Frän­ki­sche Schweiz-Mara­thon – Sport-Event und Fami­li­en­fest für die gan­ze Familie

Der 18. Frän­ki­sche Schweiz-Mara­thon hat nichts von sei­ner Anzie­hungs­kraft ver­lo­ren. Mehr als 2.000 Teil­neh­mer wer­den zum Land­schafts­lauf am auto­frei­en Sonn­tag 3. Sep­tem­ber 2017 erwar­tet. Bei einem Pres­se­ge­spräch erläu­ter­ten die Orga­ni­sa­to­ren des Land­krei­ses Forch­heim, wor­auf sich die Sport­ler und Zuschau­er freu­en dürfen.

„Wir dür­fen auf opti­ma­le Wet­ter­be­din­gun­gen hof­fen“, so Toni Eckert. Es schei­ne trocken und mit unter 20 Grad Luft­tem­pe­ra­tur auch ange­nehm kühl für die Läu­fer zu blei­ben. Der Lei­ter des Land­kreis-Sport- und Kul­tur­am­tes erwar­tet des­halb auch, dass eini­ge Strecken­re­kor­de Gefahr lau­fen, ein­ge­stellt zu wer­den. Das liegt an der natio­na­len Spit­ze und inter­na­tio­na­len Gästen. Dane­ben ist das Event auf der B470 auch eine Sache für die gan­ze Fami­lie, wie Micha­el Pät­zold und sei­ne drei Söh­ne vom Skate Club All­gäu beweisen.

Um die Sport­ler auf dem Abschnitt zwi­schen Mug­gen­dorf und Beh­rin­gers­müh­le anzu­feu­ern hat Eckert für eine zusätz­li­che Sam­ba- und Tromm­ler-Grup­pe gesorgt. „Denn dort hin­ten ist zwar die Umge­bung ein­ma­lig schön, die Zuschau­er kon­zen­trie­ren sich aber eher im Start-Ziel-Bereich in Eber­mann­stadt und bei der Sam­ba-Tanz­grup­pe in Streit­berg.“ Da sei der Läu­fer oft für sich allei­ne. Neu sei auch ein genaue­res Zeit­mess-System, das die Ziel­ka­me­ra über­flüs­sig wer­den las­sen könn­te. „Wir mes­sen da auf tau­send­stel Sekun­den genau.“ Was im letz­ten Jahr bei den Inline-Speed-Ska­tern hilf­reich gewe­sen wäre. Da kamen näm­lich sage und schrei­be sechs Sport­ler auf die Sekun­de gleich über die letz­te Linie, so dass letzt­end­lich die Aus­wer­tung der Ziel­ka­me­ra her­an­ge­zo­gen wer­den musste.

Die Bambini‑, Schü­ler- und Kin­der­läu­fe am Sams­tag, die auf einer Kurz­strecke von weni­gen Kilo­me­tern in Eber­mann­stadt den Nach­wuchs in Bewe­gung brin­gen, erfreu­en sich immer grö­ße­rer Beliebt­heit. Mehr als 200 Teil­neh­mer nut­zen die Chan­ce. Die rück­läu­fi­gen Teil­neh­mer­zah­len bei den Inline-Ska­tern, egal ob pro­fes­sio­nel­le Speed- oder hob­by­mä­ßi­ge Fit­ness-Ska­ter, kön­ne man mit deut­lich mehr Halb-Mara­thon-Sport­lern wett­ma­chen, freut sich Mari­on Ros­sa-Schu­ster. Von 600–700 Frei­zeit- und Pro­fi-Leicht­ath­le­ten ist die Rede. Die Orga­ni­sa­to­rin, selbst Tri­ath­le­tin, rech­net noch mit Nach­züg­lern bei der Anmel­dung. „Die hoch­ka­rä­ti­gen Läu­fer pokern bis zuletzt, ob das Wet­ter und der Trai­nings­plan passen.“

Zugleich mit den Baye­ri­schen Mara­thon­mei­ster­schaf­ten fin­den auch die Ober- und Unter­frän­ki­schen Wett­be­wer­be statt. „Dar­auf sind wir sehr stolz, denn ohne uns gäbe es die­se regio­na­len Mei­ster­schaf­ten wohl nicht mehr.“ Die mei­sten Sport­ler wer­den von der LAC Quel­le Fürth kom­men, erläu­tert Micha­el Cipura vom Orga­ni­sa­ti­ons­team. Der Mara­thon­läu­fer und Lauf­the­ra­peut aus Pretz­feld ist vom Fach und sieht beson­ders drei Äthio­pi­er als Mara­thon-Favo­ri­ten. Vor­jah­res­sie­ger Addi­su Tulu Woda­jo (TV 48 Coburg) gehört dazu, außer­dem der Sie­ger des dies­jäh­ri­gen Fürth-Mara­thon, Ber­ha­nu Diro Tola und sein Lands­mann Endi­su Getachew, Halb­ma­ra­thon-Gewin­ner in der Klee­blatt-Stadt (bei­de LAC Quel­le Fürth). Auf­pas­sen muss man aber auch auf Andre­as Straß­ner aus Plein­feld, der für ART Düs­sel­dorf star­tet. Er hat vor zwei Jah­ren beim Frank­furt-Mara­thon eine Fabel­zeit von 2:18 Stun­den vor­ge­legt, mit der er deut­lich unter den 2:29 Stun­den Sie­ger­zeit des letzt­jäh­ri­gen Frän­ki­sche Schweiz-Mara­thon läge. Bei den Damen dür­fen sich beson­ders die Äthio­pie­rin Bren­dah Kebeya (LAC Quel­le Fürth) und die Rumä­nin Maria Velis­cu, zuletzt beim Fürth-Mara­thon erfolg­reich, Hoff­nun­gen machen.

Für die Nicht-Sport­ler bie­tet der auto­freie Sonn­tag die ein­ma­li­ge Gele­gen­heit, auf der Bun­des­stra­ße zu lau­fen oder Rad zu fah­ren, auf der sich sonst die PKW-Kolon­nen durch das Wie­sent­tal schlän­geln. Nach­dem der Besen­wa­gen hin­ter dem letz­ten Läu­fer „zusam­men­ge­kehrt“ hat, darf zwi­schen Forch­heim-Reuth und Pot­ten­stein in aller Ruhe bis zur Frei­ga­be für den Auto­ver­kehr um 19 Uhr spa­ziert wer­den. Ent­lang der Strecke laden über­dies zahl­rei­che Dorf­fe­ste, ein Fami­li­en­tag im Muse­um Tüchers­feld oder die Stern­war­te auf dem Feu­er­stein zum Ver­wei­len ein, wie Pres­se­spre­che­rin Kath­rin Schürr betont. Das wer­de alles von den ört­li­chen Ver­ei­nen ehren­amt­lich geschul­tert. „Es geht nicht nur um ein paar Sport­ler, son­dern dar­um, die Frän­ki­sche Schweiz als Mar­ke bekann­ter zu machen“, so Eckert. Bun­des­weit sei der Frän­ki­sche Schweiz-Mara­thon inzwi­schen geschätzt und brin­ge so immer neue Gäste in die Regi­on. „Das hat etwas mit einer ganz­heit­lich gedach­ten Kreis­ent­wick­lung zu tun.“

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