„Kriegs­kin­der-Kriegs­en­kel“: Vor­trag am 18. Sep­tem­ber in der Dia­ko­nie-Vil­la in Forchheim

Sabine-Engel. Foto: privat

Sabi­ne-Engel. Foto: privat

Die Fach­stel­le für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge der Dia­ko­nie Bam­berg-Forch­heim lädt alle inter­es­sier­ten zu einem beson­de­ren Vor­trag ein: Am Mon­tag, 18. Sep­tem­ber 2017, spricht Prof. Dr. Sabi­ne Engel über das The­ma „Kriegs­kin­der-Kriegs­en­kel“ und stellt über­ra­schen­de Zusam­men­hän­ge zwi­schen dem Erleb­ten der Kriegs­ge­nera­ti­on und des­sen Aus­wir­kun­gen auf die näch­ste Genera­ti­on vor.

Sog. „Kriegs­kin­der“, d.h. Men­schen, die als Kin­der oder Jugend­li­che in Kriegs- oder Nach­kriegs­zei­ten auf­wuch­sen, lei­den nicht sel­ten zeit ihres Lebens unter post­trau­ma­ti­schen Bela­stungs­stö­run­gen, wenn sie Flucht, Ver­trei­bung, Bom­ben­an­grif­fe und/​oder Ver­lust der Eltern erleb­ten bei der Ver­ar­bei­tung die­ser Erleb­nis­se allein gelas­sen wurden.

In den letz­ten Jah­ren wur­de nun eine Viel­zahl von Stu­di­en­ergeb­nis­sen ver­öf­fent­licht, die zei­gen, dass die­se unbe­wäl­tig­ten psy­chi­schen Kon­flik­te in einer sehr typi­schen Wei­se an die fol­gen­de Genera­ti­on, die sog. „Kriegs­en­kel“ wei­ter­ge­ge­ben wur­den. Vie­le Kriegs­en­kel lei­den unter psy­chi­schen oder psy­cho­so­ma­ti­schen Sym­pto­men, auf die sie selbst sich kei­nen Reim machen kön­nen. Auch The­ra­peu­ten erken­nen häu­fig den Zusam­men­hang nicht zwi­schen den Lei­den ihrer Kli­en­ten und den Kriegs­er­leb­nis­sen derer Eltern. In die­sem Vor­trag sol­len eini­ge die­ser Stu­di­en­ergeb­nis­se vor­ge­stellt wer­den. Beginn ist um 17.30 Uhr in der Dia­ko­nie-Vil­la, May­er-Fran­ken-Str. 40 in Forch­heim. Der Ein­tritt ist frei, Spen­den will­kom­men. Um Anmel­dung wird gebe­ten unter Tel. 09191 6156071 oder via Mail: b.​pohl@​dwbf.​de

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