GAL Bam­berg: Grü­ne wol­len brei­te­res Unter­stüt­zungs­an­ge­bot für Heranwachsende

Kurz­zeit-Not­un­ter­künf­te bie­ten für jun­ge Erwach­se­ne eine nied­rig­schwel­li­ge Hil­fe in Krisensituationen

Ein eska­lie­ren­der Streit mit der Fami­lie, ein schwe­rer Schick­sals­schlag – Kri­sen­si­tua­tio­nen, in denen Her­an­wach­sen­de und jun­ge Erwach­se­ne (18+) kurz­fri­stig Halt und Sta­bi­li­tät benö­ti­gen. In sol­chen aku­ten Not­si­tua­tio­nen bie­ten Kurz­zeit-Not­un­ter­künf­te für jun­ge Erwach­se­ne eine schnel­le und unbü­ro­kra­ti­sche Übernachtungsmöglichkeit.

In Bam­berg fehlt es aktu­ell an solch einer nied­rig­schwel­li­gen Anlauf­stel­le, wie GAL-Stadt­rat Dr. Tobi­as Rausch im Gespräch mit Bam­ber­ger Streetworker*innen fest­stell­te. „In pro­ble­ma­ti­schen Lebens­la­gen bie­ten Not­un­ter­künf­te nicht nur die drin­gend benö­tig­te Über­gangs­lö­sung, son­dern hel­fen auch dabei, die Unter­stüt­zungs­be­dar­fe der Jugend­li­chen zu ermit­teln, Kon­takt zu ihnen auf­zu­bau­en, ihnen Erst­be­ra­tung zu geben und in wei­ter­füh­ren­de Hil­fe­an­ge­bo­te zu ver­mit­teln“, so Rausch. Oft wer­de durch sol­che Kurz­zeit­auf­ent­hal­te der Anstoß zur Aus­ein­an­der­set­zung mit rea­li­sti­schen Lebens­per­spek­ti­ven gege­ben. In einem Antrag der GAL wird die Stadt­ver­wal­tung dazu auf­ge­for­dert, eine Ein­schät­zung über den vor­han­de­nen Bedarf ein­zu­ho­len und dem Jugend­hil­fe­aus­schuss wei­ter­füh­ren­de Hand­lungs­vor­schlä­ge vorzulegen.

Ein Blick nach Nürn­berg zeigt indes, wie eine sol­che unbü­ro­kra­ti­sche Schlaf­stel­le gestal­tet wer­den kann. Das Slee­pIn ist eine Kurz­zeit-Not­un­ter­kunft für jun­ge Erwach­se­ne zwi­schen 14 und 21 Jah­ren und wird in gemein­sa­mer Trä­ger­schaft von Schlupf­win­kel e.V. und dem Jugend­amt Nürn­berg betrie­ben. Die Teil­ein­rich­tung bie­tet eine nied­rig­schwel­li­ge Ergän­zung des Kin­der- und Jugend­not­dien­stes zu sei­nen Inob­hut­nah­me­ein­rich­tun­gen. Die Jugend­li­chen suchen selbst­stän­dig und spon­tan das Slee­pIn auf. Dort wer­den neben der Siche­rung der Grund­be­dürf­nis­se auch Bera­tung und Unter­stüt­zung zur Aus­ein­an­der­set­zung mit ihrer Situa­ti­on durch Pädagog*innen angeboten.

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