. Als Unkostenbeitrag werden 2,50 € erhoben.

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